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Die Geschlechter

Væbner und Halvegge.

von

W. Bruijnesteijn van Coppenraet
Inhalt:
Namen und Wappen S. 3
Die alte Familie Halvegge 7
Das Geschlecht Væbner 12
Das jüngere Geschlecht Halvegge 20
Die nicht adelige Familie Halvegge 37
Verschiedenes 45
Gesamtübersicht Halvegge 46
Albert Haelwegh 47
Diplomatarium 49
B
Arnhem (NL), 2009

Einige Anweisungen

Einige Standardübersetzungen Dänisch / Latein / Deutsch / Niederländisch

syssel, amt herred = provincia sogn = parochia gård hovedgård = curia ting = placitum (by)foged = scultetus væbner = armiger god(s) = bona skøde = scotacio København = Hafnia = Provinz = provincie = Gau = gouw = Kirchspiel = kerspel = Hof = erf = Landgut = landgoed = Gericht = gericht = Schultheiß, Drost = schout, drost = Junker = jonker = Gut, Güter = goed(eren) = Übertragung = transport = Kopenhagen = Kopenhagen

s. = sogn; h. = herred; o.c. = opus citatum (Publikation).

* = geboren… = getraut, geheiratet; † = verstorben; ¬ = beerdigt. £ = lebend (mit Zeit oder Ort).

Die genealogische Schemas enthalten Tekst in der ursprünglischen Sprache der Daten, also meistens Dänisch, manchmal Latein.

* * *

Zahlen zwischen Klammern (---) weisen auf Referenzen im Diplomatarium am Ende dieses Aufsatzes hin. Auch die Abkürzungen für Quellen werden im Diplomatarium erklärt. Die Enorme Menge der Quellen machte ein besonders kompaktes Referenzsystem nötig, mit diesem Diplomatarium als Resultat. Ein Gebrauchsbeispiel steht auf der letzten Seite.

Die Siegelzeichnungen sind von Petersen (o.c. 1) und Thiset (o.c. 3) entlehnt; die drei Wappenzeichnungen im ersten Kapitel kommen aus Achen (o.c.).

* * *

Vielen versichere ich meine aufrichtige Dankbarkeit für ihre Hilfe bei meinen Forschungen. Dem Personal des Staatsarchivs und der Königlichen Bibliothek in Kopenhagen bezeuge ich meine hohe Anerkennung für ihre zielgerichtete Assistenz. Frau F.C. van den Berg-Börst bin ich sehr verpflichtet wegen ihrer Übersetzung aus dem Niederländischen ins Deutsche.

* * *

Eine frühere (niederländische) Version dieses Aufsatzes wurde veröffentlicht in Genealogische Bladen, 3 (1996), 139 ff.

* * *

Namen und Wappen.

Die Geschlechter Halvegge und Væbner gehörten zum Dänischen Uradel 1. Ihre Familienwappen finden wir auf den Siegeln vieler Urkunden. Glücklicherweise, denn häufig steht lediglich durch das Wappen die Identität dessen Tragers fest, weil er im Dokument selbst nur durch ein Patronym angedeutet wird.

Die Wappen der einzelnen Geschlechter waren im mittelalterlichen Dänemark grundsätzlich einzigartig: verschiedene Geschlechter führten auch verschiedene Wappen. Die Dänischen Historiker gehen davon aus, dass auch Familien mit verschiedenen Namen, jedoch mit dem gleichen Wappen, in Wirklichkeit Zweige desselben Geschlechts gewesen sein müssen, wenngleich es genealogisch nicht mehr nachweisbar ist (Barner, o.c., S. 14).

Das Wappen der Familie Væbner wird im „Lexicon over Adelige Familier in Danmark” (1787) beschrieben als: „In Azur ein geharnischter Arm, bewappnet mit einem Schwert mit goldenem Heft, der Spitze nach links“.

Die Spitze nach links muss ein Irrtum sein, denn alle bekannten Siegel, sowie andere ursprüngliche Abbildungen, zeigen die Schwertspitze nach (heraldisch) rechts, so wie hier neben abgebildet. Insofern die Abbildungen ein Helmzeichen zeigen, ist das ein gleicher bewappneter Arm, der über den Helm hinaus ragt.

Außer den Siegeln, gebraucht von 1420-1580 und einigen Grabsteinen, sind mir keine authentischen Abbildungen des Wappens bekannt. Es ist denn auch undeutlich woraus das Lexikon die Farben entlehnte. Siegel und Grabsteine zeigen nun einmal keine Farben.

In bestimmtem Maße ist es ein „sprechendes” Wappen. Væbner bedeutet doch: Junker, Edler, etymologisch: Waffner, Latein: armiger.

Übrigens sei hier stipuliert, dass ich den Namen Væbner für dieses Geschlecht, nur auf Gewähr der Literatur verwende. Ich habe in den originalen Quellen lediglich Patronymika und kein einziges Mal den Familiennamen verzeichnet gefunden. Und hier stoßen wir dann unmittelbar auf eine erste dubiose Frage. Barner (o.c. S.16) nennt das Geschlecht Væbner als Beispiel der adligen Familien, die erst nach dem Edikt von 1526 (wobei der König dem Adel auftrug Geschlechtsnamen zu führen) einen Namen wählten und dessen Gebrauch so weit als möglich vermieden.

In dem Namen des Landgutes Væbnerholm in Føvling, wo die Familie gelebt hat, ist mir der Name Væbner als einziges Mal authentisch begegnet. Dieser Name Væbnerholm wurde übrigens erst verwendet, nachdem das Geschlecht 1587 ausgestorben war. Er könnte im Deutschen mit „Junkerhof” übersetzt werden. Das ist ein Name, aus dem man doch nicht unbedingt schließen würde, dass die dort wohnenden Edelleute (Junker!) darum auch den Namen Junker führten.

G. Knudsen (o.c.) gibt gut vierzig Referenzen fürden authentischen Gebrauch des Namens Halvegge, jedoch nur zwei für den Namen Web(n)ere, die zudem nicht mit dem hier gemeinten Geschlecht in Verbindung zu bringen sind. Alles in Allem bin ich keineswegs davon überzeugt, dass Væbner tatsächlich der Familienname war. Ungeachtet dessen werde ich, mangels eines Besseren, das Geschlecht dennoch mit diesem Namen bezeichnen.

* *

Unter Uradel versteht man die Geschlechter, deren Adel direkt aus dem gesellschaftlichen Status in den „uralten” Zeiten gewachsen ist. Es kann somit keine Rede von beweisbarer Zuerkennung des Adelstandes sein, höchstens einer späteren Anerkennung. Dieses im Gegensatz zum „Briefadel”, einem durch Diplom (Adelsbrief) dokumentierten Ausdruck der Gunst des regierenden Fürsten.

Unter dem Namen „Halvege“ zeigt das genannte Lexikon drei verschiedene Wappen:

Das Wappen mit der Nummer 48 wurde geführt von Jens Olafsen Halvegge und seinen Nachkommen, im Nachfolgenden bezeichnet als „das jüngere Geschlecht Halvegge”. Wenn wir „Danmarks Adels Årbog“ (DAÅ 1946) glauben könnten, war er ein geborener Væbner, nahm aber den Namen seiner Mutter, Halvegge, an.

Auf den verschiedenen Siegeln der Familie haben Arm und Schwert die meist verschiedenen Stände. Offenbar wurde der Stand nicht als wichtig erfahren.

In den Waffenbüchern von Thiset und Petersen zeigen einige Siegel einen Strick um die Klinge des Schwertes (auch im Helmzeichen). Dieses ist bei vier von den gezeigten elf verschiedenen Siegeln der Fall. Insofern ich in der Gelegenheit war die originalen Siegel zu untersuchen, stellte sich heraus dass in den übrigen Fällen ebenfalls der Strick vorhanden ist. Das war von den genannten Autoren übersehen wegen der Undeutlichkeit der Siegelabdrücke, oder durch den schlechten Zustand der Siegel. 2

Der Strick ist zweifellos als ein Distinctivum, ein Unterscheidungsmerkmal, gemeint, um diese Familie Halvegge von den Væbners zu unterscheiden. Für mich ist es denn auch eine offene Frage, ob der Automatismus, mit dem die Historiker diese beiden Familien als Zweige eines Geschlechtes sehen wollen, hier berechtigt ist. Ich komme darauf in dem betreffenden Kapitel zurück.

* *

Das Wappen Nr. 49 des alten Halvegge-Stammes, ist lediglich von drei verschiedenen Siegeln bekannt, datierend von 13871488 (abgebildet im folgenden Kapitel). Die Umschreibung im Lexikon und im DAÅ (1896) ist: Zwei einander zugewandte Südwester (Sturmmützen). Das Helmzeichen ist ein Paar Büffelhörner.

Wir dürfen annehmen, dass der Autor des Lexikons nach bestem Wissen und Gewissen versucht hat, die Siegelzeichnungen so gut als möglich zu interpretieren. An der Richtigkeit der Interpretation kann allerdings gezweifelt werden. Wahrscheinlicher ist die Erklärung: „Zwei halbe Weggen”, die ich, mit der Hand hinzugefügt, in einem Archivexemplar von Petersen’s Wappenbuch fand.

Dieses ist in Übereinstimmung mit der Erklärung des Namens (in der ältesten Form Halffwægge), so wie sie durch G. Knudsen (o.c.) angegeben wird: „halbe Wegge”, wobei Wegge (alt-dänisch wægge) ursprünglich Keil bedeutete, jedoch später zur Bezeichnung eines keilförmigen Brötchens mit spitz zulaufenden Enden wurde. Auch im Deutschen ist „Wecken” der Name für eine Brotform. Der Hinweis auf Brot erscheint mir allerdings nicht sachdienlich: Es ist unglaubwürdig, dass sich ein Geschlecht von Edelleuten im Mittelalter nach etwas so trivialem wie einem halben Brötchen benennen sollte.

Wahrscheinlich ist eine andere, abgeleitete Bedeutung von wægge zutreffender: der (keilförmige) Kopf eines Beils, hier dann aufzufassen als Streitaxt. Es ist durchaus denkbar, dass der erste Halvegge seinen Namen der Tatsache verdankte, dass seine Streitaxt (die wichtigste Waffe der Dänischen Wikinger) in einem entscheidenden Moment in die Brüche ging und er, so behindert, den Kampf führen musste.

* *

In Betracht kommen: Thiset (o.c.3), Axi 2 bis 10, und Petersen, (o.c.1) Nr. 302 und 438. Hiervon zeigen Axi 2, 3, 5 und 438 bereits in der Siegelzeichnung den gemeinten Strick. Näheres Studium der originalen Siegel Axi 4, 6 und 10 weist aus, dass auch da der Strick sichtbar ist. Die Originale der übrigen Nummern Axi 7, 8 en 9 en 302 habe ich nicht gesehen.

Bleibt letztendlich das Wappen mit der Nr. 47. Der Autor des Lexikons beruft sich auf Jakob Nielsen Halvegge in den Urkunden (4) und (8). Die erst genannte Urkunde betrifft allerdings nicht Jakob Nielsen, sondern den Johanniter Mönch Jakob Halvegge (Das Siegel ist leider verloren gegangen). In Urkunde (8) kommt Jakob Nielsen wohl vor, jedoch nicht als Siegler.

Die einzige, mir bekannte authentische Quelle mit einer Art Kreuzwappen, ist der Grabstein aus ca. 1562 von Sophie und Anna Grubbe, deren Großmutter Mette Halvegge war (278). Eine Zeichnung, die Abildgaard 1756 machte, zeigt einen sehr stark verschlissenen Stein, dessen Text schon damals nicht mehr zu rekonstruieren war. Das „Kreuzwappen” rechts unten ist dann zweifellos auch das Resultat des Verschleißes.

Ca. 1670 machte Resen (o.c. 2, S. 73) bereits eine Skizze des Wappens, die wenig besser war (der Text war damals jedoch noch zu entziffern). Ich vermute nun, dass der Autor des Lexikons (1787) von einer ungenauen Beschreibung von Resens Zeichnung ausgegangen ist.

Man kann sich also eine Entwicklung vorstellen wie unten gezeichnet, wobei die linke Figur das Original von 1562 zeigt, die Mittlere die exakt wider gegebene Zeichnung von Resen von 1670 ist, und die rechte Figur die Interpretation von dem Autoren des Lexikons von

Der Grabstein nach (278). Die Zeichnung ist von Søren Abildgaard, 1756. 1787 darstellt.

Die Darstellung des Lexikons ist auch in internationale Waffenbücher (z.B. Rietstap) gelangt. DAÅ (1896) stufte das Kreuzwappen jedoch schon als unrichtig ein. Bemerkenswert ist auch, wie das Helmzeichen der Büffelhörner hin zu Adlerflügeln evoluiert ist!

Mir ist nicht bekannt, ob dieses Wappen als Halvegge-Wappen betrachtet wurde, weil Mette es führte, oder umgekehrt, ob an Mette der Name Halvegge zugeordnet wurde, auf Grund ihres Wappens. Ich bin ihrem Familiennamen in keiner einzigen originalen Quelle begegnet.

* *

Der Name, also Halffwægge in seiner ältesten Form, kommt in den dänischen biographischen Handbüchern als Halveg oder Halvegge vor. Halvegge kann als die moderne Dänische Schreibweise betrachtet werden, mit derselben Klangbedeutung wie Halffwægge (vergleiche: haffwer  haver, scriffwe  skrive, usw.). Die verkürzte Form Halveg ist wahrscheinlich eine Folge der Tatsache, dass die junge Familie (S. 36 und folgende) den Familiennamen nie in der Landessprache, sondern

20ausschließlich in Lateinischen Texten verwendete: Haluegius. An der Lateinischen Schreibweise ist nicht zu erkennen ob das Dänische Equivalent zwei oder dreisilbig ist. Vielleicht hat auch der Name von Albert Haelwegh (siehe S. 45), den man zu Unrecht als Spross derselben Familie betrachtete, die

47biographischen Autoren in die Irre geführt. Letztendlich ist es auch möglich, dass sich die jüngste Generation der Familie selbst tatsächlich für die verkürzte Form des Namens entschieden hat.

Ich werde in diesem Artikel weiterhin, uniform, die Schreibweise Halvegge gebrauchen ungeachtet der stets wechselnden Schreibweisen in Quellen und Referenzen.

Der Name Halvegge (und Varianten) ist mit dem Tod von Esbern Nielsen Halvegge, 1648 in Dänemark ausgestorben. Das Geschlecht hat sich allerdings wahrscheinlich in den Niederlanden fortgesetzt. Eine heutige Familie Halveg in Dänemark, ist die Folge einer neuen willkürlichen Namenswahl.

* * *

Die alte Familie Halvegge.

Die ältesten Generationen.

Niels Jensen von Kværkeby (Ringsted h.) verpfändete am 1-9-1340 für 3½ Mark Silber 3 seine Güter in Avnstrup (Ringsted h.) an Jakob dictus Halvegge (1), Frater des Johanniterordens im Kloster Antvorskov. Dieser übertrug sie am 15-1-1346 an Jens Bæger, für denselben Betrag (4). Dessen gleichnamiger Sohn, der Ritter Jens Bæger, übertrug nun das Pfand  jetzt als Hof Jonstrup benannt, vormals bewohnt von Mikkel Lang  am 4-12-1360 auf Jakob Nielsen dictus Halvegge, ohne dass von einer Pfandsumme die Rede ist (8).

Während es bis hierher stets deutlich darum ging, dass ein Pfand übertragen wurde, fällt nun auf, dass der Letztgenannte bereits am 4-3-1361 dasselbe Gut zu Avnstrup als Pfand gab  wiederum für 3½ Mark Silber  an Kristoffer Eriksen, als ob es seinen eigenen freien Besitz beträfe (9). Dies, sowie die Tatsache dass 1360 keine Pfandsumme genannt wurde, lässt annehmen, dass Jakob Nielsen der Sohn und Erbe des ursprünglichen Besitzers Niels Jensen war, so dass bloßes Eigentum und Pfandbrief in seinem Besitz zusammen kamen.

Es sieht also danach aus, dass Niels Jensen sein Gut anfangs innerhalb der Familie (seinem Bruder ?) verpfändete, und zwar für drei Monate. Als die Tilgung ausblieb, hat der Pfandnehmer letztendlich nach fünf Jahren das Gut an einen Außenstehenden weiter gegeben. Erst nach zwanzig Jahren fand die endgültige Abwicklung zwischen den Söhnen beider Parteien statt. Offenbar konnte Jakob Nielsen sich das eigentlich doch nicht erlauben, denn innerhalb weniger Monate verpfändete er es aufs Neue.

Niels Jensen von Kværkeby übertrug 1345 einigen Besitz in Snoldelev (Tune h.) an einen gewissen Gynceke (3). Er wird ferner am 30-8-1346 als Mitglied des Landesgerichtes Seeland zu Ringsted genannt (5), und vielleicht ist der Pfründner Niels Jensen, „Donatus ordinis beati Johannis in Antvorskov“, der am 11-5-1348 seinen Besitz in Lille Elmue (Fakse h.) übergab (7), der Selbe.

1370 verpfändete Jakob Nielsen dictus Halvegge seine Höfe in Gerlev (Horns h.), Tørslev (Horns h.; zwei Stück), Tolstrup (Særløse s. Voldborg h.) und Agerup (Hyllinge s., Flakkebjerg h.) an einen gewissen Karl Jensen (10). Das bloße Eigentum kam später in die Hände von Offo Petersen von Tørslev und seiner Frau Ingerd Jensdr., die es 1416 dem Zisterzienser Sorø-Kloster schenkten. (23). Die Pfandbriefe, die in den Besitz von Knud Andersen (Panter) zu Svanholm (Horns h.) gekommen waren, wurden 1429 durch das Kloster mit 60 Mark Silber getilgt. (31).

9-1374 übertrug Helenborg Olufsdr. (Bille) ihre Güter zu Førslev (Flakkebjerg h.) an Jakob Halvegge (11). Jakob Halvegge in Førslev  also deutlich erkennbar der Selbe  übertrug am 14-9-1395 einen Hof in Kvislemark (Flakkebjerg h.) an Åge Jepsen Krag (17), der dies am 24-6-1411 für 16 Mark Silber verpfändete (21). Ebenso 1395 wurde er, für 4 Pfund Korn pro Jahr, belehnt mit allen zu Førslev gelegenen Klostergütern vom Antvorskov-Kloster (18). Letztendlich finden wir Jakob Halvegge, 1378 (12), 1387 (13, 14), 1394 (16), 1408 (20, in Førslev) meistens als siegelnde Beglaubiger.

Die Illusion, dass wir es auch in diesen Fällen noch stets mit Jakob Nielsen zu tun haben, wird durch die Urkunde vom 31-12-1387 zerstört (13), woran noch das Siegel mit der Umschrift „S[igillum] Jacobi AndreĊ Halwegge“ hängt. Es muss also ein Unterschied zwischen Jakob Nielsen, aktiv 136070, und Jakob Andersen, der zwischen 13741408 auftrat, gemacht werden.

Unter Vorbehalt können wir uns zu den hier unten angegebenen Zusammenhängen entschließen. Leider sind diese Beziehungen nicht strikt bewiesen und können wir die Stammreihe formell erst mit Jakob Andersen Siegel von Jacob Andreæ beginnen. Jakob Nielsen und der Johanniterbruder Jakob sind dann lose Halvegge (13)

Eine Mark Silber (mark sølv) war der Gegenwert von 218 Gramm Silber, wohl zu unterscheiden von der Mark Münzen (mark penge), die anfänglich (ca. 1100) denselben Wert hatte, doch bis 1315 langsam zum zehnten Teil des Wertes sank. 14101560 galt: 1 mark sølv = 1 lødig mark = 5 skilling grot = 45 skilling = 60 grot = 135 hvid = 180 sterling = 540 penninge. Daneben war 1 lybske Mark = 16 skilling = 192 penninge. Siehe Helms, o.c., S. 660

Elemente, die lediglich durch den Namen Halvegge mit dem Rest verbunden sind.

Generation

1300 Niels Jensen Jakob dictus Halvegge
af Kværkeby Johanniter munk
£1340–46 i Antvorskov

1330 Jakob Nielsen Anders dictus Halvegge £1360–70

1355 Jakob Andersen Halvegge

i Førslev £ 1374 1408

* *

Evert (I) Halvegge.

1418 übernahm Evert Halvegge einen Hof in Førslev als Pfand von Per Raris, für einen Betrag von 30 Mark Silber (25). Per Raris hatte dieses Pfand erst ein Jahr zuvor von Anders Lunge, Ritter, gekauft (24). Johanne, die Witwe von Evert, übertrug 1442 den Pfandbrief auf das Antvorskov-Kloster (50), wonach 1443 Kirstine, die Tochter von Per Raris, auch das bloße Eigentum des Gutes selbst dem Kloster übergab (51).

Am 30-10-1427, trat Evert Halvegge als Mitglied des Gerichtes der Flakkebjerg-Gau auf (28). Es zeigt sich dass er in Førslev zu Hause war und er siegelte mit demselben Wappen wie Jakob Andersen, so dass wir mit Fug und Recht annehmen können, dass er dessen Sohn war.

Evert (I) Halvegge (28)

Letzten Endes wurden 1458 die Handlungen von Johanne, hinsichtlich des Pfandbriefes von Per Raris, durch den Schwiegersohn Peder Mogensen genehmigt und bestätigt (92). Diesen Peder Mogensen von Førslev, der den Familiennamen Ravensberg trug, finden wir weiter noch als Mitglied des Landesgerichtes von Seeland am 6-5-1472 (113), sowie als Mitglied eines Königlichen Schiedsgerichtes am 12-1-1485 (132), als siegelnde Beglaubiger am 19-3-1485 (136) und als Attestant am 26-8-1499 (174). Er hatte eine Tochter, Margrethe Ravensberg. Leider wird der Name von Peders Frau, also der Tochter von Evert Halvegge, nirgends genannt.

In der Markmand-Genealogie (PHT 1894, S. 186) wird erwähnt, dass der Hof zu Førslev von Evert Halvegge, über seine Tochter (… Ravensberg) und Enkeltochter Margrethe, in das Geschlecht Beck geraten ist. Offensichtlich nicht bekannt mit den Quellen (24), (50) und (51), nimmt man allerdings zu Unrecht an, dass es ein und dasselbe Gut betrifft welches Evert als Pfand von Per Raris inne hatte. Die Frage, wie dieses wohl von Everts Vater (Jakob Andersen) zuvor in die Hände von Per Raris gekommen sein konnte, gab wahrscheinlich Anlass zu der Annahme, dass Per Raris ein Schwiegersohn von Jakob, also ein Schwager von Evert war. Diese Behauptung in der Markmand-Genealogie, und auch in DAÅ (1896) desselben Schreibers, habe ich in keine einzige originale Quelle bestätigt gefunden, und so ist denn auch gewiß unwahr.

* *

Jep (II) Halvegge.

Auch die folgende Generation umfasste lediglich einen männlichen Halvegge, der allerdings wohl eine lange Zeitspanne von sich reden machte: Er kommt in den Archivalien von 1440 bis 1499 vor.

Dieser Jep Halvegge benutzte 1441 zwar ein anderes Siegel als 1449, doch dies Letztere finden wir auch noch unter einer Urkunde von 1488, sodass kaum Zweifel daran bestehen kann, dass es sich, gut ein halbes Jahrhundert lang, um ein und dieselbe Person handelt. Darüber hinaus wurde er 1499 als hoch betagt bezeichnet.

In einer Akte vom 24-5-1440 (47) wurde er als Mutters Schwestersohn der Brüder Woldemar und Hans Evertsen Moltke bezeichnet. Leider liefert uns diese Spur nicht den Namen seiner Mutter.

Wiederholte Male begegnen wird Jep als Mitglied eines Gerichtes. Er besiegelt dann geschlossene Übereinkommen oder Beschlussnamen. Jep (II) Halvegge (70,89,113,145)

Möglicherweise hing es mit dieser Funktion zusammen, dass er schon bald seinen ursprünglichen Siegelstempel durch einen besseren und schöneren verfing. In dieser Eigenschaft finden wir ihn am 30-4-1457 (kombiniertes Gericht von den „thry herred”  den drei Gauen  zu Slangerup) (89), 19-3-1461 (Gericht des Bjæverskov Gaus) (97), 6-12-1470 (Landesgericht von Seeland) (109), 6-5-1472 (ebenso; unter den Mitgliedern des Gerichtes befanden sich auch Peder Mogensen Ravensberg von Førslev und Peder Jens Halvegge von Vindinge) (113), 12 oder 19-7-1480 (Königliches Gericht; dabei auch Olof Halvegge) (123). Am 12-1-1485 (132) und 25-7-1488 (145) gehörte er auf königlichen Befehl einem Schiedsgericht an. Das letzte Mal ließ er sich jedoch von seinem Sohn Evert vertreten. Die Akte von 1485 bekam noch eine Königliche Bestätigung am 15-9-1486 (140). Weiterhin beglaubigte er am 24-5-1440 (47), 28-1-1449 (70), 18-10-1482 (127), 30-11-1482 (129) und 19-3-1485 (136) Urkunden mit seinem Siegel.

Sein Auftreten bei Gerichten verschiedener Gaue hing mit seinen Wohnwechseln zusammen. Während das väterliche Erbgut zu Førslev seiner Schwester und dem Schwager zugefallen war, hatte Jep offenbar Mühe einen befriedigenden Wohnsitz zu finden. Am 13-12-1441 wurde er durch Herrn Jep Hemmings, Vikar vom Bartholomeus-Altaar zu Roskilde, mit zwei Höfen zu Uglestrup (Lyndby s., Voldborg h.), für 3½ sk. plus 6 Pfund Gerste pro Jahr, belehnt (48). 1457 wohnte er zu Rårup

(89) 4. 1461 hieß er „van Gørslev” (Bjæverskov h.) (97), und ab 1470, bis zur letzten Urkunde 1499, war er „von Sneslev”, und wohnte also wieder in der Nähe des Stammhauses 5.

Die Akte vom 26-8-1499 (174) betrifft die Befragung einer Anzahl alter Gebietsgenossen, um den korrekten Verlauf einer umstrittenen Grenze zwischen Klostergütern bei Herlufsholm (Skovklooster). Jep Halvegge von Sneslev und auch Per Mogensen (Ravensberg) von Førslev waren dabei.

Zum Schluss vermelden wir noch zwei Akten, aus denen hervor geht, dass Jep Halvegge Höfe als Pfand hatte. Beim Verkauf des Espeskov-Hofes zu Ørslev (Ringsted h.) am 1-7-1478 (120) zeigte sich ein Teil des jährlichen Aufkommens Jep Halvegge zu zu kommen. Am 30-10-1482 verkaufte die Witwe von Voldemar Moltke ihre zwei Höfe zu Bøgebjerg und Atterup (Boeslunde s., Slagelse h.) an Henrik Meinstrup (128). Der Käufer nahm es auf seine Rechnung die Hypothek bei Jep Halvegge zu tilgen.

* *

Die letzte Generation.

Jeps Sohn Evert (II) ist aus keiner anderen Quelle bekannt, als aus der bereits oben angegebenen Urkunde vom 25-7-1488 (145), worin er seinen Vater vertrat. Es sieht danach aus, als sei Evert gestorben bevor er sich richtig entfalten konnte.

Der Literatur zufolge hatte Evert eine Schwester Mette, die Frau von Villum Sort. Dieser Villum Sort oder Svort (Wilhelm Schwarz), aus dem Geschlecht Baden, war Drost in Lille Næstved (Flakkebjerg h.) und wurde am 28-1-1464, von dem Abt des Skovklosters, belehnt mit dem

4

Über die Frage welcher Ort Rårup hier gemeint ist, gehen die Meinungen auseinander. Nach H. Knudsen (o.c., S. 103-4) war es der landsby Rorup (Torup s., Strø h.), nach Trap (o.c., Bd. 5, S. 1000) betraf es das Landgut Rårup, nun Katrinebjerg (Sengeløse s., Lille h.).

5

Achte darauf, dass beieinander liegende Orte Førslev und Sneslev nicht nur in Flakkebjerg h., jedoch auch in Ringsted h. vorkommen. Vor allem aus der Beschreibung in (144) stellt sich überzeugend heraus, dass es um die Orte nahe Fuglebjerg geht.

vornehmsten dortigen Hof, gegen eine jährliche Bezahlung von 2 lødige Mark (100). Er war damals noch unverheiratet, bedang sich jedoch aus, dass das Lehen nicht allein für sein ganzes Leben gelten solle, sondern auch für die Frau mit der er als erstes getraut sein würde. Möglicherweise war diese Bestimmung ein Faktor für anstehenden Heiratsverhandlungen.

Generation Anders Halvegge

1355 Jakob (I)

(Jep Halffuege) (Iacobus Andreæ dictus Halwæggæ)

i Førslev; væbner £ 1374 1408

1380 Evert (I) (Æward Halwæggæ)

i Førslev; væbner £1418–27 Johanne 1442 enke

1410 Jakob (II)
(Jep Halffwægge) Peder Mogensen
i Rårup, Gørslev og (Ravensberg)
Sneslev; væbner i Førslev
£1440–99 £1472–99
1440 Evert (II) Mette
(Effuerth Jeipssøn
Haluegge) Villum Sort (Baden)
£ 1488 i Lekkende og Sneslev
foged i L. Næstved
£ 1464 1508

Am 7-6-1480 wurde der Lehnsvertrag erneuert (122). Dabei wurde auch seine Frau Mette genannt. Der Sinn des neuen Lehnsvertrages war offensichtlich, dass nun auch sein Sohn in den Vertrag eingebunden werden sollte. Villum wurde übrigens in dem Moment als wohnend zu Lekkende (Bårse h.) bezeichnet.

Mettes Familienname wurde  so wie gebräuchlich  niemals genannt. Dass sie eine Halvegge war, ist wahrscheinlich der Tatsache entnommen, dass Villum Sort 1488 und später in Sneslev auf dem Landgut von Jep Halvegge wohnte. Jep selbst wohnte dort übrigens 1499 auch noch, wahrscheinlich als Hochbetagter unter der Fürsorge seiner Tochter. Siehe oben (unter Namen und Wappen) die Diskussion über ihr Familienwappen.

Villum Sort hielt am 10-4-1488 (144) und 7-4-1502 (178) Sitzung im Gericht der Flakkebjerg Gau. Am 24-2-1489 (150) und 7-5-1508 (188) beglaubigte er Urkunden mit seinem Siegel. Er muss ca. 1510 verstorben sein.

Von Villum und Mette sind zwei Kinder bekannt: Hans Villumsen, der mit dem Hof in Lille Næstved belehnt wurde, und Karine Villumsdr. Die Letztgenannte heiratete Jens Jepsen Grubbe (Sparre) und bekam vier Kinder: Søren, Villum, Sophia und Anna Grubbe. Siehe über Villum Sort und seine Familie weiter: Helms, o.c., S. 424-7.

* * *

11

Das Geschlecht Væbner.

Die ältesten Generationen.

DAÅ (1946) beginnt das Geschlecht Væbner mit Peder Terkilsen zu Føvling, (Tyrsting h.) der sich 1489 durch sein Siegel als Mitglied dieses Geschlechtes darstellte (149), aber schon 1482 als Peder Terkilsen van Føvling vorkam (130, 131). DAÅ unterstellt, dass Peders Vater Terkil das Landgut Føvling als Hochzeitsgeschenk von dem Geschlecht Hval erwarb, das dort 1455 noch das Zepter schwang.

In Wirklichkeit müssen die Væbners damals schon länger in Føvling gelebt haben. Peder Terkilsen selbst bekam schon am 19-10-1458, als Belohnung für treue Dienste an Fürst und Vaterland, von König Christiern I. den Buskemark, ein Stück wüstes Land zu Føvling, in Eigentum (91, 107). Hier ging es offensichtlich um eine Gebietsausbreitung des Familiengutes. Terkel oder Torkil war ein selten vorkommender Name, der durch die Historiker als charakteristisch für das Geschlecht Væbner betrachtet wird (Barner, o.c. S. 15; PHT 1882, S. 53). Es kann dann auch wenig Zweifel darüber bestehen, dass Torkil Pedersen zu Føvling, der am 5-6-1432 den Hof Donnerup in Åle (Vrads h.) verkaufte (36, 176), der Vater von Peder Terkilsen war.

Torlof Jensen Hval, der 1455 „af Føgligh” genannt wurde (85), wurde rund dieser Zeit (144862) verschiedene Male, stets in Ålborg und der Vendsyssel, erwähnt. Das macht Føvling als Wohnort unwahrscheinlich. Dass er 1455 einmal im Gericht von dem Vrads Gau auftrat, und damals Føvling als Residenz angab, muss eine einmalige Angelegenheit gewesen sein.

Terkil Pedersen wurde noch 1453 genannt (79). Es betraf Höfe in Ring und Brædstrup, die seine Vorväter an das Vorkloster gegeben hatten, die er selber jedoch nun vom Kloster in Pacht inne hatte. Dieses bringt uns auf direktem Wege zu einer Urkunde von 1344 (2), worin ein Terkil Pedersen die bezeichneten Güter an das Kloster übertrug. Dieser Terkil (I) muss also wohl der Großvater des erst genannten Terkil (II) gewesen sein. Brædstrup, Ring und Føvling, und das direkt zu benennende Grædstrup, sind nahe beieinander liegende Orte in der Tyrsting Gau.

Wir begegnen dem ältesten Terkil noch einige Male: Von 1346 datiert ein Pfandbrief von Terkil Pedersen zu Grædstrup an das Ømkloster (Tyrsting h.), einen Hof in Øster Snede (Nørvang h.) betreffend (6). 1376 übertrug Terkil Pedersen ein Stückchen Land in Skærup, (Holmans h.) (DAÅ 1946 zufolge; die Quelle selbst habe ich nicht gefunden), und am 23-9-1391 war Sprache von der Verteilung seiner Hinterlassenschaft, zwischen seiner Witwe Elysabet (wiederverheiratet mit Wythy Wythys) und den nicht mit Namen erwähnten Kindern (15).

Ein Rätsel gibt uns ein Jens Henriksen von „Feulingh” auf, der 1439 Güter in Ring und Brædstrup vom Vorkloster in Pacht hatte (46) und 1449 einen Hof in Langballe (Vinding s. Tyrsting h.) übernahm (73), mit dem später, 1470, Peder Terkilsen zu tun hatte (110). 1453 war die Rede von Jens Henriksens Erben (80). In dem Index von ÆDA (o.c., bd. I) wird Jens Henriksen zum Geschlecht Væbner gerechnet. Weitere Untersuchungen liefern lediglich einen Jens Henriksen „af Føllingæ”, der in der Periode 143047 zu Halmstad (Halland) und Umgebung aktiv war, wo durch suggeriert wird, dass er in dem in der Nähe liegenden Fyllinge (Tøndersjø h.) ansässig war (32, 53, 55, 60). Ich lasse diese Frage weiter außer Betracht.

* *

Peder Terkilsen.

Peder war ein Mann von hohem Ansehen. Viele Male trat er als Gerichtsmitglied auf: 1474 (115), 1488 (146, 147), 1489 (149, 151), 1494 (167), 1497 (171). Er wurde meistens als „von Føvling”, angedeutet, doch er besaß auch viele anderen Güter. Es ist nicht unmöglich, dass er diesen Wohlstand der Königlichen Gunst verdankte, wo von wir oben schon eine Aüßerung sahen. Woraus die, offenbar schon im jugendlichen Alter erbrachten Verdienste an Fürst und Vaterland bestanden, ist leider unbekannt. Doch werden sie wohl von militärischer Art gewesen sein.

1466 erklärte er mit den Kempisgård und Kempislund, Klostergütern vom Mariagerkloster (Onsild h.), belehnt zu sein (102), und zwei, von 1482 stammende Urkunden sagen aus, dass er von Peder Madsen einen Hof in Stenderup (Hatting h.) übernommen hatte. Es ist nicht deutlich, ob die Urkunden auf denselben Hof, oder verschiedene Bezug nehmen (130, 131). Am 6-3-1491 wurde eine Erklärung abgegeben über Grenzfragen betreffs Peders Hof in Barrit (Bjerre h.), bewohnt von Søren Madsen (156).

Ein Anders Skrædder, Diener zu Føvling, gehörte am 5-6-1470 dem Gerichte des Tyrsting Gaus an (108) und bekam am 2-3-1472 eine Zeugenerklärung vom Gericht des Vrads Gaus (112). Sogar Peders Bedienstete waren offenbar nicht einfach nur die Erstbesten!

Peder Terkilsen (149,152)

Am 3-6-1490 wurde Peder Terkilsen durch Thomas Krabbe von der Herpinggård (Vandfuld h.) ermächtigt, dessen Belange wahr zu nehmen (153). Und am 19-5-1490 trat er, im Namen der Erben von Owe Skale zu Ørum (Bjerre h.), bezüglich ihrer Rechte betreffs Güter in Løsning (Hatting h.) und Stubberup (Hatting h.), auf (152). 1491 schloss er mit dem Vorkloster (Tyrsting h.) eine Übereinkunft, über die Entrichtung in Natura von Zinsen, die das Kloster ihm schuldete (159). Von 1496 datiert ein Sühnebrief auf seinen Namen, wahrscheinlich über Grenzfragen in der Tyrsting Gau (169). Und 1504 übertrug er ein Gut in Grættrup an das Vorkloster (Nørre Snede s., Vrads h.) (181).

In einer Urkunde vom 30-3-1549 (260) ist die Rede von einem Eigentumsbrief von 1502, wobei Peder Terkilsen den Ørum-Wald erwarb. 1512 war der Wald im Besitz von Anne Owesdr. Hiermit mussten die Rechte von Peders Sohn Svend auf den Wald bestätigt werden. Unter Vorbehalt ziehen wir den Schluss, dass Anne, Tochter von Owe Skale, in der Tat Peders Witwe war, so wie im DAÅ (1946) behauptet wird.

Während Peder also offenbar 1502 noch lebte, war 1503 nur noch Rede von seinen Erben (180), ebenso 1506 (185).

Am 4-2-1510 fand eine Trennung seiner Hinterlassenschaft statt (191). Der Anteil seines Sohnes Owe Pedersen wurde vom gemeinsamen Erbe der anderen sechs Kindern Gerlof, Terkil, Svend, Karine (… Claus Strangesen), Kirstin und Anne getrennt. Der Anteil von Owe umfasste den Søndergård zu Føvling, vier Höfe in Bredlund (Vrads h.) und ein Haus in Grædstrup (Tyrsting h.). Der Grund dieser Trennung ist undeutlich. Die Mutter Anne Skale lebte noch; sie lebte 1525 auch noch (214).

* *

Peders Kinder.

Von den sieben Kindern, die bei der Trennung von Peder Terkilsens Hinterlassenschaft mit einbezogen waren, finden wir nur Terkil und Svend in belangreichem Maße wieder. Von Gerlof vernehmen wir gar nichts mehr. Er wurde bei der Vermögenstrennung als Meister Gerlof bezeichnet.

1503 wurden die nicht mit Namen genannten Erben von Peder Terkilsen, in dem Besitz vom Høvelskjerberg und Høvelskjerfang, aus der Hinterlassenschaft von Owe Skale bestätigt (180). Zu diesem Waldgebiet gehörte auch der Toltingkrogt, aber zwei Stücke Land, auf der Hyrup Lysse, waren nachdrücklich davon ausgeschlossen. Owe Skale hatte diesen Besitz 1468 durch Verjährung erworben (105). Eine Vorladung durch die Erben gegenüber Mandrup Holk vom 2-3-1506 (185) und ein Zeugnis zu Gunsten von Terkil Pedersen vom 29-6-1510 (192), weisen auf andauernde Grenzprobleme um diesen Besitz hin. Siehe auch hiernach bei Svend Pedersen.

Der Sohn Owe wurde nur einige Male (1533, 1542), in der Frage um den Toltingkrogt, genannt (siehe unter Svend).

Kirstin kommt noch einmal in einer Urkunde vom 26-7-1529 (226) vor. Daraus geht hervor, dass sie sich einige Male vor dem Gericht des Hatting Gaus durch Søren Andersen zu Hyrup (Bjerre h.) hatte vertreten lassen. Sie wohnte selbst in Ørum (Bjerre h.).

Karine Pedersdr. (191) Terkil (III) Pedersen (191) Kirstin Pedersdr. (191) Svend Pedersen (194)

Anna soll, DAÅ (1946) zufolge, einen Sohn Peder Madsen zu Fovrfelt (Skast h.) gehabt haben, und muss also mit einem Mads verheiratet gewesen sein. Die Quelle hierzu habe ich nicht gefunden

Karine verkaufte am 9-2-1513 eine Rente aus einer Hinterlassenschaft ihres Mannes Claus Strangesen (Bild) (194). Dieser musste also zwischen 1510 und 1513 gestorben sein. Ihr Bruder Svend war Vormund der Kinder. Mit Urkunde vom 6-4-1522 verkaufte Karine, zu Nørholm (Ø. Horne h.) verschiedene Güter an Mogen Gøye. Das betraf einen Hof in Søndervrå, zwei in Stenvad, einen in Em, und zwei in Vollerup, alle in der nächsten Umgebung von Vrå (Børglum h.), und zusammen als die Torbernefeldsgüter bezeichnet (204). Am 23-11-1524 fand zwischen Karine und ihren Söhnen Niels und Torkil Clausen und weiteren (minderjährigen) Kindern einerseits und der Krone andererseits, ein Gütertausch statt. Es betraf Güter in der Umgebung von Nørholm (Ø. Horne h.) (207).

* *

Terkil (III) Pedersen und seine Kinder.

Von Terkil Pedersen war, mit der Frage um die Toltingkrogt beginnend, ein halbes Jahrhundert Rede. (Siehe oben und bei Svend Pedersen hiernach.)

In einem Schiedsurteil vom 30-10-1527 wurde bestimmt, dass u.a. Terkil Pedersen zu Føvling von einem Weg über Privatgelände bei Trudsholm (Gerlev h.) Gebrauch machen durfte (223). 1532 war er selber drei Mal Mitglied eines Schiedsgerichtes, davon zwei Mal zusammen mit seinem Bruder Svend (234, 235, 236).

In einer Sentenz von 1537 wurden seine Ansprüche auf den Hof Kalstrup, (Staby s., Ulfborg h.), den er 29 Jahre zuvor gekauft hatte, als berechtigt befunden (nach Trap, o.c. bd. 22: Staby s.; Quelle unbekannt).

In seiner eigenen Umgebung, in Føvling Mark, hatte er ein Stück Weideland von der Kirche in Pacht. Es wurde ihm am 13-6-1542 jedoch als Eigentum übertragen (246). Und am 4-3-1546 übertrug er Güter zu Tulstrup, Sorring und Skellerup (alle in Gjern h.) an die Krone, im Tausch für Güter in der Tyrsting Gau (255).

Am 23-10-1553 wurde Terkil Pedersen zu Føvling, durch Aussprache des königlichen Gerichtes, ein Stück Land in Hårup (Føvling s., Tyrsting h.) zugewiesen, dass durch Lage Brock zu Unrecht gefordert und in Gebrauch genommen war (262, 263).

Die Krone lieh am 30-8-1563 von Terkil, eine Summe von 160 Lot Silber, wofür dieser die Zehnten des Kirchspiels Føvling empfing (281).

Dieses war das letzte Mal, dass Terkil sich im Leben manifestierte. Ein Jahr später, am 9-8-1564, kaufte Seine Witwe, Brigitte Josipsdr. Rekhals, von der Krone eine Anzahl Zinsen aus allerlei Gütern (283). DAÅ (1946) zufolge, lebte Brigitte 1567 noch. Ebenso DAÅ zufolge, muss Terkil nicht nur in Føvling, sondern auch in Søndervang (Hind h.), Søndersthoved (Nørvang h.) und Abildgård (Tørrild h.) gelebt haben. Die Quelle dieser Information ist mir unbekannt, ich zweifle an der Richtigkeit.

Terkils einzigen Sohn Peder finde ich das erste Mal in einem familiären Brief von Karen Gyldenstierne zu Bygholm (Hatting h.) an Peder Terkilsen (319)Birgitte Bølle zu Gunderslevholm (Flakkebjerg h. Seeland) vom 3-10-1574,

worin die letzten Neuigkeiten erzählt wurden. Dabei ging es auch um die bevorstehende Hochzeit von Peder Terkilsen mit Else Juul (301). Trap (o.c. bd. 21: Brande s.) zufolge erwarb Peder durch diese Heirat den Hof Brandholm (Brande s., Nørvang h.), der später an seinen Neffen Claus Strangesen (†1596) vererbt wurde.

Eine Urkunde vom 28-12-1579 bestätigte seinen Anspruch auf die Zehnten des Føvling Kirchspiels, die sein Vater 1563 erworben hatte (281, 318).

Bei der Huldigung von Kronprinz Christiern IV. durch die Edelleute, am13-7-1580, war Peder einer der Teilnehmer (319). Ein Jahr später, am 15-7-1581, stand sein Name in einem Aufruf, mit dem König Frederik II. seine Edelleute mobilisierte (320).

In einem Brief des Königs, vom 13-9-1583, an den Bischof von Århus, bekam letzterer den Auftrag, bei der Wahl eines Priesters im Føvling Kirchspiel, den Vorzug von Peder Terkilsen zu befolgen, weil der als größte Autorität des Kirchspiels erachtet wurde (325).

DAÅ (1946) zufolge, ist Peder am 15-8-1587 als letzter Mann seines Geschlechtes beerdigt worden.

In einer Nachlasstrennung vom 1-2-1589 von Axel Juell und Kirsten Lunge, wurde ihre Tochter als Ellitse Juell auf Væbnerholm, Peder Terkilsens Witwe bezeichnet (331). DAÅ (1946) zufolge, war Ellitse am 22-6-1550 zu Villestrup (Hindsted h.) geboren. Wir finden sie auch noch in einer königlichen Einladung vom 28-11-1592 zu einem Fest, das zur Gelegenheit der Hochzeit von Hofmarschall Predbiørn Bild gegeben werden sollte (337), und in einem Brief vom 10-12-1592, worin alle Edelleute von Nord-Jütland aufgefordert wurden, ihren Beitrag für die Errichtung eines Gerichtsgebäudes in Viborg zu leisten. Ellitse Juell von Væbnerholm war gut für 5 dlr. (338). 1610 wurden ihre Ansprüche auf den oben bereits genannten Hof Kalstrup anerkannt, nachdem sie ein Jahr zuvor die darauf lastende Schuld getilgt hatte (Trap zufolge, wie zuvor).

Es ist auffallend, dass wir dem Namen Væbnerholm, für das Gut in Føvling, erst kurz nach dem Tod des letzten männlichen Væbner erstmals begegnen. Das kann wohl kein Zufall sein: Vielleicht hat hier eine nachdrückliche Namensgebung statt gefunden, mit dem Ziel das Geschlecht in der Erinnerung fortbestehen zu lassen.

Peders Schwester Maren Terkilsdr. kennen wir lediglich von ihrem Grabstein in der Kirche zu Stadil (Hind h.), leider mit unlesbarem Sterbedatum. Ihr Mann war Erik Vognsen zu Søndervang (Hind h.) (369). Eine falsche Interpretation der Wappen auf diesem Grabstein muss dazu geführt haben, dass einige Wappenbücher das Geschlecht Vognsen mit dem Væbner-Wappen schmücken. Ungezweifelt hängt damit auch zusammen, dass DAÅ (1946) Peder eine Schwester Edel zugedichtet hat. Nett ist das Zitat aus einem Wappenbuch, das DAÅ als (einzige) Quelle angibt: Ihren Namen und ihr Wappen habe ich, bei Bauernleuten in Holmsland, eine Meile von Søndervang entfernt, auf einem Tuch eingenäht gesehen. In Wirklichkeit ging es um Marens Tochter, Edel Vognsen. Diese traute mit Godske Krabbe, und so kam Væbnerholm in den Besitz der Familie Krabbe (357, 361) (Siehe PHT, 1882, S. 52). Das Landgut besteht noch immer und heißt nun Våbensholm.

Das Landgut Søndervang ist, Trap (o.c. bd. 22: Stadil s.) zufolge, von Josip Rekhals via Terkil Pedersen an Erik Vognsen vererbt.

Peders andere Schwester Inger Terkilsdr., Witwe von Envold Lauritsen Udsen zu Søndersthoved (Nørvang h.), finden wir am 10-7-1578 (314) und 23-9-1578 (316) in Verband mit einem Besitztausch. Am 4-7-1582 bekam sie Zustimmung um die Kornzehnten des Give-Kirchspieles (Nørvang h.) in Geld, anstatt in Natura zu bezahlen (321).

Es hat vielleicht noch eine dritte Schwester gegeben: Christence. Im Inger Terkilsdr. (316) Folgenden komme ich darauf zurück.

* *

Svend Pedersen und seine Kinder.

Svend Pedersen kam, nach der Trennung der Erbmasse von 1510, das erste Mal sichtbar in die Öffentlichkeit, als er am 9-2-1513 als Vormund der Kinder seiner Schwester Karine genannt wird (194). 1525 wurde er, mit seiner Mutter, durch den Bischof von Århus mit einem Hof in Ørum belehnt (Bjerre h.) (214).

Am 20-5-1527 übertrug er Land in Daugårds Mark (Hatting h.) an Mogens Gøye (220). 1532 wird er zwei Mal erwähnt als Mitglied eines Schiedsgerichts, zusammen mit seinem Bruder Terkil (235, 236). 1545 war er, zusammen mit Hans Stygge,

Svend Pedersen (194) Id. (259)

Amtmann zu Silkeborg, Zeuge in einem Eigentumsstreit zwischen Dritten (254).

Am 30-3-1549 bewies Svend Pedersen zu Ørum vor dem Landesgericht zu Viborg, in einem Streit mit dem St. Hans-klooster zu Horsens, mit Hilfe der Erwerbsbriefe seiner Eltern, seine Rechte an dem Ørum-Wald (260). Ein königlicher Lehnsbrief vom 1-11-1558 über Güter in Boldrup (Gislum h.) und Torup Mark (Rinds h.) für Hans Stygge, Amtmann zu Dronningborg, nennt Svend Pedersen als den vorigen Lehnsinhaber. (269)

Am 15-9-1533 urteilte ein bischöfliches Gericht, über einen Streit zwischen Svend Pedersen zu Ørum und Mandrup Holk zu Barritskov, wegen der Eigentumsgrenzen in der Hyrup Lysse. Svend hatte einen Knecht von Mandrup, tätig einen Baum auf umstrittenem Gebiet zu fällen, totgeschlagen. Das Gericht urteilte, dass der Baum auf dem Gebiet vom Toltinggård stand, der Mandrup Holk gehörte. (237)

Zu dem Gericht gehörte auch Otto Gyldenstjerne, Amtmann des königlichen Schlosses Bygholm, der offensichtlich die Niederlage von Svend angriff, um im selben Jahr ein Urteil zu erwirken, das besagte, der Wald Toltingkrogt mache Teil von den zwei abgesonderten Stücken Land aus (siehe oben), und gehöre demnach zur Krone. Neun Jahre später wurde dies berichtigt. Svend, Terkil und Owe Pedersen beschuldigten Otto Gyldenstjerne, dass er den Toltingkrogt in der Hyrup Lysse unbefugt hatte fällen lassen und am 18-6-1542 bekamen sie vom königlichen Gericht Recht (248).

Damit war der Zwist noch nicht beendet. Am 15-1-1558 reichte Peter Skriver, namens Svend Pedersen, Klage über unrechtmäßigen Gebrauch von Land in der Hyrup Lysse (267) ein und am 12-2-1560 luden Svend und Terkil Pedersen einige Grundbesitzer, wegen unrechtmäßiger Grenzmarkierung auf ihrem Gebiet, vor das Gericht (272). Bei der ausführlichen Gerichtsverhandlung, am 27-4-1560 vor dem Landesgericht zu Viborg, wurde deutlich, dass es einen königlichen Brief vom 19-2-1526 (217) gab, der angab, dass in Erwartung einer definitiven Grenzbestimmung, das Setzen von Grenzmarkierungen verboten sei.

Die definitive Grenzbestimmung war niemals zu Stande gekommen, weil der Eigentumsbrief abhanden gekommen war. Auch nun war der Eigentumsbrief noch nicht aufgetaucht, sodass das Gericht nichts anderes tun konnte, als auf Grund des königlichen Briefes das Setzen der Grenzmarken als ungesetzlich zu erklären (273). Kurze Zeit später, am 21-6-1560, wurde einer der Betroffenen noch einmal, aus unbekannten Gründen, gesondert vor das Gericht zitiert (274).

Offenbar wollten die Behörden nun doch einen Strich unter die Angelegenheit setzen. Der Toltingkrogt wurde der Krone zugewiesen und Svend und Terkil Pedersen mussten eine Vergütung für den gemachten Gebrauch des Landes zahlen. Hierüber trafen sie mit Holger Rosenkrantz, dem neuen Amtmann vom Schloss Bygholm, ein Abkommen, das am 4-7-1561 durch den König bestätigt wurde (275).

DAÅ (1946) zufolge, war Svend verheiratet mit Mette Glob, Tochter von Mogens Pedersen Glob auf dem Vesløsgård (Han h.) und Kirsten Friis, die 1567 noch lebte. Die Quelle hierfür habe ich nicht gefunden.

Sein Sohn Peder Svendsen vertrat 1560 seinen Onkel Terkil vor dem Landesgericht von Nord-Jütland (273, 274). Durch königlichen Brief vom 5-7-1561 wurde er angewiesen als Mitglied einer Schiedskommission, die am 15-9-1561 in Ribe zusammen kommen sollte, hinsichtlich einEigentumskonflikt in Rødding (Frøs h.) (276). Am 30-8-1563 lieh Peder der Krone einen Betrag von 132 Lot Silber, wofür er die Zehnten vom Hedensted Kirchspiel (Hatting h.) empfing (282). Er fiel in der Schlacht bei Svarterå, am 20-10-1565 (287).

Am 9-9-1589 bekam der königliche Rentmeister den Auftrag, 80 Taler an Jens Mogensen auszubezahlen, Geld, das sein Vater (Mogens Mogensen Harbou) und Onkel (Mutters Bruder Peder Svendsen) für den Krieg an König Frederik II. verliehen hatten (332). Dies stimmt mit der Mitteilung im DAÅ (1946) überein, dass eine Schwester Kirsten Svendsdr. mit Mogens Mogensen Harbou auf dem Sindinggård (Hammerum h.) verheiratet war. Trap (o.c. bd. 21: Ørum s.) zufolge ist der Ørumgård über diesen Weg in den Besitz der Familie Harbou und später der Familie Bille gekommen.

Kirsten, Witwe von Mogens Mogensen, wurde am 11-6-1572 durch Anne Lykke, Witwe von Otte Krumpen, vor dem Königlichen Gericht zu Kopenhagen angeklagt, weil sie auf Annes Land Heu hatte machen lassen. Die Klage wurde an das Landesgericht in Viborg verwiesen (296). Ein Jahr später, am 21-5-1573, zitierte Kirsten ihrerseits Anne Lykke vor das Gericht in Dronningborg, in einem Konflikt über den Besitz von wahrscheinlich demselben Land, in Randrup (Middelsom h.) (298).

Der bereits einige Male genannte Hans Stygge auf der Holbækgård (Rovgsø h.) war mit einer Christence († 1556) verheiratet, die, ihres Grabsteines in Holbæk zufolge, das Væbner-Wappen führte (264). DAÅ (1946) betrachtet diese Christence als eine zweite Schwester von Peder Svendsen, und sagt weiterhin, dass Hans Stygge am 31-10-1568 verstorben ist. Daneben kennt DAÅ eine Christence Terkilsdr. Væbner, verheiratet mit Thomas Stygge zu Frøstrup (V. Han h.) ebenso Drost von Dronningborg, verstorben 1577 und beerdigt in Lunde. DAÅ zufolge (1921: Stygge) waren Hans und Thomas Großneffen derselben Generation, Urenkel desselben Urgroßvaters, war zu gleicher Zeit (ca. 1551) der Eine Hauptmann (høvedsmand), der Andere Drost (foged) von Dronningborg, der Erste mit Christence Svensdr. verheiratet, der Zweite mit Christence Pedersdr. (!) Væbner. Barner (o.c. S. 238) zufolge war da hingegen Hans Stygge eine Generation älter als Thomas, heiratete der Erste Christence Svendsdr., und der Andere Christence Terkilsdr. Væbner.

Da es auch unwahrscheinlich ist, dass Svend zwei unterschiedliche Töchter Kirsten und Christence hatte  Namen die wesentlich identisch sind  kann ich mich des Eindruckes nicht erwehren, dass es hier Personenverwechslungen gegeben hat, wobei vielleicht der Schreibfehler eines bestimmten Autors später von anderen Schreibern übernommen wurde. Mangels wei t erer authentischer Informationen, beschränke ich mich (im Hans Stygge und Christence auf ihrem Grabstein Schema) vorläufig auf das, was durch den Grabstein zu Holbæk bestätigt wird.

* * *

Generation:

1290

(Peder)

1320Terkil Pedersen (I)

te Gestrup £ 1344-76 enke £ 1391

1355(Peder)

1390Terkil Pedersen (II)

i Føvling £ 1432-53

1425Peder Terkilsen

i Føvling £ 1458-1502

1502/03

… Anna Skale

£ -1525; dr. af Owe Skale

1460-80 Owe Gerlofi Føvling £ 1510 £ 1510-42

Terkil SvendKarineKerstineAnnei Føvling i Ørum i Nørholm i Ørum £ 1510-63 £ 1510-61 £ 1510-24 £ 1510-29 Mads ?

1563/64……

…Mette Glob Clavs StrangesenBrigitte dr. af MogensBild £ -1567 Pedersen Glob 1510/13

dr. af Josipog Kirsten Friis

Rekhals

?

ChristenceIngerMaren¬ Holbæk 1556 £ 1578-82 (enke) ¬ Stadil … …… Hans Stygge Envold LavritsenErik Vognsen Foged iUdsen i Søndervang Dronningborgi Søndersthoved ¬ Holbæk31-10-1568

Peder Peder Kirsteni Føvling £ 1561-65 £ 1574-87SvarteråMogens Mogensen1574 20-10-1565 Harbou Ellitze Juel i Sindinggård i Væbnerholm (1592) * Villestrup 22-6-1550

dr. af Axel Juel og Kirsten Lunge

Amager

Das jüngere Geschlecht Halvegge.

Die Herkunft.

DAÅ (1946) zufolge, war Jens Olafs von seiner Herkunft ein Væbner, jedoch entschied er (oder seine Nachkommen) sich aus irgendwelchen Gründen den Namen seiner Mutter (Halvegge) zu führen. Diese Auffassung, die zweifelsfrei auf der Überlegung basiert, dass Jens das Geschlechtswappen der Væbners führte, erscheint mir keineswegs als selbstverständlich und ist eine Diskussion wert, zumal wir nun gesehen haben, dass die Betroffenen konsequent ein Distinctivum in ihrem Wappen angebracht haben, um sich nachdrücklich von der Væbner-Familie zu unterscheiden.

Theoretisch gibt es vier Möglichkeiten:

a.
(gemäß DAÅ:) Sein Vater (Olaf) war ein „Væbner”, seine Mutter eine Halvegge. Der Strick im Wappen diente dann als „Bruch”, ein Zeichen zur Unterscheidung von einem jüngeren, oder sogar Bastard-Zweig. Man kann sich leicht soziale Umstände vorstellen, wodurch er in der Praxis als Mitglied des Geschlechtes seiner Mutter betrachtet wurde: Außerehelich geboren, oder ein Nachkömmling der seinen Vater nicht mehr gekannt hat, oder ein Familienstreit. Und dazu die natürliche Barriere zwischen Jütland und Seeland. Er selbst in höherem Alter, oder seine Nachkommen, wollten dies dann, durch den Bruch im Wappen und der Wahl des Namens, unterstreichen (die Væbner-Familie hatte ja doch, aller Wahrscheinlichkeit nach  jedenfalls vor 1526  überhaupt keinen Geschlechtsnamen!).

b.
Sein Vater war einfach ein Halvegge, Seine Mutter eine „Væbner”. Die Wappen wurden erst festgestellt, als die beiden Zweige Halvegge schon auseinander gewachsen waren. Als man vor dem Problem stand ein Familienwappen zu wählen, um Briefe siegeln zu können, wählte der eine Zweig (Jep Andersen, ältestes bekanntes Siegel 1387 (13)) einen Rebus: zwei Keile, der andere Zweig (Jens Olafs, ältestes bekanntes Siegel 1429 (29)) eine Variante des Wappens der Mutter.

c.
Sein Vater war ein Halvegge, und es gab kein Band mit dem Væbner-Geschlecht. In den Niederlanden gibt es sicher ein Dutzend Familien mit demselben Wappen (der bewappnete Arm) ohne jede Beziehung zueinander. Diese Wappenfigur wurde also anscheinend wohl noch einfach spontan bedacht und so konnte ein Geschlecht in Jütland, sowie eines in Seeland unbewusst dasselbe Wappen wählen. Als dies bemerkt wurde musste das Distinctivum angebracht werden.

d.
Sein Vater war ein „Væbner” und es bestand keine Verbindung mit dem Geschlecht Halvegge. Dann hätten die Nachkommen von Jens Olafs (von 1463 an) wissend und willentlich den Namen eines bestehenden Geschlechtes, aus ihrer eigenen Heimatumgebung angenommen, ohne sich auf ein Familienband berufen zu können. Das erscheint mir als sehr unwahrscheinlich. Ich weise darauf hin, dass Nachkommen von Jens Olafs und Mitglieder des alten Halvegge-Stammes manchmal zusammen in ein und derselben Urkunde vorkommen (113, 123, 140, 150).

Davon ausgehend, dass die einfachste Lösung die am meisten wahrscheinliche ist, erachte ich die Reihenfolge von Wahrscheinlichkeit: c - b -a, sodass ich annehme, dass Olaf ein Halvegge war, dahingestellt lassend ob seine Frau vielleicht eine „Væbner” war.

Die Weise, auf die Olaf mit der Familie Halvegge verbunden war, ist dann sehr offensichtlich, wenn man auf die Namensgebung seiner Enkel achtet. Jens Olafs hatte vier Söhne (in unbekannter Folge): Anders, Olaf, Awe en Peter. Für ihre Benennung kamen in erster Linie die beiden Großväter in Frage: Olaf und Awe Steegh. Die übrig bleibenden Namen, Anders und Peter, müssen der vorangegangenen Generation entlehnt sein. Unten stehende Ahnentafel führt dann zur Unterstellung, dass entweder Olafs Vater oder sein Schwiegervater Anders geheißen hat. Im Licht der vorher gegangenen Betrachtung drängt sich dann direkt Anders, der Vater von Jep Halvegge, unserer Aufmerksamkeit auf, wonach dann das Ganze wie ein Puzzle zusammen passt.

Diese Erwägung der Wahrscheinlichkeit liefert keinen direkten Beweis von Olafs Abstammung. Eines ist allerdings deutlich: Die Gewohnheit in der Literatur, Olafs Nachkommen mit dem Namen Væbner anzudeuten, ist jedenfalls fehl am Platz. Selbst wenn die Möglichkeit (a) die Wahrheit sein sollte, gäbe es zu bedenken, dass Olaf im 14. Jahrhundert lebte, während der Name Væbner  wenn überhaupt je gebraucht  frühestens im 16. Jahrhundert, in einem anderen Familienstamm entstanden ist, lange nachdem Olafs Nachkommen sich selber den Namen Halvegge angeeignet hatten.

(Die dünnen Linien mit Pfeil zeigen die Benennung nach den Vorvätern.)

* *

Jens Olafs.

In den Urkunden kommt Jens Olafs, oder Joannes Olaui, das erste Mal am 29-4-1416 vor. Er hatte damals Sitzung im Landesgericht von Seeland und wurde zum „provisor claustri sanctimonialium in Gabenø”, Verwalter des Nonnenklosters in Gavnø, ernannt (22). Das 1403 gestiftete Dominikanerkloster zu Gavnø (Vejlø s., Hammer h.) war ein bischöfliches Lehen. Der damit belehnte Verwalter zog das Einkommen daraus, war aber auch für den Lebensunterhalt der Nonnen verantwortlich (Trap, o.c. bd. 9: Vejlø s.). Wahrscheinlich war Jens Olafs der erste Lehnsmann.

Danach finden wir ihn nur noch in seiner Eigenschaft als Schwiegersohn von Kirstine Pedersdr., Witwe von Awe Steegh wieder. Diese Witwe hatte drei Kinder: den Priester Peter Steegh und Töchter Mette (… Conrad

Jens Olafs Halvegge (29)

Massow) und Helena (… Jens Olafs). Sie traten häufig zusammen, als Erben von Awe Steegh auf.

Am 18-5-1429 verkauften sie einen Hof zu Køge an König Erik (29). Das Stadtgericht von Køge bestätigte dieses am 28-7-1429 (30).

Peter Steegh, Kanonikus in Roskilde, machte am 15-7-1421 sein Testament (27). Daraus geht hervor, dass er mit seiner Mutter zusammen, in der Mariakapelle der Domkirche von Roskilde, einen Altar gestiftet hatte. Der Altar sollte dem Apostel Bartholomeus geweiht werden. Seine Besitzungen vermachte er, abgesehen von einigen Legaten, insgesamt diesem Altar. Da Conrad Massow wohl, Jens Olafs jedoch nicht genannt wird, entsteht der Eindruck, dass Helena zu diesem Zeitpunkt nicht verheiratet war.

Peter überlebte offenbar seine Krankheit von 1421 zehn Jahre. Am 17-7-1431 war das Testament noch immer nicht in Kraft getreten. An diesem Datum stifteten sie eine „ewige Vikarie”, in Verbindung mit demselben Altar, und schenkten zu diesem Zweck die Güter, die Awe Steegh ihnen hinterlassen hatte. Die Vikare sollten, auf Empfehlung von der Familie, durch das Kapitel angestellt werden. Der erste war der Priester Jakob Hemmings. Helena war in dieser Urkunde die Witwe von Jens Olafs (34). Jens muss also zwischen Juli 1429 und Juli 1431 verstorben sein.

Peter Steegh ist zufolge des „Liber Daticus Roskildensis” am 19-7-1431 gestorben (35), seine Mutter am 14-3-1433 (37). In der „anniversarieliste” von 1458, 1459 en 1461 des Kapitels kommen Posten zu je 2 sol. gros. auf Name von Peter Steegh und Christine Steegh vor (93, 95, 98).

Oben stehende Betrachtung ist keineswegs überzeugend. Der plötzliche Sprung vom 15-7-1421 nach 17-7-1431 ist verdächtig. In der gedruckten Version des Liber Daticus (35) steht als Sterbedatum: „19.VII.1421 (rettere 1431)”. Der Hinweis, dass Helena Steegh 1421 nicht verheiratet war, hatte, angesichts des Alters seiner Kinder, eine frühere Vermählung von Jens Olafs nötig gemacht.

Dies alles macht glaubhaft, dass, wie das Liber Daticus, so auch das Testament eine falsche Jahreszahl benennt und dass sich alles im Juli 1431 abgespielt hat. Beide Quellen stammen aus derselben Zeit, so wie demselben Kreis (dem Kapitel von Roskilde) und sind möglicherweise in der ersten Version durch dieselbe Hand geschrieben worden.

Jakob Hemmings wurde 1441 noch als Vikar bezeichnet. Damals belehnte er Jep Halvegge (vom alten Stamm!) mit einem der Höfe, die das Kapital der Vikarie ausmachten (48).

Den Priester Jakob Hemmings streifend, fragen wir uns, wer die Witwe Birgit Hemmingsdr., Witwe von Grib Jensen (Jernskæg) von Bråde, war, die am 23-6-1482 ihren Hof in Skippinge (Vallekilde s. Skippinge h.) verkaufte und mit dem bewaffneten Arm (mit Strick !) siegelte (126). Es ist also wahrscheinlich, dass auch Jakob Hemmings zu dieser Familie gehörte und dass die Vikarie wirklich den Zweck hatte Priestern, in der eigenen Familie, ein Einkommen zu beschaffen, eine nicht ungebräuchliche Situation. Grib Jensen war bereits 1436 Lehnsmann von Bråde (jetzt Holsteinborg, Flakkebjerg h.) und auch Jens Olafs Sohn Peter wohnte zu Bråde und zu Vallekilde, was ebenso auf eine Familienbeziehung hinweist (Trap, o.c. bd. 8: Holsteinborg s.).

Birgit Hemmingsdr. (126)

Am 8-6-1435 gab der Bischof von Roskilde bekannt, dass die Weihe des Altars, die bis dahin am dritten Sonntag nach Pfingsten gefeiert wurde, zukünftig an dem Sonntag nach dem 9 Juli gefeiert werden sollte. Für das Jahr bedeutete dies also eine Verschiebung vom 26 Juni auf den 15 Juli (38). Einige Wochen später, am 22-7-1435, bestätigte der Bischof noch einmal sein Einverständnis mit der Vikarie und den diesbezüglichen Bedingungen (39).

Erst 1456 wurde der Bartholomeus-Altar wieder erwähnt. In einer päpstlichen Urkunde vom 28-9-1456 wird Olaf Jensen (Halvegge), Kanonikus zu Roskilde, als Vikar des Altars genannt. Er tauschte ihn damals mit Joachim Grubbe, der also danach der Vikar war (88). Darauf kommen wir bei Olaf Jensen näher zurück. Ein halbes Jahrhundert später, 1506, zeigte sich, dass der Altar in der Familie noch stets eine Rolle spielte (184).

Als zur Zeit der Reformation, 1536, die Domkirche in Lutherische Hände überging, wurde die Vikarie aufgehoben, die dazu gehörenden Güter und Fonds an die Erben der Stifter zurückgegeben. Die Mariakapelle, 1310 erbaut, wurde 1774 abgebrochen, um Platz für eine noch größere Kapelle, mit dem Grab von König Frederik V., zu machen. Die Ornamente der alten Kapelle und also wahrscheinlich auch des Bartholomeus-Altars, wurden auf einer großen Versteigerung für Kirchengüter 1806 veräußert.

Die Mariakapelle, als Ausbau mitten an der Südseite der Kirche gelegen, war 10 m lang und 8,5 m breit, die Seitenwände 7,8 m hoch (vom Kirchboden ab gemessen). Der Boden der Kapelle da hingegen war erhöht und wurde über sechs Stufen vom Schiff aus, durch eine 2,8 m breite Pforte mit Arkade erreicht. Die Kirche war mit einem bemalten Gewölbe überdacht. (Danmarks Kirker, IV. 3, S. 231-233.)

Bis ins 17. Jahrhundert waren Nachkommen Vikare in der Domkirche zu Roskilde, oder hatten auf andere Weise ein starkes Band mit dieser Kirche. Ich komme später darauf zurück.

* *

Anders Jensen.

Anders Jensen zu Havelse, (Ølsted s., Strø h.) kommt zum ersten Mal in einer Akte vom 17-6-1431 vor (33). Darin genehmigte der Bischof von Roskilde die Rechenschaft, die Anders über die Verwaltung des bischöflichen Selsø-gård (Horns h.) abgelegt hatte.

Am 21-5-1436 wurde er durch Priorin und Konvent des St. Agnes-Klosters zu Roskilde zum Verwalter gewählt (40). In vielen nachfolgenden Akten trat er in dieser Funktion auf.

Drei Mal finden wir eine Genehmigung seiner geführten Administration. Am 30-1-1438 (42) und 24-6-1439 (45) bedankten sich Priorin und Konvent bei ihm und seiner Frau. Am 22-8-1448 (62) bedankte sich der Bischof. Offenbar hatte sich inzwischen, in den hierarchischen Verhältnissen etwas geändert.

Am 22-8-1436 wurde an Anders Jensen, durch Gyøde Andersen ein Stück Land in Herslev (Sømme h.) übertragen (41). Die Anfügung „für das Seelenheil des Schenkenden” macht deutlich, dass Anders amtshalber für das Kloster auftrat. Aber am 8-5-1448 kaufte er das bloße Eigentum eines Hauses in Roskilde (61), nachdem er schon am 9-3-1446 den dazu gehörenden Pfandbrief erworben hatte (56). Dass es nun eine Privattransaktion betraf, zeigt sich in der nachfolgenden Akte: Am 5-3-1449 schenkte Anders selbst den selben Hof an den Vikar des Maria Magdalena-Altars in der Domkirche zu Roskilde, wofür dieser wöchentlich eine Messe, für das Seelenheil von Anders und seiner Frau aufzutragen hatte (71).

In anderen Fällen ist es leider nicht deutlich, ob er als Privatperson oder von Amts wegen auftrat: Am 17-4-1450 übernahm er ein Haus in Kopenhagen (74, 75), und am 13-9-1454 empfing er vier Höfe an verschiedenen Orten als Pfand von Axel Lawes (83). Die Tatsache, dass diese Urkunden nicht aus dem Klosterarchiv kommen, macht es meist wahrscheinlich, dass es private Transaktionen waren.

Anders’ Frau Cecilie Kragh, Tochter von Peter Kragh von Bringstrup (Alsted h.) schenkte am 10-7-1438 einen Hof zu Sværdborg (Hammer h.) an das St. Agnes- Kloster, wofür drei Mal pro Jahr ein Feierakt für das Seelenheil von Cecilia, ihrem früheren Mann Niels Ingvarsen (Griis) und ihrem Sohn Erik Nielsen, abgehalten werden sollte (43). Zwei Wochen später, am 25-7-1438, erhielten sie selber vom Kloster in Sønder Jernløse (Merløse h.) Güter, wofür sie 12 Pfund Korn pro Jahr bezahlen sollten (44). Dieses muss sehr vorteilhaft gewesen sein, denn es wurde nachdrücklich als eine Gunst, wegen der früheren Schenkungen, dargestellt. Es ist übrigens nicht deutlich, was der Sinn dieser Pacht war. Sie war sicher nicht für eigenes bewohnen, denn während seines ganzen Lebens wird Anders bezeichnet als wohnhaft zu Havelse. In der Urkunde (44) steht beiläufich, dass Cecilie vor ihrer Heirat in Næsby wohnte.

Cecilie hatte ebenfalls einen Altar gestiftet. Am 3-5-1442 schenkte sie dem St. Clara-Kloster zu Roskilde zwei Höfe in Thorkildstrup (Voldborg h.), mit der Bedingung, dass ein Teil des Ertrages an den durch sie gestifteten St. Anne-Altar, im Gråbrødre-Kloster, weitergegeben werden sollte, dort wo sie ihre letzte Ruhestätte gewählt hatte (49). Am 4-3-1444 verpflichtete Bruder Mathes Henriks, Aufseher des Gråbrødre-Klosters, sich, täglich am St. Anne-Altar für das Seelenheil von Anders Jensen und Cecilie Kragh eine Messe zu lesen, wofür seine Vorgänger 300 Mark erhalten hatten, wie auch zu einigen weiteren Verpflichtungen aus der vorigen Akte (52)

Am 26-4-1447 war Anders Jensen Mitglied des Landesgerichtes von Seeland (57). Am 14-5-1447 wurden er und Seine Frau durch das Konvent in Maribo (Musse h.) „in dem Schoß von unserer

Bruderschaft” aufgenommen, mit allen Vorrechten die daran verbunden waren, „wegen der Zuneigung, die Sie unserem Orden entgegen bringen”. Dieses war eine Art Ehrenmitgliedschaft, wodurch sie auch postum als Wohltäter bezeichnet bleiben sollten (58).

Am 23-4-1445 (54), 19-5-1447 (59), 1448 (67), 20-5-1452 (77) und 17-9-1452 (78) beglaubigte er Unkunden mit seinem Siegel, und am 30-3-1452 und 11-4-1454 war er amtshalber bei einem Konflikt der Pfarrei Store Fuglede (Ars h.) bezogen (76, 81).

(43,59,77,78) Vor dem Gericht des Sømme-Gaus gab ein Owe Pedersen von Ølstykke

(Jørlunde h.) am 13-5-1454 eine Erklärung über den Verlust eines Schiffes ab, das mit Proviant beladen, durch desertieren des Schiffers verloren gegangen war. Er berichtete, dass er durch Anders Jensen, namens der Adligen, zum Hauptmann ernannt worden war im Krieg in Schweden, und durch den Verlust der Lebensmittel mit seinen Leuten in Schwierigkeiten geraten war (82).

In einem Kirchenurteil vom 25-4-1455, einen Kanonikus betreffend, der sich Kirchenbesitz angeeignet hatte, zeigt sich dass Anders Jensen einen vergeblichen Versuch unternommen hatte, den Sünder zur Einkehr zu bringen (86).

Am 28-12-1454 war Cecilia offensichtlich verstorben. Die Testamentvollstrecker bestätigten ihre Schenkung von 1438 und würden die Erfüllung der Bedingungen kontrollieren (84).

In einem Ablassbrief vom 19-8-1502 wird eine Reihe Nonnen des St. Agnes-Klosters aufgelistet. Darunter ist eine Elsebe Halvegge (179). Angesichts der Beziehung von Anders Jensen zu diesem Kloster, liegt die Vermutung nahe, dass Elsebe seine Tochter war, jedoch ist das nicht sicher.

Anders Jensen wurde stets mit seinem Patronym, niemals mit dem Familiennamen bezeichnet.

* *

Olaf Jensen.

1448 wurde Olaf Daa zum Bischof von Roskilde gewählt. Das hatte eine Beförderungswelle zur Folge. Mit päpstlicher Urkunde vom 17-12-1448, wurde Olaf Jensen, Kantor und Kanonikus in Kopenhagen, Vikar vom Altar St. Dorothee in Roskilde, und Kanzler von König Christiern I., zum Probst zu Roskilde ernannt, der vorherigen Funktion von Oluf Daa. Dazu gehörte ein Kanonikat zu Roskilde, mit einer Präbende von 15 Mark, wo hingegen er sein Kantorat (mit Kanonikat in Kopenhagen, mit einer Präbende von 5 Mark) und das Vikariat (Ertrag 3 Mark) abgeben musste (65). Wegen Nachlässigkeit in der Formulierung waren noch zwei Korrekturbriefe nötig, vom 30-12-1448

(66) und 11-1-1449 (68), wonach am 11-1-1449 noch einmal die definitive päpstliche Genehmigung folgte (69). Ebenso am 17-12-1448 wurde sein Kantorat, mit Kanonikat und Präbende (5 Mark) Bent Topsen zuerkannt (63) und das Vikariat (3 Mark) an Johannes Bacenest (64).

Merkwürdigerweise wurde Olaf Jensen danach nie als Probst, sondern immer nur als Kanonikus zu Roskilde bezeichnet, zwei Mal (72, 90) sogar noch als Kantor, vielleicht aus Macht der Gewohnheit.

Offensichtlich hat er auch noch das Vikariat vom St. Bartholomeus-Altar erworben, denn 1456 stand Joachim Grubbe, gerade zum Bischof von Bergen ernannt, sein Kanonikat zu Roskilde (mit Präbende von 4 Mark) an Oluf Jensen, im Tausch für das Vikariat, ab. Diese Transaktion wurde durch päpstliche Urkunde vom 28-9-1456 (88) genehmigt.

Es sind Namenslisten von Mitgliedern des Kapitels von Roskilde von 1459 und 1460 (94, 96) bekannt. Da Olaf Jensen damals zwei Kanonikate besaß, ist das wahrscheinlich die Ursache dass er auf der ersten Liste zwei Mal vorkommt.

Olaf Jensen erteilte am 18-6-1449 einem gewissen Jep Pedersen Prokura, um ihn hinsichtlich seiner Besitzungen in Nybølle und anderswo zu vertreten (72).

Der Grabstein des Olaf Jensen Halvegge in der Domkirche von Roskilde.

Die Randinschrift lautet (linksoben anfangend):

Hic iacet / dñs [olaus i]ohš / qui o año /

šis canõicus roÁkdñi mcdxci, vi k

šl fe[br˜ cuius a©˜a requieÁcat in] pace

= Hic iacet dominus Olaus Johannis, canonicus roskildensis, qui obiit anno domini mcdxci°, vi° kalendas februarii, cuius anima requiescat in pace

= Hier ruht Herr Olaf Jensen, Kanonikus in Roskilde, der starb im Jahre des Herrn 1491, am 27. Januar, dessen Seele ruhe in Friede.

Olaf Jensen Halvegge (106,143)

Wahrscheinlich von 1457 datiert eine päpstliche Urkunde von Papst Calixtus dem III., worin dieser zwei Bischöfen auftrug, sich mit den Konflikten zwischen Olaf Jensen und seinem Kapitel zu beschäftigen (90).

Am 21-10-1466 legte Olaf Jensen eine kurze Erklärung, als Teil der Anklage gegen den gefangen genommenen Bischof von Uppsala, ab (101). Am 25-3-1463 (99), 2-1-1469 (106) und 30-9-1474 (116) beglaubigte er Urkunden mit seinem Siegel. Als Mitglied eines königlichen Gerichtes trat er am 28-3-1479 auf (zusammen mit seinem Bruder Owe Halvegge) (121) und am 12/19-7-1480 (zusammen mit Jep Halvegge) (123).

In einem Urteil des königlichen Gerichtes vom 13-4-1475 zeigt sich, dass Olaf und Peter Jensen, deren Diener Oluf Lercke durch das Gericht der Sømme Gau, wegen behauptetem Diebstahl, zum Tode verurteilt und danach exekutiert worden war, die beteiligten Funktionäre wegen Machtmissbrauch angeklagt hatten (118). Sie bekamen Recht und die Angeklagten wurden bestraft. Damit konnte der Gehängte allerdings nicht ins Leben zurück geholt werden.

Olaf war, mit dem Kanonikus Clavs Henriksen zusammen, Testamentsvollstrecker von dem Kanonikus Børg Jensen. Drei Urkunden, zwei vom 23-6-1486 (137, 138) und eine vom 14-5-1487 (142), nehmen Bezug auf den Ankauf eines Hofes, zu Gunsten der Hinterlassenschaft, welcher Hof in einer vierten Akte, vom 21-7-1487 (143), an den St. Thomas von Cantelberg-Altar in der Domkirche zu Roskilde, zum Seelenheil der Verstorbenen, geschenkt wurde.

Seinem Grabstein im Dom zu Roskilde zufolge ist Olaf, am 27-1-1491 verstorben (155). In Päpstlichen Urkunden vom 10-6-1491 (157) und 19-10-1491 (158) wurde über seine Nachfolge als Pfarreipriester von Næsby und Tyvelse (Tybjerg h.) verfügt. Diese Funktion diente wohl vor allem als Einkommensquelle. Der Grabstein, ursprünglich in der (1774 abgebrochen) Mariakapelle, liegt heute noch direkt beim Haupteingang der Domkirche.

Olaf wurde lediglich in den ältesten Quellen (63, 64, 65, 66, 68, 69, 72, 88, 90, 94) mit dem Patronym bezeichnet. Ab 1463 wurde er konsequent mit dem Familiennamen Halvegge genannt.

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Awe Jensen.

Awe oder Ove Halvegge wurde das erste Mal am 28-3-1479, zusammen mit seinem Bruder, dem Kanonikus Olaf Halvegge, als Mitglied eines Königlichen Gerichtes genannt (121).

Am 11-8-1486 machte er, als Edelmann, Teil einer kirchlichen Instanz in der Domkirche zu Roskilde aus, die ein Zeugnis über den Umfang des Bischöflichen „Viertels” beglaubigte (139).

1490 entrichtete Awe Halvegge seine Zulassungsgebühr für die St. Lucius Zunft zu Roskilde (154), nachdem sein Diener Per Andersen 1486 Awe Halwegge (139) schon dasselbe getan hatte (141).

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Peter Jensen.

In der bereits genannten Urkunde von Cecilie Kragh, vom 10-7-1438 (43), wurde unter ihren, mittels Siegel unterzeichnenden Erben auch Peter Jensen genannt. Dass hiermit bereits ihr Schwager Peter Halvegge gemeint sein sollte, erscheint, angesichts seines Alters, als recht unwahrscheinlich: Peter bekam rund 1495 noch Kinder. Das Siegel, welches Sicherheit bringen könnte, fehlt leider.

Jedoch, auch die Urkunde vom 11-9-1455, mít seinem Siegel, worin Peter Jensen zu Bråde als Mitglied des Gerichtes vom Ringsted Gau genannt wird (87), deutet bereits auf ein respektables Alter bei seiner

Peter Jensen Halvegge

letzten Vaterschaft hin. Er muss bei dieser Urkunde in jedem Fall (87,103,104,113,119, volljährig, mindestens 25 Jahre alt, gewesen sein. Er wird das letzte Kind 150,165) seines Vaters gewesen sein, der doch um 1430 verstarb.

Wie wahrscheinlich die meisten Adligen, war er mehrmals beteiligt an Gerichtssitzungen: Am 14-12-1468 (104), 6-5-1472 (113), 6-6-1481 (125) und 23-4-1494 (166) im Landesgericht von Seeland, am 30-4-1493 (162) im Königlichen Gericht zu Roskilde, und am 11-4-1475 (117) in einem kirchlichen Gericht zu Roskilde. Die Urkunde von 1472, worin auch Jep Halvegge auftrat, bekam noch eine Königliche Bestätigung am 15-9-1486 (140).

Am 13-5-1467 finden wir Peter Jensen unter den Adeligen, die Hans, Sohn von König Christiern I., als Kronprinz huldigten (103).

Als siegelnder Beglaubiger erschien er am 12-3-1471 (111), 15-2-1473 (114) und 23-10-1493 (163).

Die Erben von Bothilde, Witwe Paris, tätigten am 15-12-1477 einen umständlichen Tausch von Besitzungen mit Dritten. Unter den Erben war auch Peter Jensen, als Ehemann einer Enkelin (Sohnestochter) van Bothilde. (119)

Am 24-2-1489 regelte Peter Jensen, mit seinem Schwiegersohn Eggert Andersen, das mütterliche Erbteil seiner Tochter Karine. Unter den siegelnden Beglaubigern war auch Villum Sort, den wir als Schwiegersohn von Jep Halvegge kennen (150).

Peter Jensen verkaufte ca. 6-4-1494 einen Hof in Kalkerup (Tybjerg h.) an Anna, Witwe von Joachim Griis (165), und am 17-6-1497 fand die Königliche Bestätigung von zwei Kaufbriefen statt, worin einer  wahrscheinlich aus 1492 stammend  Bezug auf den Verkauf durch Peter Jensen an Henrik Meyenstorp, von zwei Höfe in Bøgebjerg und Atterup (beide in Boeslunde s., Slagelse h.) hatte (172).

Der Gebrauch des Geschlechtsnamens für Peter Jensen ist wechselhaft. In acht Urkunden (103, 113, 114, 117, 140, 162, 165, 172) wird er mit dem Familiennamen genannt, manchmal als „Per Jensen som kaldes Halvegge”; in den übrigen zehn finden wir lediglich seinen Patronym.

Als Wohnort wurde 1455 (87) Bråde genannt (nun Holsteinborg, Flakkebjerg h.), 1468 (104) Saltø (Karrebæk s. Flakkebjerg h.), 1471 (111) und 1481 (125) Vallekilde (Skippinge h.). Weiter hieß er von 1472 bis 1494 „von Vindinge” (nun Fyrendal, Flakkebjerg h.) (113, 117, 119, 150, 163, 165, 166). Das Gut Vallekilde war zuvor im Besitz von Ingemar Grubbe, aber Peter Jensen besaß es bereits lange bevor er dessen Tochter heiratete (Trap, o.c., bd. 7: Vallekilde s.).

* *

Peter Jensens Frauen und Kinder.

Allem Anschein nach hatte in der mittelalterlichen Adelsgesellschaft stets ein Bruder die Aufgabe für die Nachkommenschaft zu sorgen. Die Übrigen wurden Geistliche, heirateten eine ältere Witwe oder blieben sonstwie kinderlos. Auch Peter war, ebenso wie sein Vater, der Einzige seiner Generation, der Nachkommenschaft hervor brachte und auch ziemlich umfangreich. Die Ehefrau von Peter Jensen stellt uns vor Probleme.

Die einzige Urkunde, in der seine Frau eine Rolle spielte (indirekt und Namenlos), war die von 1477 (119), worin Peter als Ehemann einer Enkelin (Sohnestochter) von Bothilde Grib, der Witwe von Henning Paris, auftrat. Hieraus folgt, dass sie eine Tochter von Åge Paris gewesen sein kann, was wir später (250) bestätigt finden werden. Wie sich in der Regelung von 1489 (150) zeigt, muss sie vorher gestorben sein.

Seine Kinder fallen deutlich in zwei Gruppen auseinander: Eine Gruppe war rund 1489 schon heiratsfähig, die andere wurde erst rund 1495 geboren. Wahrscheinlich hing die Regelung von 1489 dann auch mit einer erneuten Heirat zusammen. DAÅ (1946) zufolge, ist Peter in zweiter Ehe mit Anna Grubbe, Tochter von Ingemar Grubbe und NN Basse verheiratet. Eine Quelle wird allerdings nicht genannt. Unter den siegelnden Beglaubigern der Urkunde von 1489, waren auch zwei Mitglieder der Familie Grubbe.

Ein Bild von der ersten Gruppe der Kinder bekommen wir aus der Urkunde vom 22-1-1506, worin Åge Pedersen und Karine Pedersdr., Witwe von Eggert Andersen zu Elmelunde (Mønbo h.), eine jährliche Spende an den Bartholomeus-Altar versprachen, solange wie ihre Schwestern Elna und Kerstin im Vor Frue- Kloster in Roskilde lebten. Diese Spende bestand im Ertrag von zwei Höfen in Vindinge (Tune h.). Nach dem Tod der zwei Geschwister sollten die benannten Höfe ganz an den Altar fallen (184).

Sowie bereits eher vermeldet, schloss Eggert Andersen am 24-2-1489 ein Übereinkommen mit seinem Schwiegervater Peter Jensen, in dem Karines mütterliches Erbteil festgelegt wurde. (150).

Am 11-10-1505 kaufte Karine Pedersdr. zu Elmelunde, Eggert Andersens Witwe, die Hälfte eines Hofes in Viby auf Hindsholm (Funen) (182) und am 30-1-1507 kaufte sie den Ertrag von einem Hof in Vindinge (Tune h.), der unter die Obhut ihrer Schwester Elna Pedersdr. im Vor Frue-Kloster in Roskilde stand (187). Möglicherweise ging es hier um einen der vorher an den Bartholomeus-Altar geschenkten Höfe, der inzwischen verpfändet worden war und nun wieder getilgt wurde.

Karine Pedersdr. (184)

Åge (Awe, Ove) Pedersen wohnte Trap zufolge (o.c., bd. 6: Blovstrød s.) 1496 in Sjælsmark (Blovstrød s., Lynge h.). Awe Pedersen zu Hyrnensholm (Hørsholm, Lynge h. ?) verkaufte am 3-4-1506 einen Hof zu Skævinge (Strø h.), den er von Svend Jensen Paris geerbt hatte. (Jens war ein Sohn von Åge Paris vorgenannt, sodass Svend Paris ein Neffe von Awe Pedersen war) (186).

Am 30-7-1508 legte Owe Pedersen zu Dysted (Toksværd s., Hammer h.) ein Zeugnis ab (189) und 1509 übertrug er einige Güter in Sandby und Hellenæs (Branderslev s., Horslunde h., Lolland) an König Hans (190). Nach einer langen Zeitlücke finden wir ihn 1538 wieder in Dysted (239a). Awe Pedersen (197)

Von einer Urkunde vom 8-9-1517 ist mir lediglich bekannt, dass sie Owes Siegel trägt (197), und von seinem Eigentumsbrief eines Hofes in Kirke Helsinge (Løve h.) ist sogar die Jahreszahl nicht bekannt (geschätzt auf 1500-1525) (175).

Eine Akte von 1541, worin Offue Pedersen unbefugte Nutzer seines Landes vor das Gericht zu Viborg zitierte (243), soll Thiset (TS V) zufolge auch auf „unseren” Owe Bezug nehmen. Der große Abstand von Zeit und Ort macht das allerdings zweifelhaft.

Die Kinder aus der zweiten Ehe von Peter Jensen sind Niels und Anne Pedersen. Ich komme hiernach noch ausführlich auf sie zurück. Von Anne wurde in einer Urkunde von 1525 gesagt, dass sie damals 30 Jahre alt war (212).

Anne beschuldigte am 10-7-1541 ihren Neffen (Schwestersohn) Claus Eggersen (Ulfeldt) zu Elmelunde der Freiheitsberaubung (242) und am 16-6-1542 nannte derselbe Claus Ulfeldt sie seine Tante (Mutterschwester) (247), womit die Verbindung zwischen beiden Geschwistergruppen bestätigt wird.

Wer allerdings die Mütter dieser beiden Gruppen waren war sogar für die direkten Nachkommen ein Problem. Claus Ulfeldt war zwei Mal verheiratet und die verschiedenen Nachkommen sorgten denn auch für zwei Grabsteine, worauf allerdings die Quartiere von Karine (durch die Wappen bezeichnet) nicht dieselben waren !

Diversen Beiträgen im DAÅ zufolge, waren die Quartiere von Claus Ulfeldt:

Erik Anne N. von N. Jens Helena Age

?

Ulfeldt Stralendorf Væbner Steegh Paris

Anders Beate Peter N

Eggert Karine

Claus …¹ Dorothea Lunge …² Margaretha Hvide

Die Quartiere auf den Grabsteinen sind (DAÅ 1923: Ulfeldt):

(1, Ørslev kirke) Ulfeldt, Væbner; Stralendorff, Grubbe, Abildgård, Krummedige, gl. Høeg; (2, Ulbølle kirke) Ulfeldt, Væbner; Stralendrop, Grubbe, Abildgård, Brock, Krummedige, Basse.

Allerdings muss bei all diesem, Væbner als Halvegge gelesen werden.

Hieraus wird sichtbar, wie unsicher die Nachkommen über Karines Herkunft waren. In jedem Fall erinnerte man sich allein an eine Grubbe als Frau von Peter Jensen. Der Name Paris kommt in keiner von beiden Linien vor.

Claus hatte eine Schwester Beate (DAÅ 1923) oder Birte (244a).

Zu den Kindern aus Peter Jensens erster Ehe gehörte ungezweifelt auch Ingerd Halvegge. Sie ist nur bekannt durch einen familiären Brief, den sie 1519 an ihren Sohn Rolf Madsen schickte (199). Sie muss also mit dessen Vater Mads Rolofsen van Leveren verheiratet gewesen sein. Mads Rolofsen, Adliger zu Svenstrup (Borup s., Ramsø h.), beglaubigte am ..-12-1480 eine Urkunde mit seinem Siegel (124) und ebenso  aber nun von Rårup (Katrinebjerg, Sengeløse s., Lille h.)  am 2-3-1502 (177). Am 31-12-1505 verkaufte er seinen Hof zu Reerslev (Tune h.) an den Vikar des St. Bartholomeus-Altars (183) 6

In Urkunde (183) wird seine Frau “Anne” genannt. Auf Grund dessen nimmt Thiset (DAÅ 1920) an, dass Ingrid Halvegge lediglich die Stiefmutter von Rolof Madsen war. Dahlerup in HT, rk. 12, Bd. 4 (Lavadelens krise i dansk senmeddelalderen, S. 4-5) gibt eine Übersicht über die Familie Van Leveren, und von Rolof Madsen im Besonderen. Darin verwirft er schon bloß aufgrund der Emotionalität des Briefes (199) die Unterstellung, dass Ingerd lediglich die Stiefmutter von Rolof wäre. Er nimmt an, dass Anne, als Frau von Rolofs Vater, auf einem Kopier- oder Interpretationsfehler beruht. Das „Original” von (183) ist ja nur eine gebrechliche Abschrift von 1666.

DAÅ (1946) nimmt an, dass Ingrid eine Schwester von Peter Jensen war. Da allerdings dessen Vater vor Juli 1431 gestorben sein muss (siehe oben, unter Jens Olafs), und Ingrid dann also spätestens 1431 geboren und 1519 gegen 90 Jahre alt gewesen sein muss, ist das, angesichts des Briefes (199) wohl sehr unwahrscheinlich.

„Wegen verrichteter und noch zu verrichtender Dienste an Fürst und Vaterland” gestattete König Christiern II. seinem Höfling Rolof Madsen, am 10-9-1515, den Hof Pederstorf Birck auf Lolland als Pfand zu nehmen. Dafür musste er 1000 lybske Mark an die vorige Pfandnehmerin tilgen (195). Am 4-1-1518 quittierte der König ihm weitere 400 Mark, mit demselben Gut als Pfand (198).

In der Anschrift des oben gemeinten Briefes von 1519 von seiner Mutter (199) wurde Rolof Madsen Schlossvogt des Schlosses Kopenhagen, genannt. Am 24-2 und 12-4-1520 verschickte er Briefe aus dem Schloss Kopenhagen (199b/ 199c). Ein weiterer Brief ist datiert „vor Stockholm” 9-6-1520 (199d). Er nahm offenbar an der Belagerung der Stadt, in dem Feldzug gegen Schweden teil, der letztendlich in das bekannte Blutbad von Stockholm entartete. Anschließend war er bis zur Kapitulation 1523 Befehlshaber vom Schloss Viborg in Finnland 1.

1525 wurde er als ehemaliger Amtmann auf Ålholm bezeichnet, einem Königlichen Schloss auf Lolland (210). In dem letzten Jahr spielte er eine wichtige Rolle im turbulenten Leben von Niels Pedersen, doch darüber später. In einem Brief vom 26-12-1526 schrieb Niels an König Christiern II., dass er sein „Schwestersohn” schickte (218). Da sein Neffe Claus Ulfeldt sich damals in Elmelunde aufhielt (DAÅ 1923: Ulfeldt, S. 515), außerhalb des Bereiches von Niels und dem vertrieben König, kann dieser nicht gemeint sein. Das ist also ein extra Hinweis darauf, dass Niels noch einen Schwestersohn hatte: Rolof Madsen; noch einen anderen Neffen gab es jedenfalls nicht. Außerdem hatte er auch 1525 schon als Bote für Niels und für König Christiern gedient, so wie unten, unter „Niels Pedersen”, näher beschrieben wird 2.

Rolof hatte eine Schwester Anna, die wir lediglich durch einen undatierten Brief (1519?) an ihren Bruder kennen (199e). * *

Niels Pedersen.

Niels Halvegge war der bekannteste Mann seines Geschlechtes. Er brachte seinem Geschlecht Ruhm oder Schande, je nach dem Standpunkt, den man angesichts der nationalen Geschichte seiner Zeit, einnehmen will.

Bereits in jugendlichem Alter, 30-11-1516, wurde er als „kongens tjener”, Diener des Königs bezeichnet, als er mit dem St. Jørgens-Gasthaus bei Odense belehnt wurde. Es war ein zurückgestelltes Lehen: Er sollte erst die Früchte davon ernten, wenn sein Vorgänger, Erik Hanssen, verstorben sein würde (196).

Sein Lebenslauf wurde danach vollkommen durch das Schicksal von König Christiern II. bestimmt. Seine Schwester Anna war rund 1520 im Dienst der Königin-Mutter.

König Christiern II., 1481 geboren, hatte 1513, als Nachfolger seines Vaters, König Hans, den Thron bestiegen. Ein Bruder seines Vaters meinte allerdings Rechte auf den Thron zu haben. 1523 kam es zum Ausbruch. Der Onkel griff als Frederik I. die Macht und Christiern musste weichen. Am 13-4-1523 verließ er sein Land, von Kopenhagen aus. Seine Getreuen verteidigten die belagerte Stadt Kopenhagen als letztes Bollwerk vom 10. Juni 1523 bis 6. Januar 1524.

Christiern, der mit Elisabeth, der Schwester von Karl dem V., Landesherr der Niederlande (sowie König von Spanien und Kaiser des Deutschen Reiches) verheiratet war, suchte Zuflucht bei seinem Schwager. Dieser wies ihm das Städtchen Lier bei Antwerpen, als Wohnsitz an. Nach einigem Umherirren hielt Christiern dort am 18-2-1525 Einzug. Ein altes Gebäude in Lier steht heute noch als „der Hof von Danemaerk” bekannt.

1

HT, rk. 12, Bd. 4 (T. Dahlerup, S. 9) und Finlands Medeltidsurkunder VIII, nrs. 6015,17,19,20,31,43,45,47,48,49, 52,53,54,71,79,84,85,88, 6103,11,31,34,50,58, 6272, 6722. 2

T. Dahlerup, in HT, rk. 12, Bd. 4, S. 7, nimmt – offensichtlich nicht mit dem Brief (218) bekannt – an, dass Rolof Madsen die Folterkammer in Lübeck nicht überlebte. Damit verfehlt er auch die wesentliche Anweisung, dass Ingrid eine (halb-) Schwester von Niels Pedersen gewesen sein muss. Somit kommt er zu der falschen Annahme, dass sie Tochter oder Schwester von Evert Halvegge (vom alten Stamm) gewesen sei.

Christierns ehrgeizige Pläne, den Thron zurück zu erobern, wurden andauernd, durch fehlende Geldmittel, frustriert. Die Ursache dafür war der Fakt, dass sein Kaiserlicher Schwager die Auszahlung des versprochenen Brautschatzes von Königin Elisabeth auf die lange Bank schob.

Niels Halvegge nahm, unter Henrik Gøye, an der Verteidigung von Kopenhagen Teil (251). Nach der Kapitulation folgte er Gøye nach Bremen, wo er sich wahrscheinlich einige Jahre aufgehalten hat.

Im März 1523 hatte Niels, im Auftrag von König Christiern, eine Strafexpedition organisiert und die Besitzungen des abtrünnigen Bischofs von Roskilde, Lage Urne, verwüstet und geplündert (222). Das machte ihn bei den Anhängern König Frederiks so verhasst, dass er von den verhältnismäßig milden Kapitulationsbedingungen Kopenhagens nicht profitieren durfte. Seine Erbgüter wurden konfisziert und er konnte nicht mehr, ohne gefährdet zu sein, nach Dänemark einreisen (213).

Als Wiedergutmachung für den erlittenen Schaden belehnte König Frederik Lage Urne mit den konfiszierten Gütern von Niels Halvegge. Ein dieser Höfen, zu Hastrup (Snoldelev s., Tune h.), wurde durch Urne am 10-7-1523 wieder als Lehen an Knud Pedersen Gyldenstjerne, Hauptmann auf Vordingborg, weiter gegeben (204a). Nach Lages Tod wurde am 5-7-1529 sein Bruder, Ritter Johan Urne, mit Niels' Gütern belehnt. (225)

Eine totale Übersicht von Niels Besitzungen haben wir nicht. Aus den zur Verfügung stehenden Quellen stellen sich nur vier heraus: Påstrup gård (Jørlunde s., Lynge h.) (251), Vester Egede (Tybjerg h.) (261), Værløse (Fakse h.) (205) und Hastrup (Snoldelev s., Tune h.) (204a).

Am 30-9-1524 schrieben Hendrik Pogwisk, Herman Polle und Niels Pedersen, „Henrik Gøyes Reiter”, von Bremen aus, eine Bittschrift an König Christiern, worin sie ihn an ihre treuen Dienste und den dadurch erlittenen Schaden erinnerten. Sie baten um Erlösung aus ihrer Not (206).

Im April 1525 wurde Niels’ Neffe Rolof Madsen, durch die Lübecker gefangen genommen. Am Abend des 13 April wurde er verhört und Tags darauf sandten Bürgermeister und Rat von Lübeck einen Bericht hierüber an König Frederik, mit der Ankündigung, dass sie vor hätten ihm noch gründlicher „myt der scharpe” auf den Zahn zu fühlen (212).

Aus dem Bericht geht hervor, dass Rolof bei König Christiern gewesen war und mit einer Mission nach Bremen und Gotland gesandt worden war. Zu Bremen hatte er Henrik Gøye besucht, der sich dort mit einer Anzahl Getreuer in großer Geldnot befand. Niels Pedersen war auch dabei. Dieser hatte in Bremen bereits drei Pferde „verzehrt” und die anderen verpfändet. Rolof sollte für Niels dessen Schwester auf Møn besuchen und um Geld für ihren Bruder bitten. Auf Gotland musste Rolof mit Søren Norby sprechen, der dort noch Christierns letztes Territorium verteidigte. Die Instruktion für Rolof und der begleitende Brief an Norby, vom 20 bzw. 19-3-1525, sind bewahrt geblieben (209, 208).

Aus einem Brief vom 29-3-1525 von der Stadt Lübeck an König Frederik (210) geht hervor, dass man damals bereits von dem Besuch von Rolof bei König Christiern wusste und man durch Handlanger von seinem Tun und Lassen auf der Höhe war. So wird es durchaus möglich gewesen sein, ihn, als er auf seiner Reise Oldesloe passiert hatte und in der Nähe Lübecks war, gefangen zu nehmen.

Henrik Gøye versöhnte sich am 5-5-1525 mit König Frederik und ging nach Dänemark zurück. Dadurch löste sich der königstreue Kern von Christiern, in Bremen, auf.

Ende 1525 ging Niels selbst nach Lier. In einer Bittschrift an den König, am 30-11-1525 zu Lier geschrieben, betonte er noch einmal die Notsituation, in die er, durch seine Königstreue geraten war. In Bremen hatte er nicht nur seine Pferde verloren, sondern auch sein Harnisch und alles was er weiter besessen hatte. Er bat um finanzielle Unterstützung und darüber hinaus um ein Empfehlungsschreiben an Herzog Albrecht von Mecklenburg, damit dieser beim Dänischen Reichsrat vermitteln solle, um Niels dennoch unter die Kapitulationsbedingungen fallen zu lassen, so dass er seine Besitztümer zurück bekäme, um sie zu Geld zu machen (213).

Hans Mikkelsen, ehemaliger Bürgermeister von Malmö, und nun „råd og hofmester” (Rat und Hofmeister) von König Christiern zu Lier, empfahl dem König in einem Brief vom 4-1-1526 nachdrücklich, Niels, der „öffentlichen Meinung” zuliebe, nicht unverrichteter Dinge hinzusenden. Offenbar war Niels damals also noch immer in Lier (216). Eine durch den königlichen Sekretär, Christiern Thomesen, erstellte Liste der Hofhaltung, nannte Niels Pedersen, und datiert offenbar aus dieselbe Periode (215) 9. Gewiss hatte der König damals andere Sorgen am Kopf, denn am 19-1-1526 verstarb die Königin. Am 13-3 verzog König Christiern nach Deutschland, wo er sich bis 1529 andauernder als in Lier aufhielt.

Die Empfehlung an Herzog Albrecht muss in der Tat statt gefunden haben, denn Niels’ folgendes Lebenszeichen kam aus Schwerin. Aber aus der Sache der Rückgabe seiner Güter war offenbar noch nichts geworden. Am 26-12-1526, schrieb Niels aus Schwerin – durch Vermittlung von Rolof Madsen

– einen Brief an König Christiern, in dem er ihm einen Plan für einen Angriff auf die feindliche Flotte in den Heimathäfen unterbreitete. Nach Vernichtung der Flotte sollte eine Invasion von Mecklenburg aus, auf den Dänischen Inseln, einfach aus zu führen sein. Niels könne für Schiffe und Menschen sorgen, wenn der König nur das Geld beschaffen würde (218). In einem Brief desselben Datums an Christierns Schwester Elisabeth, Ehefrau von dem Markgraf von Brandenburg und Schwiegermutter Herzog Albrechts, bat Niels den Plan an Christiern empfehlen zu wollen (219). Das ganze Projekt wurde jedoch unter den Teppich gekehrt. Christiern hatte ja kein Geld.

Allen (o.c. S. 453) zufolge war Niels in jener Zeit Kaperkapitän an der Mecklenburgischen Küste, wo er mit Niels Brahe, Hans Andersen, u.a. Jagd auf Dänische, Schwedische und Lübecker Schiffe machte.

1527 bekam Niels doch eine Zusage für freies Geleit zu König Frederik. Der empörte Bischof Lage Urne schrieb unmittelbar, am 22-9-1527, einen Brief an den König, in dem er daran erinnerte, dass Niels seinen Bischöflichen Bistrupgård (bei Roskilde) und sein Gut Svenstrup (Borup s., Ramsø h.) verwüstet hatte. Er bat den König nachdrücklich das freie Geleit für diesen Landesfeind in jedem Fall auf zu schieben, bis er seine Beschwerde näher hätte erläutern können (222). Niels Besuch in seinem Heimatland hat sich, so weit wir wissen, denn auch zerschlagen.

In einem Brief aus Sternberg vom 23-4-1528, teilt Ritter Niels Brade König Christiern mit, dass er einen, für Niels Pedersen bestimmter Brief von Niels Pedersen (219) dessen Schwester empfangen habe (224).

1531 begab Niels sich doch, ohne freies Geleit, auf Dänisches Grundgebiet. Am 9-5-1531 meldete Ritter Mogens Gyldenstjerne, des Königs Lehnsmann zu Akershus (bei Oslo), an Johan Friis, Sekretär von König Frederik, dass er Niels Pedersen im Hause dessen Schwester Anna in Tom gefangen genommen hat. Er hatte den Gefangenen allerdings nicht eingeschlossen, jedoch gegen Kaution frei gelassen. Weiterhin schrieb er, dass er nicht den Plan habe Niels „zur Schlachtbank zu führen” (229). In einem Folgebrief vom 8-6-1531, schrieb er, dass Niels nur ein heruntergekommener Edelmann sei, worin nichts Böses zu finden sei. Er schlug vor, dass König Frederik ihn in seine Dienste nehmen solle (230).

Die Versöhnung mit König Frederik kam zustande, wie es später, bei der Abhandlung seiner Erbgüter deutlich wurde (251). Als König Christiern im Oktober 1531 endlich aus den Niederlanden in Norwegen einfiel  und u.a. im November in Akershus mit Mogens Gyldenstjerne verhandelte  war Niels bereits im Dienst seiner Opponenten. Niels war damals übrigens zweifellos nicht mehr in Norwegen. Christierns Aktion wurde ein Fiasko. Er wurde der Gefangene seines Onkels und blieb bis zu seinem Tod 1559 eingekerkert.

Danach werden die Berichte über Niels sehr selten. In einem Geschichtsbuch von 1595 wird berichtet, dass Niels Pedersen Halvegge im März 1535 Kapitän auf einem der Schiffe von Admiral Peder Skram war, die für Frederiks Sohn und Nachfolger König Christierns III. eine Aktion gegen Lübeck unternahmen (238).

Am 18. Oktober desselben Jahres entdecken wir ihn in Lüneburg. Er schrieb damals einen Brief aus dem zu schließen ist, dass verschiedene Personen, aus dem Exil von Christiern II. dort zusammen

Die undatierte Liste erwähnt Nicolaus Peitthersen. Dass hiermit nicht der Kanzler Claus Pedersen († April/Mai 1525) gemeint sein kann, stellt sich dadurch heraus, dass bereits dessen Nachfolger Gotschalk (Eriksen Rosenkrantz) als Kanzler auf derselben Liste steht. Das gibt zugleich eine Untergrenze für die Datierung des Dokuments an. Eine Obergrenze wird gesetzt durch die Erwähnung der Betreuer von Christierns' Kindern. Diese Kinder wurden im März 1526 definitiv zum Hof der Landvogtin in Mechelen gebracht.

waren (239).

Am 14-8-1538 machte ein Per Godskæ gerichtlich Anzeige gegen Awe Pedersen zu Dysted, wegen eines Betrages von 100 Mark, die dessen Bruder Niels Pedersen ihm schuldete (239a). Dieses ist die erste Andeutung, dass Niels vielleicht nicht mehr lebte.

In der Geschichte vom 10-7-1541 über ihre Entführung 10 schrieb Anna, dass sie sich zu der Zeit auf dem Hof ihres Bruders befand, leider ohne nähere Ortsbeschreibung und ohne das deutlich wird, ob Niels selbst noch lebte. Offenbar hatte Niels in jedem Fall bestimmte Besitztümer zurück bekommen (242). Vielleicht war Niels kürzlich verstorben und Anna, zum Missvergnügen von bestimmten anderen Familienmitgliedern eifrig dabei ihre neuen Erbgüter zu inspizieren.

1543 war Niels jedenfalls nicht mehr am Leben. In jenem Jahr unternahm Anna, als Seine Erbin, Schritte um das konfiszierte Gut Påstrup (Lynge h.) zurück zu bekommen. In dem Urteil von König Christiern III. vom 8-11-1543 wurde überwogen, dass Niels zwar das Land verlassen hatte als König Frederik an die Regierung gekommen war, jedoch später wieder zurück gekehrt war und auch seine Güter zurück bekommen hatte  ebenso wie die anderen Verteidiger während der Belagerung von Kopenhagen  und später selbst noch in Frederiks Dienste getreten war. Auch das Gut zu Påstrup wurde nun also zurück gegeben, vorausgesetzt, dass Anna der Witwe von Johan Urne die Hypothek vergütete, die diese seinerzeit getilgt hatte (251, 251a).

In einem Register von Urkunden ist noch Sprache von „König Frederiks Brief über einen Hof in Værløse (Fakse h.) aus Niels Halvegges Besitzungen”, ohne Datierung (205). Auch dies wird zweifelsohne Bezug auf eines der konfiszierten Güter haben. Am 26-5-1553 letztendlich, verkaufte Svend Galde einen Hof im Vester Egede-Kirchspiel (Tybjerg h.), dass seine Schwiegermutter Anna Pedersen von ihrem Bruder Niels geerbt hatte (261).

Es kam in jener Zeit öfters vor die Namen Niels und Jens zu vertauschen. Dafür sind manche Beispiele bekannt 11. Auch Niels Halvegge wurde einige Male als Jens bezeichnet: (216), (225) und (206, Rückseite). Dieses veranlasste DAÅ das bestehen zweier Brüder, Niels und Jens Halvegge anzunehmen, die beide unter Henrik Gøye in Kopenhagen gedient haben sollten. Es kann jedoch kaum Zweifel daran bestehen, dass es sich um ein und dieselbe Person handelt.

Unter einem (Deutschsprachigen und sicher nicht durch Niels selbst geschriebenem) Brief von den drei „Reitern” (206) wurde Niels als „Nelus Persen” bezeichnet, was darauf hinweist, dass die Deutschen (und wahrscheinlich auch Niederländer) seinen Namen Niels als eine Form von Cornelis (statt Nicolaus) sahen.

* *

Anna Pedersdr.

Rolof Madsen sagte in seinem erzwungenen Geständnis vom 13-4-1525 (212), betreffs Niels Pedersen  oben erwähnt  aus, dass dessen Schwester Anna zu der Zeit eine 30-jährige Jungfrau war, die bei Anders Bille (auf Stege hus, Møn) wohnte und im Dienst „by der olden konyngynnen”, d.h. bei Königin Christina, der Mutter von König Christiern II., war. In der Tat finden wir in den Rechnungen, von Christinas Hofhaltung, folgende Ausgaben für Anna Pedersdr.:

(1520) ein Stück Leder (201) (1520) 7 Mark, damit sie der Einladung zuAnna Pedersdr. Halvegge (241,242)

einer Hochzeit Folge leisten konnte (202) 2-11-1520 31 sk., für ein Fenster in ihrem Zimmer (200) 11-11-1521 18 Mark Lohn (203).

Sechs Jahre später war sie Witwe. In Briefen vom 9-5 und 8-6-1531 (229, 230) an Johan Friis, Sekretär von König Frederik I. plädierte Ritter Mogens Gyldenstjerne dafür, dass Anna eines der Kirchspiele, die ihr Mann Oluf Galde besessen hatte, behalten sollte, mit Name das Råde-Kirchspiel (bei Oslo, Norwegen), worin ihr eigenes Gut Tom lag. Das hatte Erfolg: Am 13-11-1531 wurde sie mit dem Råde-Kirchspiel belehnt, wegen der Dienste die ihr Mann an Fürst und Vaterland bewiesen hatte (231). Zu gleicher Zeit ging ein Brief aus, der die Bevölkerung und Beamte zur Gehorsamkeit ihr gegenüber gemahnte (233).

10 Siehe folgendes Kapitel.
11 Siehe zum Beispiel: Allen, o.c., S. 453, Fußnote.
33

Am 24-11-1531 meldete Gyldenstjerne an König Frederik, dass Annas Drost Oluf Sort  damit war also der Drost vom Råde-Kirchspiel gemeint  sich mit Erfolg gegen die Anhänger von dem in Norwegen eingefallenen König Christiern II. gewehrt hatte (232).

Oluf Galde zu Tom, Ritter und Reichsrat von Norwegen, Königlicher Lehnsmann von Akershus (bei Oslo), war 1524 von König Christierns Partei zu der von König Frederik übergelaufen, und lebte 1529 noch. Er war früher mit Ulvilde Friis verheiratet gewesen. Mit ihr hatte er u.a. einen Sohn Svend (dies alles gemäß DAÅ 1893: Galde). Oluf war am 23-8-1527 mit Råde belehnt worden (221).

Am 27-5-1540 lieh Anna Pedersdr. zu Tom 500 Mark von Knud Rud zu Korsør (Slagelse h.), wofür sie ihre Erbgüter in Gerringe, Havløkke und Østofte (alle Fuglse h., Lolland) als Pfand gab (241). Es entstanden jedoch Probleme, als ihr diese Güter abhanden kamen. In einer Urkunde vom 10-7-1541, in Korsør an Knud Rud ausgestellt, erklärte sie, dass ihr Neffe Claus Ulfeldt sie mit Gewalt vom Gut ihres Bruders, auf seinen eigenen Hof in Elmelunde (Mønbo h.) entführt hatte. Dort hatte er sie gezwungen auf ihre Besitzungen zu verzichten (242).

Der Übertrag 1541 von Annas Gütern (241a) wurde in einer Urkunde vom 18-1-1542 bestätigt. (244a). Es handelt sich um wohlgemerkt dreizehn Höfe, alle auf Seeland: in Gerringe (Tirsted s., Fuglse h.), Ørsted (Ramsø h.), drei in Havløkke (Fuglse h.), zwei in Ølby (Højelse s., Ramsø h.), in Vindinge (Tune h.), in Ørslev (Slagelse h.), in Lyderslev (Stevns h.), in Årslev (Slagelse h.), in Elmue (Roholte s., Fakse h.) und das Landgut Grønholt in Dystved (Toksværd s., Hammer h.). Wie Anna an all diese Güter gekommen ist – und wie Claus also seine Ansprüche rechtfertigte – ist unbekannt. Nur von Grønholt wissen wir, dass es aus der Familie Paris kam.

Knud Rud kam ihr zu Hilfe und gab ihr am 2-2-1542 noch einen Kredit, gegen das wahrscheinlich dubiose Pfand von zwei Höfen in Ølby (Højelse s., Ramsø h.), einem Hof in Høng (Finderup s., Løve h.) und einem Hof in Vanløse By (Tåstrup s., Merløse h.) (245). Die beiden letzteren waren der Aufmerksamkeit von Claus wahrscheinlich entgangen.

Ein anderer Hof von Anna, den Claus übersehen hatte, der jedoch in (241) genannt wird, ist Østofte (Fuglse h.), womit die Zahl von Annas Besitzungen insgesamt auf 16 kommt.

Ein Jahr nach der Entführung wurde ein Kompromiss geschlossen. Einer Urkunde vom 16-6-1542 zufolge behielt Anna all ihre Güter. Sollten sie und ihre Tochter ohne Erben sterben, würde Claus der einzige Erbe von den Besitzungen auf Lolland und Seeland sein (nicht von denen in Norwegen) (247). Unter den Zeugen waren die Ritter Knud Rud und Anders Bille. Diese Akte ist lediglich aus einem Vidisse bekannt, am 1-6-1544 abgegeben durch den Priester des Råde-Kirchspiels in Tom, das nun als Besitz von Svend Galde bezeichnet wurde (252). Das Übereinkommen erzielte keinen Effekt, da Anna viele Generationen Nachkommen bekam (siehe PHT 1885, Schema auf S. 262).

Anna tat ihr Bestes Besitztümer (also Einkommen) „zusammen zu kratzen“. Am 15-10-1542 erbat sie eine Gerichtliche Aussage über die Rechte auf das verwahrloste Gut Grønholt, (Dysted, Toksværd s., Hammer h.), das ihr „Muttersbruder” (!?) Jørgen Ovesen (Paris) vierzig Jahre in Besitz hatte (250).

Nachfolgend versuchte sie, sich des Hofes Påstrup (Jørlunde s., Lynge h.) zu bemächtigen. Der hatte ihrem Bruder Niels Halvegge gehört, war jedoch konfisziert worden, als der dem abgesetzten König Christiern II. treu geblieben war. Im juristischen Streit wurde sie durch Ritter Anders Bille vertreten. Das Königliche Urteil vom 8-11-1543 setzte ihre Rechte als Erbin ihres Bruders wieder ein, unter der Bedingung dass sie die ursprüngliche Hypothek vergüten müsse. Unter den Zeugen war Mogens Gyldenstjerne (251).

Da am 1-6-1544 ihr Stiefsohn Svend Galde, als Eigentümer von Tom bezeichnet wurde, muss Anna Begin 1544 verstorben sein. Svend wurde am 2-3-1545 mit Råde belehnt (253).

In der Urkunde von 1540 (241) war die Rede von Annas Kind und im Kompromiss von 1542 (247) wurde ihre Tochter genannt. Aus den folgenden Akten geht hervor, dass Anna eine Tochter hatte, ebenfalls Anna Pedersen geheißen und mit ihrem Stiefsohn Svend Galde verheiratet.

Am 28-6-1546 quittierte, in Verband mit einer alten Schuld seiner Schwiegermutter, Svend Galde (zu Tom) dem Ritter Knud Rud den Empfang von 700 Mark (257). Zwei Tage später schrieb er einen ausführlichen Dankesbrief, aus dem auch hervor ging, dass das Verhältnis mit seiner Frau zu wünschen übrig ließ (258). Möglicherweise hatte die Ehe lediglich vor dem Hintergrund des Kompromisses von 1542 statt gefunden und war, durch den Tod ihrer Mutter, überstürzt geschlossen worden. Da Anna (die Junge) 1540 noch als Kind bezeichnet wurde, muss sie auch bei der Hochzeit, ca. 1545, noch ziemlich jung gewesen sein.

In einer undatierten Urkunde verkaufte Svend an Knud Rud vier Höfe seiner Schwiegermutter: zwei in Ølby (siehe oben), eine in Vanløse By (idem), und eine in Vindinge bei Roskilde 12 (257a). Und nochmals verkaufte er am 26-5-1553 an Hans Bernekov einen Hof im Vester Egede-Kirchspiel (Tybjerg h.) von seiner Schwiegermutter, das diese von ihrem Bruder Niels Pedersen (261) geerbt hatte.

Die Tatsache  sehr verwirrend  dass auch Annas Tochter Anna Pedersen hieß, bedeutet, dass Anna einen Mann namens Peter gehabt haben muss, anscheinend kurze Zeit vor ihrer Vermählung mit Oluf Galde. Und tatsächlich: Am 30-11-1526 wurden Annas Erbgüter an ihren Halbbruder Awe Pedersen zugewiesen, weil Anna ohne Zustimmung ihrer Familie ein Bauernknecht geheiratet hatte! (217a).

Sehr bemerkenswert ist, dass sie wiederholt viel Unterstützung von Anders Bille und Knud Rud bekam. In einem Brief an Knud Ruds Frau Dorothe Madsdr. Bølle nannte sie diese „meine allerliebste Schwester” (367). DAÅ zufolge (1893: Galde) lebte die junge Anna 1580 noch.

* *

Nachkommen von Niels Pedersen.

Aus all den vielen Informationen über Niels Leben, wird in keiner Weise deutlich, dass er je verheiratet war, oder Kinder hatte. Im Gegenteil, Annas Rolle als seine Erbin suggeriert nachdrücklich, dass er ohne Nachkommen verstarb.

Dennoch muss er einen Sohn gehabt haben, und zwar in Lier, von dem seine Familie in Dänemark vielleicht nichts wusste. Ich schließe das aus einem Eintrag im Studentenregister der Universität von Löwen (Leuven): „24-8-1542: Joannes Haelwick Lirensis” (249). In der Buchhaltung der Universität wird Johannes Haelwick aus Lier bis 1546 vermerkt.

Die Namen (Dänisch Halveg und Flämisch Haelwick unterschieden sich in der Aussprache kaum), der Geburtsort Lier (wo Niels Pedersen der Dänische Hof seine Niederlassung hatte), und die Jahreszahl (die Halvegge gut mit dem Geburtsjahr 1526 zusammen passt) macht einen Zufall höchst unwahrscheinlich. Wir haben gesehen, dass Niels 1525-26

Johannes Cornelis

geraume Zeit in Lier verbracht hatte. Lier war ein kleines Städtchen.

* Lier 1526

1526 zählte es insgesamt lediglich 1336 bewohnte Häuser. In Brabant Claes Halewegh (Léau, Zoutleeuw) gab es zwar bereits eine Familie Haelwyck, doch

* ca 1550

diese ist gut bekannt und Johannes gehörte offenbar nicht dazu.

Dann taucht eine Generation später in Groningen ein Claes (= Cornelis Clasen

roningen 1617

Nicolaus) Cornelis Halewegh, rund 1550 geboren, auf. Der Name …G

Sara Bruijnsteen

Halewegh ist ziemlich unniederländisch, aber qua Klang eine lokale Angleichung an das Flämische Haelwick und das Dänische Halveg. Geslacht Bruijnsteen Wenn man bedenkt, dass Niels im Dänischen eine Abkürzung von Nicolaus und im Deutschen eine Abkürzung von Cornelis ist, liegt ein Zusammenhang vor der Hand.

Das Eine wie das Andere führt zur vorsichtigen Annahme des obenstehenden Zusammenhanges. In Groningen wurde, nach heutiger Auffassung, merkwürdig mit Familiennamen umgegangen. Das hatte unter anderem zur Folge, dass die Nachkommen von Cornelis und Sara den Familiennamen Bruijnsteen von Sara bekamen. Sie haben Nachkommen bis zum heutigen Tag.

* * *

Wahrscheinlich sind in (245) und in (257a) dieselben vier Höfe gemeint und ist also entweder Vindinge oder Finderup ein (originaler) Fehler.

Olaf

G

eneration:

1385

Jens OlafßHemming

(Johannes Olaui)

Provisor claustri sanctimonialiumin Gaunø);armiger abeno (G£ 1416-29, circ. 1430

… Helena Steegh

fa. Awteegh et C

onis Shristinæ Petri

1410-30 Anders Jenß Olaf Jensen Halfuegge (Andreas Johannis) (Olauus Johannisde Havelse; £ 1431-55 Haluegge) 1436 provisor claustri £ 1448; canonicus

Awe Jenson Halfwegge Per Jenß Haluegge Birgit(Awa Johannis)(Petrus Johannis£ 1482 armiger Haluegghæ) …£ 1479-90

armiger Grib Jensen. Agnes in Roskilde eccl. Roskildensis£ 1455 Brå

Sde, 1468 Jernskæg … Cecilia Krag cancellarius R. CSalle-£ 1436 Brå

hr. I; altø, 1471-81 Vde fa. Petri Krag de Bringstrup,cantor collegiatæ eccl. kilde, 1472-94 V

indinge relicta Nicolai Ingw

arßde Beatæ Mariæ Hafnensis; …¹ filia Agæ Paris Næsby, mater Erici Nicolai presbiter parochialis …² o. 1490 Anna Grubbe eccl. de Næsbyc.a. fa. Ingemar G

rubbe

27-1-1491 in V

allekilde

1460-70Awe PerssonIngerdElna1490-95 (Aage, Owe) … (Helena)£ 1506-38 Mads Rolufsen 1506 Nonne i or F

KerstinKarineNiels PedersenAnne Pedersen(Christina)£ 1505-07 enke Halffwegge* 1494/5, o.1542 1506 Nonne i … ≤1489(Nicolaus Petri) …¹o.1526Peter N. or F

i Hørnsholm,van Leveren Vrue Kloster Vrue Kloster Eggert Anderßvæbner og kaper …²o.1528iDysted£ 1480 S

venstrupi Roskilde i Roskilde Ulfeldt kongens tjener Oluf Galde væbner 1502-05

rup i Elmelunde £ 1516-35ridder,

norske rigsrå

di Akershuso. 1530

Joannes Haelwick

* Lier o. 1526 1542-46 stud. Lovanus

Die nicht-adelige Familie Halvegge.

Oluf Ovesen.

Das erste Mitglied der bürgerlichen Familie Halvegge, das in der Literatur zu finden ist, ist Niels Olufsen (15341590, siehe folgenden Paragraphen). Nach seiner Herkunft suchend, richtet sich unser Interesse also auf einen Oluf Halvegge, in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts lebend. Angenommen, dass wir es hier in der Tat mit einem Zweig des „jüngeren Geschlechtes” zu tun haben, ist der Einzige, der noch unbekannte Nachkommen haben könnte, der Junker Awe Pedersen.

Die zuvor beschriebene Urkunde vom 22-1-1506, in der die Kinder aus der ersten Ehe Peter Jensens an den Bartholomeus-Altar eine Schenkung gaben, hat auf der Rückseite eine interessante Anmerkung, aus der ersichtlich wird, dass Frau Anna aus Vindinge und der Kanonikus Olaf Halvegge ebenfalls eine Schenkung an diesen Altar gegeben hatten (184).

Frau Anna war zweifellos Anna Pedersdr., zu der Zeit, als sie noch bei ihrem Vater in Vindinge lebte. Olaf Halvegge kann nicht der gleichnamige Onkel von Anna gewesen sein, da der nämlich schon 1491 gestorben war. Es liegt demnach vor der Hand, dass es sich hier um den noch unbekannten Vater von Niels Olufsen handelt. Hierbei müssen wir bedenken, dass der Reichstag (Herredagene) von Odense, vorausgreifend auf die Reformation von 1536, schon 1527 dem Zölibat der Dänischen Geistlichkeit ein Ende machte, sodass auch die Angehörigen der Kirche heiraten und legitim Kinder bekommen konnten. Damit ging allerdings wohl auch ein adeliger Status für die Nachkommen verloren.

Die Suche nach Kanonikern, mit dem Vornamen Olaf, in der betreffenden Periode, ergab nur einen der im Frage kam: Oluf Ovesen, Kanonikus zu Roskilde. Sein Patronym (Ove = Awe) machte wundersamer Weise einen Anschluss mit dem „jüngeren Geschlecht” möglich. Bevor wir ihn als Glied in dem Geschlecht Halvegge einfügen, schauen wir erst danach was über ihn bekannt ist. Oluf Ovesen (häufig Offesen oder Offonius) ist kein Unbekannter in der biografischen Literatur (z.B. Bricka, o.c. bd. XII, S. 378).

Seinem Grabstein in der Domkirche von Roskilde zufolge, verstarb er am 14-10-1575 im 81. Lebensjahr, sodass er 1494 (oder Ende 1493) geboren sein muss (303). Bei der Abwicklung seines Testamentes stellt sich heraus, dass er aus Åhus (Villands h., Schonen) kam (312). An anderer Stelle wird Odense (Latein: Ottonia) als sein Geburtsort genannt, eine Folge vom falsch lesen seines Grabtextes (Ottonius, anstatt Offonius, namentlich durch Pontoppidan (o.c., tomus 1, S. 26)).

Ebenso ist seinem Grabstein zu entnehmen, dass er 24 Jahre lang Lehrer in Kopenhagen und Roskilde gewesen ist und 18 Jahre Kantor des Domkapitels in Roskilde. Die Literatur geht davon aus, dass diese Perioden aneinander anschlossen und nennt ihn Rektor (!) von 153357, und Kantor von 155775. Es gibt unterschiedliche Meinungen über seinen Umzug von Kopenhagen nach Roskilde. Rørdam (o.c.3, Bd. 1, S. 671) und Bricka (o.c.) zufolge zog er 1544 um. Bloch (o.c., S. 38) und Gjessing (o.c., S. 12) zufolge geschah es 1556 und leitete er also die Schule von Roskilde nur ein Jahr. Authentische Informationen dies betreffend, scheinen nicht vorhanden zu sein.

Die Vor Frue Latinske Skole in Kopenhagen viel unter die Verwaltung der Universität. Darum fanden wir auch in der Administration der Universität (153940) die Buchung von 20 dr. für „mester Oluff Scholemester som lenge oc trolige tient haffuer her i scholen, tiill hielp” (240).

In Verband mit seiner Herkunft aus Schonen, wurde er auch als Oluf Skonning bezeichnet. Nach Rørdam (o.c.1, S. 86) war Oluf Skonning 1541 „Skolemester i Kjøbenhavn og Vikarius til S. Andreas’ Alter”, und kam er auch bereits ab ca. 1530 als Vikar vor.

Dr. Niels Hemmingsen widmete 1571 seinem alten Freund Oluf Offesen, die zweite Ausgabe seiner Schrift „Demonstratio indubitatæ veritatis” (o.c.) und breitete sich in seiner Einleitung ausführlich über die Zeit vor dreißig Jahren aus, als er mit einigen anderen Freunden täglich die Mahlzeiten zusammen einnahm und sie sich dabei vor allem über die Psalmen Davids unterhielten (295). Das geschah nachdem Hemmingsen von seinem Aufenthalt bei Melanchthon (1543) zurück gekehrt war. Also muss dies in der Zeit 1543-44 zum täglichen Leben von Oluf Ovesen gehört haben.

Am 6-1-1557 teilte das Domkapitel dem König mit, dass es von den beiden vom König vorgeschlagenen Kandidaten, Oluf Ovesen zum Kantor als Nachfolger von Niels Friis erwählt hatte (265). Am 8-1 bestätigte der König die definitive Anstellung (266).

In einer Übersicht vom 10-8-1558 von den Amtswohnungen der Kanoniker und Vikare der Vor Frue Kirke, war Olufs Wohnung eine der vielen, in schlechtem Zustand befindlichen Häuser: „her Oluff Skoning resurrectionis gaardtt er oc forffalenn”. Er hatte auch die Verfügung über eine Bleibe in Roskilde: „mester Oluffs gaardtt y Raaskilde haffuer hielpe behoff paa tagett” (268).

In der Abrechnung der Universität von 1559-60 ist Oluf Ovesen als Kantor zu Roskilde verzeichnet (271), und am 20-8-1563 beglaubigte er, ebenso mit der Anfügung Kantor, eine Urkunde mit seinem Siegel (280).

Als Kantor hatte er offenbar über die Immobilien des Bistums zu bestimmen. Am 29-9-1565 vermietete er für 8 Mark pro Jahr einen Hof in Kopenhagen, der zum St. Joannis-Altar in de Vor Frue-Kirche gehörte (285). Und am 4-8-1568 teilte der König ihm mit, dass er vier Höfe in Bjergesø (Skippinge h.), von Bedeutung für das Dragsholm Schloss, vom Kapitel in Roskilde übernehmen wolle (291).

In einer ausführlichen Urkunde vom 7-8-1572 wurde, im Auftrag von König Frederik II., durch das Kapitel genau fest gelegt, welche Steuern und Abgaben als Einkommen der kirchlichen Funktionäre dienen sollten. Unter den Komparenten war, neben dem Kantor Oluf Ovesen, auch sein

– vorausgesetzter – Sohn, der Kanonikus Niels Olufsen. Für den Kantor musste jährlich durch das Vallekilde-Kirchspiel: 3 Pfund Korn, 6 Lämmer und 6 Gänse, und durch den Priester von Stillinge 4 Pfund Korn, 1 Pfund Hafer, 10 Lämmer und 10 Gänse erbracht werden (297).

Durch seinen Tod am 14-10-1575, wurde das Kantorat, als auch das Kanonikat vakant. Das Kanonikat, worin er seiner Zeit Nachfolger von Dr. Hieronimus Thenner geworden war 13, wurde nun, durch königliche Bestimmung vom 18-10-1575, an Dr. Peder Sørensen, Leibarzt des Königs, vergeben. Da dieser nun den Königlichen Dienst verließ, musste er sich bei der Domkirche niederlassen (305). Diese Ereignisse machen klar, dass sich der Charakter des Kapitels seit der Reformation verändert hatte: An Stelle einer Position (Einkommensquelle) für Geistliche, wurde daraus eine Art Pensionskasse für Honoratioren, vor allem für des Königs Günstlinge.

Seine Nachfolge als Kantor brachte mehr Probleme: Die normale Prozedur war, dass das Kapitel jemanden wählte, wonach die definitive Ernennung durch den König bestätigt wurde. Der König ließ nun aber, zu gleicher Zeit mit seiner Bestimmung über das Kanonikat (worin er offensichtlich alleinig dieVerfügungsgewalt hatte), dem Kapitel auch eine Empfehlung zugehen, um Mag. Iver Bertelsen, Abt des Sorø- Klosters, als Kantor zu wählen (304). Es folgte am 23-10-1575 ein Versammlungsaufruf an die verstreut lebenden Kanoniker, um für Beratung zusammen zu kommen (306). Der Kandidat schrieb selbst am 9-11-1575 einen Brief an die universitären Würdenträger (die ebenfalls einen Teil des Kapitels ausmachten) (308).

Wahrscheinlich fühlte das Kapitel sich manipuliert. Es löste dieses Problem, indem es den Königlichen Kandidaten ignorierte, jedoch selber jemanden wählte, der dem König noch näher stand, und somit von diesem nicht abgewiesen werden konnte: den Hofpredikanten Mag. Christoffer Knopf (bereits Kanonikus in Århus), der ebenfalls seiner Pensionierung nahe war (309). (Siehe hierüber auch Ny Kirkehist. Saml. III, S. 551.)

Am 13-5-1577 vertiefte sich ein Königliches Gericht zu Ringsted in das Testament von Oluf Offesen (312). Es wurde ein Brief der Stadtverwaltung Åhus vorgelegt, woraus hervor ging, dass Oluf von dort kam und dass er zwei lebende Nichten hatte: Seine und Anne, Töchter seines Bruders Niels Offis (307). In dem Testament war ihnen lediglich ein Legat von je 20 dr. zuerkannt. Weiter hatten die Testamentsvollstrecker den Auftrag einen ansehnlichen Betrag an arme und andere Bedürftige aus zu teilen. Die Nichten verlangten endlich Deutlichkeit über ihre Rechte. Es gab weiterhin einen Königlichen Brief, worin stand, dass rückständiger Unterhalt von der durch Oluf gebrauchten Amtswohnung

Hieronimus Thenner wurde 1560 Kanonikus, tauschte jedoch am 14-6-1562 diese Präbende gegen eine bessere. Diese Veränderung muss es gewesen sein, von welcher Oluf Offesen seinerseits wiederum profitierte für eine Verbesserung.

der Vor Frue Capels Präbende14 und von der Kantorwohnung, aus der Hinterlassenschaft zu bezahlen sei. Die Hinterlassenschaft wurde auf 750 dr. taxiert. Das Gericht meinte, dass wenig davon übrig bleiben würde und trug den Testamentsvollstreckern auf, sehr genau dem Testament folgend, zu Werk zu gehen.

In einem Königlichen Brief von 1578 bekamen die Professoren der Universität den Auftrag über ein Legat von 300 dr. zu entscheiden , welches Oluf Ovesen per Kodizill für bedürftige Schüler der Lateinschule in Kopenhagen bestimmt hatte, jedoch versäumte das in seinem Testament auf zu nehmen (317). Der Beschluss ist nicht bekannt, aber doch stellt sich heraus, dass die Vor Frue Latinske Skole 1582 ein Legat von 200 Rdr. wegen des Kantors „Olle Ollesen” empfangen hat (322).

Leider steht nirgends eindeutig formuliert, dass Niels Olufsen der Sohn von Oluf Offesen war. Doch kann hierüber meines Erachtens wenig Zweifel bestehen. Oluf passt, wie ein Puzzlestück in die Lücke zwischen beide Teile des Geschlechtes. Es besteht auch eine auffallende Analogie zwischen der Laufbahn von Oluf und Niels. Beide waren Magister, hatten also eine universitäre Ausbildung und verkehrten auch weiterhin im Milieu der Universität. Beide waren Kanonikus im Domkapitel zu Roskilde und beide waren Rektor der dortigen Lateinschule.

Oluf war 1594 geboren, also praktisch zu gleicher Zeit mit seiner Halbtante Anna, so dass eine gleichzeitige Spende an den „Familien-Altar” nicht unlogisch war. Zweifellos hat seine Familie Oluf bereits sehr jung für den geistlichen Stand bestimmt und ihm ein Kanonikat verschafft. Sein Vater wird ebenfalls wohl die Spende an den Bartholomeus-Altar geregelt haben. Dadurch wurde der Name Halvegge einmalig für ihn festgelegt. Danach wurde Oluf lediglich mit dem Patronym Offesen bezeichnet.

Bricka (o.c.) behauptet, dass Oluf unverheiratet war, doch stützt sich diese Behauptung offenbar lediglich auf die Überlegung, dass das Gegenteil nirgends erwähnt wird, und zwei Nichten als „Erbinnen” auftraten. Genaue Interpretation des Urteils vom 13-5-1577 dahingegen weist aus, dass die Nichten sich nicht als Universalerbinnen präsentierten, sondern lediglich um Deutlichkeit über ihr noch nicht ausbezahltes Legat erkundigten. Dass in den Archivalien eine Ehefrau nicht genannt wird, ist keine Besonderheit in jener Zeit, und besonders nicht, wenn diese bereits früh verstorben war.

Dass Niels nicht ausdrücklich als Erbe vermeldet wird ist natürlich schade für uns. Wir verfügen nicht über den Text des Testamentes selbst. Oluf war anscheinend der Ansicht, dass die Existenz seines Sohnes innerhalb des Domkapitels ausreichend gesichert war. Darum war sein Wunsch, seiner Hinterlassenschaft eine karitative Bestimmung zu geben. Niels war übrigens einer von den drei Testamentsvollstreckern !

Über Olufs Vater, dem Junker Awe Pedersen, ist  außer das er 1506-09 auf Seeland verblieb  so wenig bekannt, dass gerade dadurch absolut an zu nehmen ist, dass er den größten Teil seines Lebens irgendwo anders (namentlich also in Schonen) verbrachte. Auch die ersten vierzig Lebensjahre von Oluf selbst liegen im Dunklen. Vielleicht liegt in Schwedischen Archiven mehr über Vater und Sohn verborgen.

* *

Niels Olufsen.

Niels Olufsen ist, seinem Grabstein in der Domkirche zu Roskilde zufolge, am 18-10-1590, mit 56 Jahren verstorben, so dass er 1534 (oder Ende 1533) geboren sein muss und zwar auf Halsnæs, einer Halbinsel an der Nordküste von Seeland. Rechnend dass sein Vater 24 Jahre lang Lehrer in Kopenhagen und Roskilde gewesen war, als er Anfang 1557 Kantor wurde, müsste dieser also Anfang 1533 Halsnæs bereits verlassen haben. Einigermaßen ungenaue Einträge waren in jener Zeit nicht ungebräuchlich, so dass wir Niels’ Geburtsjahr nur auf „cirka 1533” setzen. Es ist auch nicht ausgeschlossen, dass Olafs Lehrerzeit und sein Kantorat zeitlich teilweise zusammen vielen.

Demselben Grabstein zufolge, war Niels Schüler der Lateinschule in Roskilde gewesen, wonach er fünf Jahre als Hilfslehrer (hypodidascalus) an derselben Schule, dieser verbunden blieb. Nach einer

Die Vor Frue Capel (Deutsch: Liebfrauen-Kapelle) ist die Maria-Kapelle der Domkirche, wo der Bartholomeus-Altar errichtet war und mit dem die Halvegges also ein besonderes Band hatten!

Unterbrechung von acht Jahren, wurde er an derselben Schule als Lehrer eingestellt. Danach war er für drei Jahre Rentmeister des Duebrødre Gasthauses (335).

Die acht Jahre Unterbrechung, 155866, haben offensichtlich seinen weiteren Studien gedient. 1558 gab Königin Dorothea der Universität von Kopenhagen den Auftrag Niels Olufsen im Helliggesthus freie Kost und Logis zu geben, mit den anderen dortigen Studenten (270). In diesem Kloster empfingen, wegen einer Königlichen Spende, zwanzig Stunden kostenlosen Lebensunterhalt. Am 13-8-1563 wurde Niels an der Universität zu Wittenberg immatrikuliert (279). Wahrscheinlich war er in der Abschlussphase seines Studiums durch seine Mutteruniversität dorthin geschickt worden.

Im Folgejahr publizierte er in Wittenberg, aus Anlass der Hochzeit von Anders Lauridsen, dem Rektor der Lateinschule in Roskilde, ein Gedicht. Der Titel lautete: „Carmen gratulatorium ad doctissimum et integerrimum Virum M. Andream Laurentium, Canonicum et Ludimoderatorem in inclyta urbe Roschildia, contrahentem matrimonium cum pudicissima Virgine, Anna, filia reverendi Viri M. Petri Paulini, Theologi et Pastoris ad S. Lucium, scriptum gratitudinis in Præceptorem ergo a Nicolao Olao Halvegio. Witebergæ. Excudebat Johannes Crato. Anno MDLXIIII” (284).

Als am 15-10-1565 drei andere Kopenhagener Studenten nach Wittenberg kamen, brachten sie für Niels die Botschaft mit, dass er zurück kehren müsse (286). Er hatte inzwischen den Magistergrad bestanden. Zwei Dänische Mitstudenten in Wittenberg, Povl Pedersen Ålborg und Anders Lemvig, schrieben ein Lateinisches Gedicht zu seinem Abschied: „̓ΕΓΔΉΐΔΘ΍ΎΓΑ, scriptum eruditione et pietate ornatissimo viro M. Nicolao Olai Halvegio, amico et conterraneo suo singulari, Vitebergæ in patriam abeunti, mense octobri, a Paulo Petri Aalburgensi. Vitebergæ 1565” (288).

Nach der Rückkehr in sein Vaterland wurde er an seiner alten Schule Lehrer. Am 1-5-1567 wurde ihm, durch Königlichen Erlass, ein Kanonikat der Domkirche von Roskilde zuerkannt. Dieses war frei geworden, weil der vorige Besitzer Dr. Hieronimus Thenner in Ungnade gefallen war (289). In demselben Jahr heiratete er.

1569 wurde er, als Nachfolger von Anders Lauridsen, Rektor seiner Schule. Seine Antrittsrede ist im Druck erschienen, merkwürdigerweise in Wittenberg. Sie war den honorigsten Mitgliedern des Kapitels gewidmet. Unter ihnen der Kantor Mag. Oluf Offesen. Der Titel war: „Oratio de necessaria scholarum conservatione et studiis doctrinarum in his fideliter propagandis carmine Elegiaco scripta et recitata a Nicolao Olao Halvegio, cum susciperet gubernationem Scholæ Roschildensis. Vitebergæ 1569” (293).

Niels hat sich, unter Sprachkundigen, einen großen Namen erworben, weil er während seiner Lehrerlaufbahn die erste Dänische Dichtkunst schrieb, offenbar als Lehrhilfsmittel. Das Buch, im Druck niemals erschienen, ist verloren gegangen, aber in „Det danske Sprogs Rimekunst” des Priesters und Psalmdichters Peder Jensen Roskilde stehen Auszüge des Werkes von Niels. Hieraus ist zu entnehmen, dass er auch Melodien zu seinen Gedichtbeispielen komponierte. Siehe Arnholtz (o.c., S. X, 34, 48, 61, 63, 394, 396, 399). Krogh (o.c., S. 262-263), Nyerup og Rahbek (o.c., S. IV-XI) und Paludan (o.c., S. 415).

Dass die literarischen Verdienste von Niels Halvegge, ungeachtet des Verlustes seiner Schrift, nicht in Vergessenheit gerieten, ist einer Leserzuschrift im Monatsblatt Minerva von 1797 zu verdanken (o.c., S. 164).

Weiter hat er Lateinische Gedichte und andere Werke geschrieben. Wir nannten bereits seine Antrittsrede und das Gedicht für die Hochzeit seines Vorgängers. 1585 erschien in Kopenhagen sein “Libellus de Patefactione Divina Carmine Heroico” (328). Dieses Buch hatte er dem jungen Kronprinzen Christiern IV. gewidmet, welche Geste am 8-3-1585 mit einem Königlichen Geschenk von 20 Talern belohnt wurde (327).

Weiterhin wird in einem alten Bücherkatalog, von Klavs Lyskander, sein Werk “Oratio ad Deum æternum pro Juventute Scholæ Roschyldensis, Kopenhagen 1570”, genannt, wovon allerdings keine Exemplare mehr bekannt sind (294).

Sein Rektorat endete, als er 1574, durch Prälaten und Kapitel der Domkirche zu Roskilde zum Rentmeister des dortigen Duebrødre Gasthauses ernannt wurde. Nach seiner Vereidigung kam, am 14-5-1574, die Königliche Bestätigung (299). Diese Aufgabe dauerte nur drei Jahre. Am 25-2-1577 erschien der Königliche Beschluss zur Ernennung von Dr. Matz Povelssen, ebenfalls Kanonikus in Roskilde, als sein Nachfolger (311).

Als der Bischof von Trondheim, Hans Gaas, wegen seines hohen Alters Assistenz nötig hatte, war Niels Olufsen einer der fünf Menschen, die durch das Konsistorium der Universität, am 15-8-1578 als Kandidaten in Betracht kamen (315). 1582 kam er in einer Liste von Präbenden der Domkirche zu Roskilde vor (323). Am 14-4-1583 wurden er und Mag. Frans Nielsen als Testamentsvollstrecker eines Mitkanonikus genannt (324). Am 6-1-1590 hat er ein Stück Land des Kapitels in Verwaltung (333).

Nach seinem Tod am 18-10-1590 (335) wurde am 30-10-1590, auf Königlichen Beschluss, sein Kanonikat dem vormaligen Hofpredikanten Mag. Albrit Hansen zugewiesen (336).

Niels’ Frau wird auf ihrem gemeinsamen Grabstein, in der Domkirche zu Roskilde genannt. Sie hieß Gyde Esbernsdr. Sie war 23 Jahre mit ihm verheiratet, woraus das Traujahr 1567 folgt. Aus der Ehe gingen vier Söhne und sieben Töchter hervor. Unglücklicherweise sind ihr Sterbedatum und Alter unlesbar (335). Sie lebte allerdings in jedem Fall 1619 noch (359).

In einem Necrologium der Universität für ihren Sohn Esbern Nielsen, wird sein Vater Nicolaus Olai auch noch als Kurator des Dominikanerklosters in Roskilde genannt. Seine Mutter hieß da Judith Esberni, Tochter von Esbern, Königlichem Schreiber der Präfektur zu Roskilde (364). Wahrscheinlich betraf dies Esbern Olsen, Vikar in Roskilde, verstorben November 1561 (277).

Niels wurde in allen Dänischen Texten Niels Olufsen genannt (ein einziges Mal Olsen), aber in den überwiegend formellen Lateinischen Texten nannte er sich konsequent Nicolaus Olai (manchmal Olaus) Halvegius.

* *

Esbern Nielsen.

Beim Versterben von Esbern Nielsen, wurde durch die Universität von Kopenhagen, am 7-2-1648 ein Necrologium publiziert, in der seine Laufbahn geschildert wird:

Esbern wurde am 10-8-1579 um 7 Uhr morgens, zu Roskilde, als Sohn der oben bereits beschriebenen Eltern geboren. Als er vier Jahre alt war, starb sein Vater. Seine Mutter nahm damals für ihn einen Hauslehrer in Dienst, bis er zehn Jahre alt war. Danach ging er in die Schule seines Wohnortes.

1603, beinahe 23 Jahre alt, ging er zur Universität von Kopenhagen, studierte erst Philosophie, wechselte jedoch sehr bald zur Medizin. Anscheinend entwickelte er mit seinen jugendlichen Mitstudenten ein so gutes Verhältnis, dass Axel Rosenkrantz, Herr von Glimming, ihn als Gouverneur seiner Söhne Olaf und Palæmon Rosenkrantz einsetzte, als diese 1604 in Wittenberg studierten.

Als sie zwei Jahre später zurück kehrten, bekam er prompt eine ähnliche Aufgabe für Tyge Brahe, Sohn von Axel Brahe, Herr von Elved. Mit diesem Studenten ging er 1606 wieder nach Wittenberg und zog danach ab 1607 durch Deutschland und Frankreich, von Universität zu Universität. 1611 konnte er selbst zu Basel zum Medicinæ Doctor promovieren.

1613 kehrte er in sein Vaterland zurück, wo er eine Arztpraxis führte. Fünf Jahre später heiratete er Dorothea Petri, Witwe von Dr. Med. Andreas Lemvicensis. Seine Frau starb 1625. Er selbst bekam am 17-1-1648 wahrscheinlich eine Lungenentzündung, an der er am 30-1, gegen 11 Uhr, im Alter von 69 Jahren und 6 Monaten verstarb. Bis dahin das Necrologium (364).

Leider gibt es bedenkliche Widersprüche. Dass er seinem Grabstein zufolge nicht am 30. sondern am 29. Januar verstarb, dass er damals (wenn das Geburtsdatum korrekt ist) nicht 69½ sondern 68½ Jahre alt war und dass er 1603 24 Jahre alt wurde und also nicht „beinahe 23 Jahre” alt sein konnte, sind lediglich Kleinigkeiten. Viel wichtiger ist die Behauptung, dass sein Vater starb, als er vier Jahre alt war. Wir wissen doch, dass Niels Olufsen erst 1590 starb. Darüber und über die Identität seiner Eltern kann kein Zweifel bestehen. Unbefriedigend ist auch, dass wir keine Erklärung über sein Tun und Lassen zwischen seinem zehnten und dreiundzwanzigstem Lebensjahr bekommen. Er kann schwerlich 13 Jahre lang Schüler der Lateinschule geblieben sein.

Nachdem er am 31-1-1603 sein Zulassungsexamen abgelegt hatte (340), wurde er am 6-6- 1603 in der matricula regiæ communitatis der Universität von Kopenhagen eingeschrieben (341).

Am 10-3-1604 trat er als Respondent bei der Promotion von Christen Hansen Riber auf (342).

Seine Ankunft in Wittenberg wird durch die Matrikel der dortigen Universität bestätigt, wo er am 8-12-1604, zusammen mit den Gebrüdern Rosenkrantz, eingeschrieben wurde (343). Wenn er mit Tyge Brahe 1606 ebenfalls nach Wittenberg gegangen ist, kann das lediglich sehr kurze Zeit gedauert haben, denn noch im selben Jahr stand er in der Matrikel von Jena (344).

In dem Tagebuch, in dem Dr. Mads Jensen Medelfar seine Auslandsreisen beschrieb, steht vermeldet, dass er am 10-4-1608 (stilo novo) Esbernus Halvegius in Jena traf (345).

In der Matrikel von Basel erscheint er 1611 (347). Am 28-5-1611 promovierte er dort mit der Dissertation De sacro morbo et igni disputatio (350) zum Medicinæ Doctor (348). Im Sommer 1611 finden wir ihn, mit Tyge Brahe zusammen, im Matrikel von Orléans (349).

In den Acta Consistorii der Vor Frue-Kirche in Kopenhagen finden wir die Mitteilung dass Dr. Esbern und Niclaus Eggebrecht am 13-3-1619 die Erlaubnis bekamen, die für die Universität reservierten Kirchenbank, die zuvor für Dr. Frederik Severinius reserviert gewesen war, gegen einen zu zahlenden Jahresbeitrag zu benutzen. Sie müssten die Bank allerdings zurück geben, wenn Professoren sie forderten (353).

Im Tagebuch von Dr. Christoffer Dybvad ist am 11-5-1620 zu lesen, dass dieser einen Betrag von 300 dlr. von Dr. Esbern geliehen hatte, und nun 40 dlr. für zwei Jahre Zinsen zurück gezahlt habe. Er durfte den Betrag noch weitere 1½ Jahre für 6% jährlich behalten (354).

In Testamenten vom 19-9-1617 und 3-5-1618, bestimmten die Brüder Palle und Niels Pedersen (Quist), dass ihre Schwester Dorothe Pedersdr., Witwe von Dr. Anders Lemvigs, Nießbrauch ihrer Hinterlassenschaft genießen solle, jedoch die Hinterlassenschaft im Übrigen für allerlei Legate bestimmt werden sollte (351, 352). Dr. Esbern Nielsen, inzwischen Ehemann von Dorothe (die selbst mit „Dorothe Doctors” unterschrieb, und Ehrencron-Müller (o.c., S. 374) zufolge eine Tochter von Peder Nielsen in Århus war), focht diese Testamente an. Mit Urteil des Konsistoriums der Universität vom 15-7-1620 wurden sie allerdings ungekürzt in Kraft gesetzt (355). Wenn er diese Witwe, die den Jahren nach seine Mutter hätte sein können (ihre erste Ehe war 1578 !), ihres Reichtums wegen ehelichte, muss dieses Urteil eine große Enttäuschung für ihn gewesen sein.

Auf Königlichen Beschluß vom 26-2-1624 wurde Dr. Espen Nielsen das erste verfügbare Kanonikat der Domkirche von Århus in Aussicht gestellt. Dem gegenüber sollte er seine medizinischen Dienste dem Kinderheim (Erziehungsstift) von Kopenhagen zur Verfügung stellen (356). Carøe (o.c., S. 53) und anderen daraus schöpfenden Quellen zufolge, wäre Dr. Esbern in dem Kinderheim von 161721 Arzt gewesen; offensichtlich ein Missgriff.

Rund 1630 war Esbern Nielsen in einen Prozess verwickelt, weil sein Schwager Richort Meckelborg ihn beschuldigte, sich in seinen Pflichten als Vormund der Hinterlassenschaften eines anderen Schwagers, Jørgen Busk, nicht richtig verhalten zu haben. Durch das Urteil des Konsistoriums der Universität von Kopenhagen vom 8-9-1632, lernen wir ein dramatisches Stück Geschichte aus dem Leben Esberns kennen:

Esbern Nielsen hatte drei Schwager, ein jeder mit einer seiner Schwestern verheiratet: Jørgen Busk, Richort Meckelborg und Søffren Fox. Der Letztgenannte hatte einen Bruder Hans (Jørgensen) Faxe, Geistlicher, mit Signe (Signilla) verheiratet.

1619 wurde Kopenhagen durch eine Pestepidemie getroffen, die der Frau, zwei Töchtern und einem Dienstmädchen von Jørgen Busk das Leben kostete. Jørgen selbst flüchtete am 8-6-1619 zu seinem Schwager Hans Faxe in Roskilde, war jedoch offenbar bereits infiziert. Er starb am 11-6. Zuvor hatte er Esbern gebeten, auf sein Haus, Keller und Handelsvorrat Wein ein Auge zu haben. Auf Bitte von Hans Faxe kam Esbern mit seinem Hausstand nun auch nach Roskilde und regelte das Begräbnis von Jørgen Busk.

Danach besuchte er Sorø kurz, um die Angelegenheiten mit Jørgens 17-jährigem Sohn Niels und dessen Lehrer, auf Bitte der Großmutter (Witwe von Niels Olufsen!) und der Tante des Jungen, zu regeln.

Am 1 November ging er mit seinem Haushalt wieder nach Kopenhagen zurück. Nachdem er auch dort noch einiges für seinen verstorbenen Schwager geregelt hatte, wurde durch Bürgermeister und Rat von Kopenhagen Jørgens Nachbar, Jørgen Danielsen, am 26-11-1619 zum Verwalter der Hinterlassenschaft bestimmt. Esbern verteidigte dann auch im Prozess den Standpunkt, dass er allerdings im ersten Moment notgedrungen allerlei Angelegenheiten für den Verstorbenen und seinen Sohn geregelt hatte, jedoch niemals für die Vormundschaft formell verantwortlich gewesen sei. Somit sei er lediglich in beschränktem Maße verantwortlich. Richort Meckelborg bestritt das.

Die Klage von Richort Meckelborg war erst bei Bürgermeister und Rat von Kopenhagen anhängig, die sich allerdings am 5-7-1632 als unzuständig erklärten, da Esbern ein Königliches Urteil vom 20-7-1630 vorlegte, womit sich heraus stellte, dass die Klage unter die Jurisdiktion der Universität falle. Das Konsistorium gab demzufolge, am 8-9-1632, Esbern Recht (359).

Am 15-4-1630, war er bei einem gerichtlichen Zeugniss, in Sachen eines Abortus, einer von acht Unterzeichnenden (358) und am 28-12-1644 unterzeichnete er, mit acht anderen Doktoren, das Protokoll über den Gesundheitszustand von König Christiern IV. (362).

Seinem Grabtext, in der Vor Frue-kerk in Kopenhagen, zufolge, starb Dr. Esbern Nielsen am 29-1-1648, 69-jährig (363).

Ebenso wie bei seinem Vater blieb der Gebrauch des Familiennamens auf feierliche, lateinische Texte beschränkt: Esbernus Nicolai Halvegius. In allen Dänischen Texten hieß er lediglich Dr. Espen Nielsen. Auch in dem Necrologium  obwohl der ersten Kategorie zu zurechnen  kommt der Geschlechtsname nicht vor.

* *

Die letzte Generation.

Dem Grabtext seiner Mutter (363) zufolge umfasste die Generation von Esbern Nielsen vier Jungen und sieben Mädchen.

Im Urteil von 1632 (359) finden wir: Dr. Esbern Nielsen, vorgenannt. Hans Nielsen, 1619 lebend. Lisabet, gestorben an der Pest in Kopenhagen Mai oder Juni 1619, verheiratet mit Jørgen Busk, Vikar

in Roskilde, dort am 11-6-1619 verstorben. Sie hatten einen Sohn Niels Busk, 16021632,

wahrscheinlich auch Vikar, zumindest mit einem geistlichen Status, sowie zwei Töchter, die 1619

in Kopenhagen an der Pest starben. Eine Schwester, verheiratet mit Richort Meckelborg, Bürger von Roskilde. Beide lebten 1632 noch. Eine Schwester, verheiratet mit Søffren Fox in Roskilde.

Weiterhin kennen wir, durch die Grabsteine in der Domkirche von Roskilde, einige Kinder von Niels Olufsen: Søren Nielsen, und Maren Nielsdatter, liegen unter demselben Stein wie die Eltern begraben (335). Olaus Nielsen, am 21-9-1583 im Alter von 8 Jahren , 11 Wochen und 2 Tagen gestorben (also geboren

am 4-7-1575) mit eigenem Grabstein (326). Dorothea, ihre dritte Tochter, gestorben am 11-8-1574, ein Jahr und sechs Wochen alt (300), und Dorothea, ihre vierte Tochter, am 3-8-1577 gestorben, sieben Monate alt, beide zusammen in einem

Grab (313).

Alles in Allem, fehlt uns also noch eine Tochter. In dem Übersichtschema sind die Kinder in plausibeler Folge verzeichnet, ohne dass dafür wirkliche Sicherheit besteht.

In der bürgerlichen Familie der Halvegges, ist kein einziges Vorkommen eines Wappens bekannt.

* * *

Owe Halvegge

Oluf Ovesen Niels Offis (Olaus Offonius)

* Åhus 1494, 14-10-1575

magister, hører i København,kannik og kantor i Roskilde domkirke Seigne Anne

Niels Olufsen (Nicolaus Olai Halvegius)

* Halsnæs 1534, ..-10-1590 1558 hører ved Roskilde latinskole, 1563 student i Wittenberg, magister, 1566 rektor ved Roskilde latinskole,

1574 forstander for Duebrødre hospital, 1567 kannik i Roskilde domkirke

… 1567 Gyde Esbensdatter (Juditha Esberni)

£ 1619, dr. af Esben Olufsen

Lisabet ♀ Dorothe (I) Olaus Nicolai Dorothe (II) Esbern Nielsen ♀ HansMarenSøren♀

1619 … Søffren Fox * o. 1-7-1573 * 4-7-1575 * o. 1-1-1577 (Esbernus Nicolai Halvegius) … RichortNielsen Nielsdr. Nielsen … Jørgen Busk i Roskilde 11-8-1574 21-9-1583 3-8.1577 * Roskilde 10-8-1579, Meckelborg

Roskilde København 30-1-1648 i Roskilde

11-6-1619 stud.: 1603 Roskilde, 1604 £ 1632 vicaris i Roskilde Wittenberg, 1606 Jena, 1611 viinhandlerBasel (dr.med.), 1611 Orléans

i København 1613 læge i Roskilde, 1617 læge ved børnehuset i Khvn, 1621 læge i Khvn ..-9-1618

Dorothe Pedersdr. Quist

1625

dr. af Peder Nielsen og enke efter Prof. Med. Anders Lemvigh

Verschiedenes.

Einige verstreute Personen, die zu den Geschlechtern Væbner oder Halvegge gehört haben müssen, sind in den vorstehenden Genealogien nicht gut unter zu bringen. In sofern von einem „Væbner”- Geschlechtswappen die Rede ist, ist mir nicht bekannt, ob sich darin ein Strick zeigt.

* *

Am 17-3-1420 verkaufte der Junker Niels Jepsen zu Håsløf (Skyts h.) seine Besitzungen in Klagstorp (Oxie h.), die er selber seiner Zeit von seinem Onkel (Vaters Bruder) Jens Nielsen gekauft hatte. Sein Siegel zeigt das Væbner-wappen (26). Die genannten Plätze liegen in Schonen.

* *

Am 8-2 und 8-3-1485 war der Junker Jens Christiernsen zu Nielstrup (Rud s., Galten h.) beteiligt an einem Schiedsgericht in Århus (133,

Niels Jepsen (26)

134, 135). Sieben Jahre später, am 1-1-1492, beglaubigte er in Tårup eine Urkunde mit seinem Siegel. Das Siegel zeigt das Væbner-Wappen mit Umschrift „Iens Kristerns” obwohl er, in dem Text selbst, Niss Kristærss i Nilstrvpp genannt wird, ein Beispiel der Namenswechslung Jens/Niels, womit wir bereits eher konfrontiert wurden 15 (160).

Jens Christiernsen (160) Jens Christiernsen zu Nielstrup siegelte ebenfalls eine Urkunde zu Clausholm (Galten h.) am 18-1-1497 (170) und 31-5-1499 (173).

Ungezweifelt kam Ellen Jensdr. zu Nielstrup aus derselben Familie. Laut ihrem Grabstein in Hornslet verstarb sie am 29-3-1587. Im Text ihres Grabsteins wird sie Jomfru genannt. Weiter ist ihm zu entnehmen, dass Jørgen Rosenkrantz zu Rosenholm, auf ihre Bitte hin das Begräbnis geregelt hat. Wahrscheinlich war sie demnach eine unverheiratete, ältere Dame ohne Nachkommen. Der Stein zeigt die Wappen Væbner und Bruun/Vindum (330).

* *

Am 1-6 oder 15-9-1512 verkaufte Junker Søren Clauss zu Vadsted (Gern h.) einen Hof zu Voldby (Gern h.). Die Urkunde wurde mit Siegeln von seiner Mutter Anne Olufsdr. und seines Bruders Mogens Clausen beglaubigt. Das Siegel seiner Mutter zeigt das Væbner-Wappen (193).

* *

In einer päpstlichen Urkunde vom 29-10-1492 wurde an einen Johannes Halwegge, Priester im Bistum Roskilde, in der Kurie zu Rom anwesend, die Vikarie St. Trinitatis in der St. Nicolaus-Kirche in Flensburg (Ertrag 3 Mark Anne Olufsdr. (193) pro Jahr) zugewiesen (161).

* * *

Siehe Fußnote 12.

Evert (I) Jens OlafsHemming

1400

Jakob (II) ♀ Anders Olaf Awe PederJakobBirgit… Peder

…¹NN Paris Hemmings… Grib JensenMogensen

Evert (II) Mette ElsebeAwe IngerdElneKerstinKarine… Villum SortNonne

… MadsNonne Nonne … EggertRolufsenAndersenvan Leveren Ulfeldt

Hans KarineNiels Offis Oluf OvesenRolofAnna ClausBeateNiels Anne

…¹ Peder NN

Villumsen … Jens

Kanoniker, Mag. Madsen Eggersen

1500 Jepsen Grubbe

² Oluf Galde

Niederlande

Søren Villum Sophia Anna Seigne Anne Niels OlufsenJohannes CornelisAnna

Pedersdr.

Kanoniker, Mag.

Lisabet♀ Dorothe (I) OlausDorothe (II) Esbern Nielsen ♀ HansMarenSøren♀ Claes… Jørgen… SøffrenNicolai

Dr. Med. RichortNielsen Nielsdr. Nielsen Busk Fox

Meckelborg

Cornelis1600 …SaraBruijnsteen

Albert Haelwegh.

In vielerlei biografischen Nachschlagewerken wird auch der Kupferstecher Albert Haelwegh mit dem Geschlecht Halvegge in Verbindung gebracht, obwohl meistens auch wohl auf seine Bindung zu Niederländischen Kunstgenossen hingewiesen wird.

Albert wurde in Wirklichkeit am 1-1-1621 in Deventer, als erstes Kind von Nicolaas Haelwech und Sophia Hessink getauft (a). Sein jüngster Bruder Adriaen, getauft am 14-2-1639 als siebtes Kind desselben Ehepaares (a), war ebenfalls Graveur und wurde auch einmal in Kopenhagen erwähnt.

Auch der Vater war Graveur. Er fertigte 1630 das Siegel für die neue „Illustre Schule” von Deventer an (h).

Die Familie gehörte zu einem Geschlecht, das ab ca. 1500 in Deventer bekannt ist. Die älteste Erwähnung ist die Aufnahme 1504 von Arnt Halwech, Urgroßvater von Nicolaas, im Bürgerbuch von Deventer (c). Wenn es schon eine Verbindung mit dem Dänischen Geschlecht Halvegge gegeben hat, muss die also vor ca. 1500 gesucht werden. Ich habe vor über dieses niederländische Geschlecht Haelwech (Halewegh), das rund 1700 ausgestorben ist, zu gelegener Zeit Näheres zu publizieren.

Albert erscheint das erste Mal, mit seiner Einstellungsakte als Königlicher Kupferstecher, in den Dänischen Archiven, am 15-5-1647 (g). Danach wird er in Deventer noch lediglich einmal erwähnt. Am 11-8-1649 verzichtete er dort, zugunsten seines Vaters, auf 150 Reichstaler, die ihm im Testament eines Peter Niesinck van Coesvelt zugedacht waren (b). Wahrscheinlich gab sein Vater ihm die Summe in bar, um die Abwicklung der Erbe nicht abwarten zu müssen.

Was seine weitere Laufbahn in Kopenhagen angeht, sei auf das Buch von Jørgen Sthyr hingewiesen: Kobberstikkeren Albert Haelwegh, Kopenhagen 1965, S. 13-18.

Albert heiratete zu Kopenhagen, am 10-7-1653, Anne Hansdr., eine Schwester der (zweiten) Frau des Malers Abraham Wuchters (f). Mit diesem Schwager verband ihn lange Zeit eine besonders freundschaftliche Zusammenarbeit. Später bekamen sie allerdings, wegen der Rechte auf etliche Gravuren, Streit. Dieser Streit entartete zu einem Prozess vor dem Konsistorium der Universität, im März 1670 (j).

Bei einer Volkszählung, am 10-1-1659, finden wir Albert Haelwegh mit Frau und Kind und mit seinem Bruder Adriaen, der also offensichtlich auch nach Dänemark gekommen war (i).

Albert wurde am 5-9-1673 beerdigt, seine Frau am 30-3-1676 (m). Beide Begräbnisse fanden abends statt, ein Luxus, für den eine Spezialgenehmigung nötig war.

Einen ähnlichen Luxus bedeutete auch das Heiraten im eigenen Haus. In der Liste gegebener Genehmigungen finden wir am 17-10-1672 Niels Erkilssøn Lerche mit Anna Sophie Halvech (l). Die Unterstellung, dass dies das bereits genannte Kind von Albert Haelwegh betrifft, wird dadurch bestätigt, dass in den Prozess-Unterlagen vom März 1670 eine Zahlung „an Anna Sophia” genannt wird, die als eine Zahlung an Albert Haelwegh selbst, aufgefasst wird (k).

Den bereits genannten Bruder Adriaen finden wir später in Amsterdam wieder. Dort heiratete er in fortgeschrittenem Alter (1698) und bekam drei Kinder (d). Andere Familienmitglieder machten sich mit Stickerei zu Amsterdam und Haarlem einen Namen (e).

Die oben genannten Besonderheiten sind als genealogische Ergänzung des Buches von Sthyr zu betrachten.

a. Gemeindearchiv Deventer, Taufregister der Niederl. reformierten Kirchen, Reg. 108 bzw. 109
b. Gemeindearchiv Deventer, Renunciaties 1643-55, S. 374
c. Gemeindearchiv Deventer, MA 156a , f( 223
d. Gemeindearchiv Amsterdam, Aufgebotregister 528, Taufregister der Niederl. reformierten Kirchen, Reg. 46,
99, 108.
e. Saskia de Bodt, Op de raempte off mette brodse (Haarlem 1987), S. 19, 32 (Lesefehler: Halerbech), 89.
f. Povl Eller, Kongelige Portrætmalere i Danmark 1630-82 (Khvn. 1971), S. 266, 267
g. J. Holmgaard, Kancelliets Brevbøger 1647 (Khvn. 1989), S. 154
h. Dr. J.C. van Slee, De Illustre School te Deventer 1630-1878 ('s-Gravenhage 1916), S. 32.
i. E. Marquard, Kjøbenhavns Borgere 1659 (Khvn. 1920), S. 71
j. Danske Samlinger, Bd. I (1865-66), S. 289
k. Idem, S. 300
l. Personalhistorisk Tidsskrift, 35 (1914), S. 121
m. Idem, 35 (1914), S. 149 bzw. 37 (1916), S. 57
* * *

Diplomatarium

Die Quellen sind wie folgt umschrieben: Nummer / Datum / A / B / C , worin:

A = Das Originaldokument, mit:

RA = Rigsarkivet, København KB = det Kongelige Bibliotek, København AM = Arnemagnæanske diplomsamling (i Københavns Universitet, Arnemagnæanske Institut) LA = RA, Lokalarkiver (Vejledende Arkivregistraturer XVII og XVIII) PA = RA, Privatarkiver PAP = RA, Privatarkiver på pergament NKR = RA, Ny kronologisk række HDB = RA, Kongens retterting, Herredagsdombog RFB = RA, Kongens retterting, Rigens Forfølgningsbog GKS = KB, Gamle kongelig samling NKS = KB, Ny kongelig samling

B = Vidissen, alte Kopien und Regesten in Handschrift, mit:

DK = RA, Danske kancelli (Vejledende Arkivregistraturer I) TS = RA, Thiset's seddelregistrant (H=Halvegge, V=Væbner, G=Galde) HSK = RA, Håndskrift samlinger I, T. Klevenfeldt HSL = RA, Håndskrift samlinger I, J. Langebek's diplomatarium

C = Gedruckte Publikationen: Siehe die am Ende aufgenommene Liste der opera citata.

Dabei bedeutet:

[ ] = nicht selbst gesehen; [*A] = vergeblich gesuchtes Originaldokument, Signatur vielleicht veraltet; *B, *C = kurzes Regest oder nur Erwähnung. = (unter A) Halvegge- oder Væbner-Siegel, nach der Kodierung in Petersen, o.c. 1 und 2 (A = adelig, G = gejstlich) oder Thiset, o.c. 3 (Axi und Hvi) pk = paket (Bündel); lg = læg (Mappe); s = side (Seite); f( = folio; nr = nummer.

Nr. Datum A B C
Original Handschr. Kopien Publikationen
1: 1- 9-1340 / AM LVI-38 / HSL 14; TS H; HSK 29 / *ÆDA V s 579; RD I nr 1883; DD III.1 nr 61
2: 1344 /  /  / *ÆDA I s 208; *DD III.2 nr 107
3: 1345 /  /  / *ÆDA III s 369; *DD III.2 nr 211
4: 15- 1-1346 / AM LVII-18 / HSL 15; TS H; HSK 29 / *ÆDA V s 579; RD I nr 2065; DD III.2 nr 226
5: 30- 8-1346 /  / HSL 15; vidisse i nr 19 / RD I nr 2084; DD III.2 nr 274
6: 1346 /  /  / *ÆDA I s 274; *DD III.2 nr 309
7: 11- 5-1348 / AM XXI-6 / HSL 15 / RD I nr 2145; DD III.3 nr 23
8: 4-12-1360 / AM LVIII-10 / HSL 17; TS H; HSK 29 / *ÆDA V s 579; RD I nr 2617; DD III-5 nr 392
9: 4- 3-1361 / AM LVIII-11 / HSL 17; TS H; HSK 29 / *ÆDA V s 579; RD I nr 2629; DD III-6 nr 13
10: 1370 /  / [KB Sorø Gavebog f(21] / *DD III-8 nr 517; Langebek IV s 494
11: 7- 9-1374 / AM XXXVII-6 (= LA Antvorskov kl. 6) / HSL 18; TS H / RD I nr 3037; DD III.9 nr 389
12: 6- 7-1378 /  / HSL 19; KB Kall's sml 404 4(s 17 / *ÆDA III s 339; RD I nr 3225; DD IV.1 nr 412
13: 31-12-1387 / NKR 1385; A 880 / HSL 20 (3×); TS H / RD I nr 3622
14: 31-12-1387 / NKR 1386 / HSL 20 / RD I nr 3623
15: 23- 9-1391 / NKR 1486 / HSL 21 (2×); TS V / RD I nr 3815
16: 16- 6-1394 / AM I-21 / HSL 21; TS H / RD I nr 3937
17: 14- 9-1395 /  /  / Thiset (1) s 212
18: 1395 /  /  / *ÆDA IV s 84
19: 6- 3-1398 / NKR 1706 /  / RD I nr 4190; Suhm s 458
20: 31- 7-1408 / NKR 2194 / HSL 24; TS H / RD I nr 5000
21: 24- 6-1411 / NKR 2305 / HSL 24; TS H / RD I nr 5150; Thiset (1) s 212
22: 29- 4-1416 / AM XLIX-8 / TS V / RD I nr 5583

* *

23: 1416 /  /  / Langebek IV s 494

24: 1417 /  /  / *ÆDA IV s 83

25: 1418 /  /  / *ÆDA IV s 83

26: 17- 3-1420 / [Svenske rigsarkiv]; Axi 1 / TS V / *RD I nr 5839; Silfverstolpe nr 2748

27: 15- 7-1421 / AM XXXVI-15 / HSL 25; TS V / *RD I nr 5930; Erslev nr 63; Otto s 103

28: 30-10-1427 / AM XXIV-5; Hvi 1 / HSL 26; TS H / RD I nr 6333

29: 18- 5-1429 / NKR 3044; Axi 2 / HSL 26 (2×); TS V / *ÆDA IV s 8; RD I nr 6393

30: 28- 7-1429 / NKR 3060 / HSL 26; TS V / *ÆDA I s 55 og IV s 8; RD I nr 6416

31: 1429 /  /  / Langebek IV s 494

32: 10-12-1430 / [Halmstad bys arkiv] /  / RD I nr 6471

33: 17- 6-1431 / NKR 3099 / HSL 27 (2×); TS V / *RD I nr 6505; Danske magazin I.5 s 330

34: 17- 7-1431 / AM XXXVI-16 / HSL 27; TS V / RD I nr 6511; Otto s 103

35: 19- 7-1431 /  /  / Otto s 102

36: 5- 6-1432 /  / vidisse i nr 176 / RD I nr 6563

37: 14- 3-1433 /  /  / Otto s 106

38: 8- 6-1435 / AM XXXVI-17 / HSL 27 / RD I nr 6764

39: 22- 7-1435 / AM XXXVI-18 / HSL 27 / RD I nr 6773

40: 21- 5-1436 / [*AM suppl I-34 = LA Roskilde St Agnete kloster 140] / HSL 27 (2×) (fejlagtig 15-5) / RD I nr 6827

41: 22- 8-1436 / NKR 3234 = LA Rosk Agn kl 141 / HSL 27; NKS 646c 4( nr 14 / *ÆDA IV s 280; RD I nr 6837

42: 30- 1-1438 / NKR 3273 = LA Rosk Agn kl 144 / HSL 27 (2×); TS V / RD I nr 6924

43: 10- 7-1438 / NKR 3292 = LA Rosk Agn kl 146; Axi 3 / HSL 27; TS V / *ÆDA IV s 289; RD I nr 6959

44: 25- 7-1438 / NKR 3293 = LA Rosk Agn kl 147 / HSL 27; TS V / *ÆDA IV s 281; RD I nr 6963

45: 24- 6-1439 / NKR 3312 = LA Rosk Agn kl 148 / HSL 28; TS V / RD I nr 7014

46: 1439 /  /  / *ÆDA I s 209

47: 24- 5-1440 / NKR 3338 = LA Rosk Agn kl 150 / HSL 28; TS H / *ÆDA IV s 287; RD I nr 7081

48: 13-12-1441 / AM XXXVI-19; Hvi 2 / HSL 28; TS H / RD I nr 7205

49: 3- 5-1442 / AM LXI-23 / TS V / RD I nr 7243

50: 1442 /  /  / *ÆDA IV s 84

51: 1443 /  /  / *ÆDA IV s 84

52: 4- 3-1444 / NKR 3487 = LA Roskilde Franc. kloster 3 / HSL 29; TS V / RD I nr 7409

53: 1- 7-1444 / [Svenske rigsarkiv] /  / RD I nr 7434

54: 23- 4-1445 / NKR 3527 = LA Københavns kapitel 57 / HSL 29; TS V / RD I nr 7501

55: 14- 8-1445 / [RA personalhistorisk sml ged] /  / RD I nr 7534

56: 9- 3-1446 / NKR 3557 = LA Rosk Agn kl 153 / HSL 29; TS V / RD I nr 7585

57: 26- 4-1447 / AM LXI-29 / TS V / RD I nr 7689

58: 14- 5-1447 / NKR 3606 = LA Maribo kloster 8 / HSL 29; TS V / RD I nr 7694

59: 19- 5-1447 / NKR 3607; G 438 / HSL 29; TS V / RD I nr 7695

60: 20- 5-1447 / [RA personalhistorisk sml: Aage Ax. Thot] /  / RD I nr 7695a

61: 8- 5-1448 / AM XLIII-9 / HSL 29; TS V / RD I nr 7784

62: 22- 8-1448 / NKR 3663 = LA Rosk Agn kl 154 / HSL 29 (2×); TS V / *ÆDA IV s 279; RD I nr 7809

63: 17-12-1448 /  /  / Krarup og Lindbæk 3 nr 1911

64: 17-12-1448 /  /  / Krarup og Lindbæk 3 nr 1912

65: 17-12-1448 /  /  / Krarup og Lindbæk 3 nr 1912bis

66: 30-12-1448 /  /  / Krarup og Lindbæk 3 nr 1913

67: 1448 / NKR 3677 / HSL 29; TS V / RD I nr 7842

68: 11- 1-1449 /  /  / Krarup og Lindbæk 3 nr 1918

69: 11- 1-1449 /  /  / Krarup og Lindbæk 3 nr 1919

70: 28- 1-1449 / NKR 3681; Hvi 3 / HSL 29; TS H / RD I nr 7851

71: 5- 3-1449 / AM XLIII-10 (= LA Roskilde kapitel 350) /  / RD I nr 7858

72: 18- 6-1449 / NKR 3704 = LA Roskilde kapitel 352 /  / RD I nr 7899

73: 1449 /  /  / *ÆDA I s 204

74: 17- 4-1450 / NKR 3738 = LA Københavns kapitel 65 / HSL 29 (2×) / *RD I nr 7967; Reg II.1 nr 5697; Nielsen 2 nr 86

75: 20- 4-1450 /  / HSL 29 / RD I nr 7971

76: 30- 3-1452 /  /  / RD II nr 128

77: 20- 5-1452 / AM XXXIV-21; G 438; Axi 3 / TS V / *RD II nr 142; Reg I.1 nr 3888; Danske magazin I.3 s 227-229

78: 17- 9-1452 / PA kron række; Axi 3 / HSL 30 / RD II nr 164

79: 1453 /  /  / *ÆDA I s 208

80: 1453 + u.d. /  /  / *ÆDA I s 212

81: 11- 4-1454 /  /  / RD II nr 342

82: 13- 5-1454 / AM III-23 / TS V / RD II nr 355

83: 13- 9-1454 / PAP pk 674 lg 3 / HSL 30; TS V / RD II nr 393

84: 28-12-1454 / LA Roskilde Agnete kl 158 / HSL 30; TS V / * ÆDA IV s 277; RD II nr 414

85: 24- 3-1455 / RA E XIV Matrup 3 / RA f(-reg 60 (Klevenfeldt) s 256 nr 13.1 / RD II nr 460

86: 25- 5-1455 / LA Roskilde kapitel 375 / HSL 30 / RD II nr 475

87: 11- 9-1455 / LA Roskilde bisp 377; Axi 4 / HSL 30; TS V / RD II nr 518

88: 28- 9-1456 /  /  / Krarup og Lindbæk 3 nr 2072

89: 30- 4-1457 / RA C6 pk 1 lg 7; Hvi 3 / HSL 31 (3×); TS H / *ÆDA IV s 48; RD II nr 724; Reg II.1 nr 6063; H Knudsen s 78

90: 1457-58 ? /  /  / Reg I.1 nr 4065; Langebek VIII s 392; Nielsen 4 nr 76; Krarup og Lindbæk 3 nr 2037

91: 19-10-1458 / PA kron række / TS V / *ÆDA V s 28; RD II nr 898

92: 1458 /  /  / *ÆDA IV s 84

93: 1458 /  /  / Otto s 117, 122

94: 1459 /  /  / Langebek VIII s 324-325; Otto s 126-127

95: 1459 /  /  / Otto s 136, 138

96: 1460 /  /  / Langebek VIII s 328-330; Otto s 138-139

97: 19- 3-1461 /  / HSL 31; vidisse i nr 334 / RD II nr 1294

98: 1461 /  /  / Otto s 148-149

99: 25- 3-1463 /  /  / *RD II nr 1595; Reg I.1 nr 4171; Nielsen 4 nr 87; Danske magazin I.3 s 206-210 100: 28- 1-1464 / [Herlufsholms arkiv] / HSL 32 / RD II nr 1704; Helms s 424 101: 21-10-1466 /  / HSL 32 / Langebek VIII s 420 102: 1466 /  /  / *ÆDA V s 741 103: 13- 5-1467 / RA B2 Hyldinger 10; Axi 4 / HSL 32 / *RD II nr 2269; Reg II.1 nr 6626; Wegener nr 136 104: 14-12-1468 / RA C3 Domme 9; Axi 4 / HSL 32 (3×), TS V / *RD II nr 2516; Reg I.1 nr 4344; Ewensen s 11; Kolderup-Rosenvinge 1 nr 4; Reitzel-Nielsen 1 nr 21 105: 1468 /  / vidisse i nr 248 / RD II nr 2524 106: 2- 1-1469 / AM XL-4; G 302 / HSL 32 / RD II nr 2541 107: 11- 5-1469 / PA kron række (ved nr 91) /  / *ÆDA V s 28; RD II nr 2594 108: 5- 6-1470 / [RA Matrup godsarkiv] /  / RD II nr 2751 109: 6-12-1470 / PA 692 /  / RD II nr 2852 110: 1470 /  /  / *ÆDA I s 205 111: 12- 3-1471 / AM LXIII-1 / TS V / *ÆDA V s 575; RD II nr 2917 112; 2- 3-1472 /  /  / RD II nr 3051 113: 6- 5-1472 / AM XXVI-15; Axi 4; Hvi 3 / TS H; TS V / RD II nr 3089 114: 15- 2-1473 /  / HSL 33; [PA H.O.Godov] / RD II nr 3198 115: 8- 3-1474 /  /  / *RD II nr 3421; Kolderup-Rosenvinge 1 s 13; Reitzel-Nielsen 1 nr 25 116: 30- 9-1474 /  / HSL 33 / RD II nr 3517 117: 11- 4-1475 /  / HSL 33 / RD II nr 3599 118: 13- 4-1475 /  / HSL 33; GKS 3170 4( f( 204-204vo; NKS 1346bc 4( / RD II nr 3603; Reitzel-Nielsen 1 nr 26 119: 15-12-1477 / PA kron række; Axi 4 / HSL 33; TS V / RD II nr 4124 120: 1- 7-1478 / RA E XIV Gisselfeld 1 / HSL 34 / RD II nr 4235 121: 28- 3-1479 / [Svenske rigsarkiv] / HSL 34; TS V (fejlagtig 1477); vidisse i nr 329 /  122: 7- 6-1480 / [Herlufsholms arkiv] / HSL 34 / RD II nr 4633; Helms s 425 123: 12/19-7-1480 /  /  / *ÆDA III s 111; RD II nr 4649 124: 1-6-12-1480 / PAP pk 381 lg 1 / HSL 34 / RD II nr 4727 125: 6- 6-1481 / AM VI-4 / TS V / RD II nr 4876 126: 23- 6-1482 / AM XXVII-5; Axi 5 /  / RD II nr 5043 127: 18-10-1482 /  / HSK 29 / RD II nr 5097 128: 30-10-1482 / PAP pk 381 lg 6 / HSL 34; TS H / RD II nr 5104 129: 30-11-1482 / LA Sorø kloster 21 / TS H / RD II nr 5118 130: 1482 /  / *ÆDA V s 743 (A6)

/ TS V

131: 1482? /  / #/ *ÆDA V s 743 (A5) 132: 12- 1-1485 /  /  / RD II nr 5621s 133: 8- 2-1485 /  /  / *RD II nr 5631; Hübertz nr 42 134: 8- 3-1485 /  / NKS 754 2( f( 234vo-235; vidisse i nr 227 / *ÆDA V s 308; RD II nr 5641 135: 8- 3-1485 /  /  / Hübertz nr 44 136: 19- 3-1485 / PAP pk 516 lg 4 /  / *RD II nr 5646; Reg II.1 nr 7788; Barner dipl nr CLVII 137: 23- 6-1486 / AM XLVIII-1 / HSL 35 / *RD II nr 5896; Nielsen 4 nr 191 138: 23- 6-1486 / AM XLVIII-2 /  / RD II nr 5897 139: 11- 8-1486 / LA Roskilde bisp 544; Axi 6 / HSL 35; TS V / *RD II nr 5922; Danske magazin V.3 s 358-359; Kornerup s 226 140: 15- 9-1486 / AM XLVI-10 / TS H; TS V / RD II nr 5935 141: 1486 /  /  / Nyrop s 369 142: 14- 5-1487 / AM XLVIII-3 / HSL 35 / RD II nr 6076 143: 21- 7-1487 / AM XLVIII-4; G 302 /  / RD II nr 6107 144: 10- 4-1488 /  / vidisse i nr 339 / RD II nr 6250 145: 25- 7-1488 / Hvi 3 / HSL 35 / RD II nr 6309; Kall Rasmussen s 103-104 146: 21-10-1488 / RA E XIV Matrup 18 / TS V; RA f(-reg 60 (Klevenfeldt) s 258 nr 13.14 / RD II nr 6349 147: 15-11-1488 / RA E XIII Viborg by / HSL 35; TS V /  148: 1488 /  /  / *ÆDA V s 742

149: 17- 2-1489 / RA E XIV Matrup 19; Axi 11 / TS V; RA f(-reg 60 (Klevenfeldt) s 251 nr 12.8 / *RD II nr 6442; Reg II.1 nr 8000; Barner dipl nr CLXV 150: 24- 2-1489 / [*PA E.A.Ulfeldt]; Axi 4 / HSL 35 / RD II nr 6447 151: 1489 /  / vidisse i nr 360 / RD II nr 6608 152: 19- 5-1490 / RA C6 pk 5 lg 7; Axi 11 / HSL 35; TS V / *ÆDA IV s 43; RD II nr 6727 153: 3- 6-1490 /  /  / Thiset (1) s 378; PHT 1882 s 43 154: 1490 /  /  / Nyrop s 370 155: 27- 1-1491 / [Roskilde domkirke, gravsten] /  / Løffler s 7; Jensen II s 158; Danmarks kirker III.4 s 756 156: 6- 3-1491 / RA E XIV Barritskov /  / RD II nr 6895 157: 10- 6-1491 /  /  / Krarup og Lindbæk 4 nr 3242 158: 19-10-1491 /  /  / Krarup og Lindbæk 4 nr 3254 159: 1491 /  /  / *ÆDA I s 209 160: 1- 1-1492 / PAP pk 205 lg 5; Axi 20 / HSL 36 / RD II nr 7046 161: 29-10-1492 /  /  / Krarup og Lindbæk 5 nr 3320 162: 30- 4-1493 / AM VII-14 / TS V / RD II nr 7404 163: 23-10-1493 / PA kron række / HSL 36; TS V / RD II nr 7488 164: 4- 1-1494 /  /  / *ÆDA II s 276 165: ca 6-4-1494 / AM XVIII-7; Axi 4 / TS V / RD II nr 7623 166: 23- 4-1494 / AM XXVIII-2 / TS V / RD II nr 7638 167: 24-8-1494? /  / GKS 1141 2( f( 241vo-243; RA Hs sml V B18 nr 246 / RD II nr 7723; Reitzel-Nielsen 1 nr 39 168: 25- 6-1495 / PA kron række / HSL 36 / RD II nr 7931 169: 1496 /  /  / *ÆDA I s 202 170: 18- 1-1497 / RA E XIV Gl Estrup /  / RD II nr 8332 171: 8- 4-1497 /  / vidisse i nr 310 / RD II nr 8373 172: 17- 6-1497 / PAP pk 383 lg 3 / HSL 36; TS V / RD II nr 8409 173: 31- 5-1499 / [*RA topog sml papir: V. Flakkebjerg h., Tingjellinge s.] /  / RD II nr 8816 174: 26- 8-1499 / [Herlufsholms arkiv] / HSL 37 / RD II nr 8875; Langebek IV s 361 175: (1500-1525) /  /  / Thiset (2) s 191 176: 6- 2-1501 / PAP pk 90 lg 5 / HSL 27; TS V; RA f(-reg 60 (Klevenfeldt) s 252 nr 12.13 / RD II nr 9304 177: 2- 3-1502 / AM XXIX-7 /  / RD II nr 9562 178: 7- 4-1502 / LA Gunderslev kirke 5 / HSL 37 / RD II nr 9581 179: 19- 8-1502 /  / [HSL 37] / Kirkehistoriske samlinger IV.1 s 749-752 180: 1503 /  / vidisse i nr 248 / RD II nr 9972 181: 1504 /  /  / *ÆDA I s 261 182: 11-10-1505 / [PA E.A.Ulfeld] / HSL 38 / RD II nr 10454 183: 31-12-1505 /  /  / RD II nr 10498 184: 22- 1-1506 / AM XXXVI-20; Axi 8 / HSL 38; TS V / RD II nr 10545 185: 2- 3-1506 / RA E XIV Barritskov /  / RD II nr 10561 186: 3- 4-1506 /  /  / Langebek VI s 208-209 186a: 20-09-1506 /  /  / Heise nr 169 187: 30- 1-1507 / PAP pk 630 lg 3 / TS V; RA f(-reg 60 (Klevenfeldt) s 130 / RD II nr 10755 188: 7- 5-1508 / [PA C.N.Dyre] /  / RD II nr 11012 189: 30- 7-1508 /  / TS V /  190: 1509 /  /  / *ÆDA IV s 33 og V s 38 191: 4- 2-1510 / PA 2282; Axi 12, 16, 17 /  / RD II nr 11468 192: 29- 6-1510 / PA 2285 /  / RD II nr 11564 193: 1-6/15-9-1512 / LA Århus bisp 28; Axi 21 /  / RD II nr 12212 194: 9- 2-1513 / RA C6 pk 18 lg 2; Axi 13, 14 / HSL 40 (2×); TS V / RD II nr 12466 195: 10- 9-1515 /  /  / Samlinger til den danske historie s 68-69 196: 30-11-1516 /  /  / Reg I.1 nr 6097; Samlinger til den danske historie s 20 197: 8- 9-1517 / PA 5141 pk 4; Axi 7 /  /  198: 4- 1-1518 /  /  / Samlinger til den danske historie s 80-81 199: 1519 / PA 1207 /  /  199a: 7-12-1519 / PA 1207 /  /  199b: 24-2-1520 / PA 1207 /  /  199c: 12-4-1520 / PA 1207 /  /  199d: 9-6-1520 / PA 1207 /  /  199e: (1520?) / PA 1207 /  /  200: 2-11-1520 /  /  / Christensen s 405 201: 1520 /  /  / Christensen s 398 202: 1520 /  /  / Christensen s 421 203: 11-11-1521 /  /  / Christensen s 413 204: 6- 4-1522 /  /  / Thiset (1) s 345, 391 204a: 10-7-1523 / [PAP (Knud Pedersen Gyldenstierne)] / [RA MS XIII.32] / *AR 86 205: (1523-1533)? /  /  / Thiset (2) s 145; *AR 236 206: 30- 9-1524 / RA kongehuset Chr II München sml pk 9b lg 30 /  / 

207: 23-11-1524 / RA C6 pk 25 lg 2a / HSL 43 / *ÆDA IV s 404; Erslev og Mollerup s 62-63 208: 19- 3-1525 /  /  / Ekdahl s 856-857 (nr 1341) 209: 20- 3-1525 /  /  / Ekdahl s 857-859 (nr 1679) 210: 29- 3-1525 /  / HSL 43 /  211: 11- 4-1525 / [Svenske rigsarkiv] /  / Hanserecesse 3.9 nr 55 212: 14- 4-1525 / RA E Hansestæderne Lübeck / HSL 43 / Hanserecesse 3.9 nr 56, 57 213: 30-11-1525 / RA kongehuset Chr II München sml pk 9a lg 19 /  / *Reg nr 11666; *AR 149 214: 1525 /  /  / *ÆDA II s 159 og V s 110 215: (1525-1526) / Alg Rijksarchief 's-Gravenhage, Ambt Centraal Bestuur nr 1097 /  / Sick s 68-69 (nr XII) 216: 4- 1-1526 /  /  / Ekdahl s 1017 (nr 1891) 217: 19- 2-1526 /  / vidisse i nr 274 /  217a: 30-11-1526 /  / DK B11 f° 42v / Erslev og Mollerup s -?-; *AR 158 218: 26-12-1526 / RA kongehuset Chr II München sml pk 9a lg 19 /  / Allen s 451-456 (nr 218) 219: 26-12-1526 / RA kongehuset Chr II München sml pk 34b lg 40 /  /  220: 20- 5-1527 /  /  / Thiset (1) s 275 221: 23- 8-1527 /  /  / Lange s 12 222: 22- 9-1527 / RA TKIA nr A93a / HSL 44 / Kirkehistoriske samlinger II.6 s 148-150 (nr 5);

*Reg nr 12148; *AR 130 223: 30-10-1527 / RA E XIV Trudsholm 87 / *HSL 54; TS V /  224: 23- 4-1528 /  /  / Ekdahl s 1205 (nr 2280) 225: 5- 7-1529 / PAP pk 653 lg 5 / HSL 45; TS V / *AR 143 226: 26- 7-1529 / PA 2281 /  /  227: 6- 1-1530 /  / HSL 35, 45; DK B10 f( 216-216vo; DK B11 f( 74-75vo; DK B12 s 104-106

/ Erslev og Mollerup s 242-243 228: 1530 /  /  / Rørdam (1) s 86 229: 9- 5-1531 / [Norske rigsarkiv] /  / Marquard nr 26 230: 8- 6-1531 / [Norske rigsarkiv] /  / Marquard nr 28 231: 13-11-1531 /  /  / Lange s 31; Saml til det norske folks sprog og hist s 40 232: 24-11-1531 /  /  / Marquard nr 36 233: 11-1531 /  / DK B28 f( 108 / Lange s 31; Erslev og Mollerup s 457 234: 1532 /  /  / Erslev og Mollerup s 408 235: 1532 /  /  / Erslev og Mollerup s 453 236: 1532 /  /  / Erslev og Mollerup s 456 237: 15- 9-1533 / RA E XIV Barritskov / TS V /  238: 26- 3-1535 /  /  / Hvitfeldt 239: 18-10-1535 / [SA Schwerin] /  / Hanserecesse 4.2 s 279 (nr 250) 239a: 14-8-1538 / [RFB 1 f° 44v] /  / T.Dahlerup 1 s 591 240: 1539-1540 /  /  / Danske magazin III.1 s 83 241: 27- 5-1540 / PAP pk 526 lg 1; Axi 10 / TS G / AR 134 241a: <10-7-1541 /  / vidisse i nr 244a / *AR 235a 242: 10- 7-1541 / PA 6232 lg C; Axi 10 /  / *Reg nr 799; *AR 235 243: 1541 / PA 2282 /  /  244: 1541 /  /  / Rørdam (1) s 86 244a: 18-1-1542 / [RFB 1 f° 45] /  / T.Dahlerup 1 s 591: *AR 21 245: 2- 2-1542 / PAP pk 527 lg 2 / TS G / *AR 30 246: 13- 6-1542 /  / DK B18 s 747 / Kronens skøder s 15 247: 16- 6-1542 /  / vidisse i nr 252 / AR 316 248: 18- 6-1542 / HDB 4 f( 36 /  /  249: 24- 8-1542 / Alg Rijksarchief Brussel, oude univ van Leuven reg 24 f( 157 /  / Schillings s 248 250: 15-10-1542 / PAP pk 163 lg 3 / HSL 51; TS G /  251: 8-11-1543 / [HDB 4 f° 47v,48] / HSK 29 / T.Dahlerup 2 s 163; *AR 267,531 251a: 1543 / [RFB 1, f° 67] /  / T.Dahlerup 2 s 444 252: 1- 6-1544 / PAP pk 163 lg 4 / HSL 51; TS G /  253: 2- 3-1545 /  / DK B18 s 52 / Lange s 74 254: 1545 /  / vidisse i nr 256 /  255: 4- 3-1546 /  /  / *ÆDA I s 249 og II s 64 256: 5- 3-1546 / HDB 5 f( 33vo-38vo /  / Reitzel-Nielsen 1 nr 119 257: 28- 6-1546 /  / HSK 26 /  257a: <30-6-1546 / [PAP 6232] / HSK 26; RA MS XIII.32 / AR 185 258: 30- 6-1546 /  / HSK 26 /  259: 1546 / Axi 15 /  /  260: 30- 3-1549 / PAP pk 674 lg 4 / TS V /  261: 26- 5-1553 / PAP pk 15 lg 1 / TS G; TS V /  262: ca 9-10-1553 /  / DK B31.IV f( 284 / KBB 263: 23-10-1553 / HDB 6 f( 245vo-246vo /  / Reitzel-Nielsen 1 nr 196 264: 1556 / [Holbæk kirke, gravsten] /  / Jensen II s 259 265: 6- 1-1557 / [*RA Roskilde 101] /  / Rørdam (3) 1 s 671 note 7 266: 8- 1-1557 /  / DK B19.6 f( 102 / KBB 267: 15- 1-1558 / PA 2284 / TS V /  268: 10- 8-1558 /  /  / Rørdam (1) s 212-214 (nr 148) 269: 1-11-1558 /  / DK B19.6 f( 445vo-446 / KBB; Heise nr 412 270: 1558 /  /  / Rørdam (3) 1 s 236 note 2 271: 1559-1560 /  /  / Danske magazin III.6 s 273 272: 12- 2-1560 / PA 2283 /  /  273: 27- 4-1560 / PA 2283 /  /  274: 21- 6-1560 / PA 2283 /  /  275: 4- 7-1561 /  / DK B19.7 f( 202vo / KBB 276: 5- 7-1561 /  / DK B31.VI f( 470-470vo / KBB 277: 11-1561 /  /  / Løffler s 101; Danmarks kirker III.4 s 829 278: 19- 5-1562 / [Herlufsholms kirke, gravsten] /  / Jensen II s 241; Resen (2) s 68-69, 73; Danmarks kirker V.2 s 1167 279: 13- 8-1563 /  /  / Förstemann s 55 280: 20- 8-1563 / [Arkivet på Gavnø] /  / Kirkehistoriske samlinger III.2 s 367 281: 30- 8-1563 /  / DK B26 f( 61 / KBB 282: 30- 8-1563 /  / DK B26 f( 61vo / KBB 283: 9- 8-1564 /  / DK B19.8 f( 80vo / KBB; Kronens skøder s 100 284: 1564 / KB Thottske sml 472 4( s 137-144 /  / Kirkehist sml IV.2 s 506; Rørdam (3) 2 s 617;

Bruun 3 s 1253; Ehrencron-Müller s 375 285: 29- 9-1565 /  / DK B19.8 f( 210-210vo / KBB; Nielsen 2 nr 384 286: 15-10-1565 /  /  / Kaae 287: 20-10-1565 /  /  / Danske magazin III.2 s 89, 95; PHT 1880 s 126 288: 10-1565 /  /  / Kirkehist sml IV.2 s 507 note 5; Rørdam (3) 2 s 626; Bruun 3 s 1144 289: 1- 5-1567 /  / DK B19.9 f( 233vo-234 / KBB; Kirkehist sml IV.2 s 508; Danske magazin II.6 s 216-217 290: 16- 5-1567 /  / DK B19.9 f( 234-234vo / KBB 291: 4- 8-1568 /  / DK B31.X f( 137-137vo / KBB 292: 1569 /  /  / Jensen II s 259 293: 1569 / KB 53-44 4( (= film LN 711) /  / Bruun 4 s 186; Ehrencron-Müller s 375 294: 1570 /  /  / Kirkehist sml IV.2 s 509; Rørdam (2) s 289; Ehrencron-Müller s 375 295: 1571 /  /  / Rørdam (3) 2 s 451-452 og 4 nr 77; Gjessing s 9-12 296: 11- 6-1572 /  /  / Reitzel-Nielsen 8 nr 965 297: 7- 8-1572 /  / NKS 1224 4( / Kirkehistoriske samlinger II.5 s 183-185 298: 21- 5-1573 /  /  / Reitzel-Nielsen 8 nr 1014 299: 14- 5-1574 /  / DK B54.11 f( 113vo-114 / KBB; Historiske kildeskrifter s 54-56 300: 11- 8-1574 /  /  / Friis nr 27; Løffler s 103; Danmarks kirker III.4 s 830 301: 3-10-1574 /  /  / Bang nr 135 302: 25- 3-1575 /  / DK B57.13 f( 22vo-23 / KBB; Danske magazin III.3 s 249 303: 14-10-1575 /  /  / Pontoppidan I s 26; Løffler s 28; Jensen II s 222;

Danmarks kirker III.4 s 779; Kirkehist sml II.2 s 781 (nr 1) 304: 18-10-1575 /  / [vidisse i nr 306/308] / Kirkehistoriske samlinger II.3 s 562-563 (nr 4) 305: 18-10-1575 /  / DK B54.11 f( 178vo-179 / KBB 306: 23-10-1575 / [NKS 752c 2(]/  / Kirkehistoriske samlinger II.3 s 563-564 (nr 5) 307: 7-11-1575 /  / vidisse i nr 312 /  308: 9-11-1575 / [NKS 752c 2(]/  / Kirkehist sml II.3 s 564-565 (nr 6) og II.4 s 278 309: 11- 2-1576 /  / DK B54.11 f( 195vo-196 / KBB; Kirkehist sml II.3 s 552 310: 20- 2-1577 / RFB 6 f( 62vo-63vo /  /  311: 25- 2-1577 /  / DK B54.11 f( 270-271 / KBB 312: 13- 5-1577 /  /  / Rørdam (3) 4 nr 196a 313: 3- 8-1577 /  /  / Friis nr 27; Løffler s 103; Danmarks kirker III.4 s 830 314: 10- 7-1578 /  / DK B81.1 f( 284-284vo / KBB 315: 15- 8-1578 /  /  / Danske magazin I.6 s 344 316: 23- 9-1578 / RA C6 pk 187 lg 2; Axi 18 / DK B78.2 f( 220-221 / KBB; Kronens skøder s 183 317: 1578 /  /  / Rørdam (3) 4 nr 196b 318: 28-12-1579 /  / DK B78.3 f( 3vo-4 / KBB 319: 13- 7-1580 / RA B2 Hyldinger 36; Axi 19 /  /  320: 15- 7-1581 /  / DK B57.14 f( 490-493 / KBB 321: 4- 7-1582 /  / DK B78.3 f( 408b / KBB 322: 1582 /  /  / Hofman IX s 116 323: 1582 / KB Thottske sml 2041 4( /  / Historiske kildeskrifter s 64 324: 14- 4-1583 / [RA Konsistoriets arkiv] /  / Historiske kildeskrifter s 70-71 325: 13- 9-1583 /  / DK B81.2 f( 419vo-420 / KBB; Rørdam (4) s 366 (nr 485) 326: 21- 9-1583 / [Roskilde domkirke, gravsten] /  / Friis nr 28; Løffler s 35; Jensen II s 290; Danmarks kirker III.4 s 785 327: 8- 3-1585 /  /  / Danske samlinger s 96 328: 1585 / KB 4-173 4( (= film LN 710) /  / Kirkehist sml IV.2 s 510; Bruun 1 s 324; Ehrencron-Müller s 375 329: 4- 3-1587 / RFB 8 f( 44-46vo /  /  330: 29- 3-1587 / [Hornslet kirke, gravsten] /  / Pontoppidan II s 151; Jensen II s 266 331: 1- 2-1589 / PAP pk 279 lg 1 / TS V /  332: 9- 9-1589 /  / DK B57.17 f( 195vo / KBB 333: 6- 1-1590 /  / [DK] / KBB 334: 1- 8-1590 / HDB 13 f( 78-85 /  / Kolderup-Rosenvinge 4 nr 45 335: 18-10-1590 / [Roskilde domkirke, gravsten] /  / Friis nr 25; Løffler s 36; Jensen II s 292; Danmarks kirker III.4 s 786 336: 30-10-1590 /  / DK B54.13 f( 162vo / KBB; Kirkehist sml III.2 s 305 337: 28-11-1592 /  / DK B57.18 f( 208vo-211 / KBB 338: 10-12-1592 /  / DK B81.4 f( 335-335vo / KBB 339: 22- 7-1598 / RFB 9 f( 345vo-347 /  /  340: 31- 1-1603 /  /  / Rørdam (5) s 354 341: 6- 6-1603 /  /  / Rørdam (5) s 354 342: 10- 3-1604 /  /  / Rørdam (3) 3 s 607 343: 8-12-1604 /  /  / Weissenborn s 28 344: 1606 /  /  / Mentz s 138 345: 10- 4-1608 /  /  / Kirkehist sml IV.5 s 39 346: 17- 6-1608 /  /  / Reitzel-Nielsen 6 nr 854 347: forår 1611 /  /  / Wackernagel s 121 348: 28- 5-1611 /  /  / Wackernagel s 121 349: sommer 1611 /  /  / PHT 1898 s 136 350: 1611 / KB 12-241 4( /  / Bruun 1 s 840; Ehrencron-Müller s 374 351: 19- 9-1617 /  / vidisse i nr 355 /  352: 3- 5-1618 /  / vidisse i nr 355 / Hofman II s 86 note f 353: 13- 3-1619 /  /  / Kirkehistoriske samlinger III.1 s 408 354: 11- 5-1620 /  /  / Danske magazin IV.5 s 52 355: 15- 7-1620 / RA Københavns universitet, konsistoriets kopibog II f( 128-134vo

/  / Hofman II s 86 note f; E.Dahlerup s 182; Kirkehist sml III.1 s 472-477

356: 26- 2-1624 /  / DK B78.8 f( 7 / KBB
357: 26-10-1629 /  / DK B81.8 f( 208-208vo / KBB
358: 15- 4-1630 /  /  / Bartholin s 318
359: 8- 9-1632 / RA Køb univ, kons kopibog III s 1-15 /  / 
360: 17- 7-1633 /  / DK B79 pk 8 nr 438b¹ / 
361: 1638 /  /  / Danske magazin V.1 s 186
362: 28-12-1644 /  /  / Bartholin s 458
363: 29- 1-1648 / [Køb Vor Frue kirke, kisteplade] /  / Resen (1) s 67; Danmarks kirker I.1 s 105
364: 1648 / KB Univ progr /  / Bruun 3 s 1144
365: 29- 1-1649 /  /  / Historisk tidsskrift III.4 s 575-577
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* *

Opera citata

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* *

Beispiel des Gebrauchs vom Diplomatarium.

Nehmen wir an, sie werden im Text zur Quelle „(103)” verwiesen.

Im Diplomatarium finden Sie dann hinter der Nummer 103:

Nr. 103.

Datum 13-5-1467.

A (Original): RA B2 Hyldinger 10; Axi 4.

Das bedeutet, dass Sie die originale Urkunde im Reichsarchiv (RA) zu Kopenhagen, mit dem Hinweis auf „B2 Hyldinger 10” anfragen können.

An dem Stück hängt (unter Anderen) das Siegel, das in dem Buchwerk Thiset, o.c.3 die Nummer Axi 4 trägt (xi ist die Römische Zahl 11).

Thiset o.c.3 ist laut der Liste der opera citata (= zitierte Werke) das Buch A. Thiset, Danske adelige sigiller fra det XV., XVI. og XVII. aarhundrede, 1905 zu Kopenhagen erschienen.

B (Handschrift-Kopien): HSL 32.

Das heißt, Sie können im Reichsarchiv zu Kopenhagen, in der Sammlung von Handschriften I (Håndskrift samlinger I), in der Urkundensammlung (diplomatarium) von J. Langebek, im Kapitel 32, eine Abschrift der Urkunde finden. Meistens sind die Kopien besser lesbar, als die Originale.

C (Publikationen, laut Liste opera citata:) *RD II nr. 2269; Reg. II. 1 nr. 6626; Wegener nr. 136.

*RD II nr. 2269 bedeutet, dass eine kurze Zusammenfassung (wegen des Sternchens *) unter der Nr. 2269 in række (Reihe) II des Repertorium Danicum zu finden ist.

Reg. II.1 nr. 6626 bedeutet, dass Sie einen vollständigen Text, unter Nr. 6626 in Reihe II Teil 1 der Regesta diplomatica historiæ danicæ von 1847 finden können.

Wegener nr. 136 bedeutet, dass Sie einen Textabdruck unter Nr. 136, im Buch von C. F. Wegener, Diplomatarium Christierni I. von 1856 finden können.

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